Musik – Reviews

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    Herman Dune

    - Next Year In Zion

    Wenn man sieht, wie viele Menschen sich bemühen, mittels Handy- und Digital-Kamera einen bestimmten Augenblick festzuhalten, kommt man schon ein wenig ins Grübeln. Die Lieder der vom Trio zum Duo geschrumpften Band Herman Dune sind auch so etwas wie Momentaufnahmen. Doch im Unterschied zu Schnappschüssen von Konzerten und Parties ist hier der Augenblick nicht nur […] mehr…

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    Matthew Sweet - Sunshine Lies

    Als wäre er Daniel Düsentrieb, setzt sich Matthew Sweet zum Auftakt seines ca. zehnten Solo-Albums gleich in eine „Time Machine“. Wohin die Reise geht? Nein, nein, nicht schon wieder in die Vergangenheit wie jüngst „Under The Covers“ mit Susanna Hoffs (die hier im Titelsong auch ein bisschen ach so trügerischen Sonnenschein verbreiten darf). „Let me […] mehr…

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    Poco - Original Album Classics

    Wurden die Deluxe- und Sammler-Ausgaben zuletzt immer üppiger und elaborierter, so hat nun die Gegenbewegung eingesetzt: Die immer noch gut gefüllten Archive bei Sony BMG werden für Preishammer-Kartons wie „The Collection“ genutzt (leider traf es Alben von Leonard Cohen, doch auch Toto hat man dieses Schicksal nicht gewünscht). Nun gibt es diese „Original Album Classics“, […] mehr…

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    Andre Williams - Can You Deal With It

    Den 71-jährigen R&B-Veteranen aus Detroit hat es nach Louisiana verschlagen, wo er seine Schlüpfrigkeiten und doppeldeutigen Innuendos von den New Orleans Hellhounds adäquat sumpfig und immerhin so partytauglich in Szene setzen ließ, dass sie problemlos einige Durchläufe überstehen, ohne zu langweilen. (Bloodshot/Indigo) mehr…

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    Bohren & Der Club Of Gore - Dolores

    Mehr Geduldsübungen von den Herren der Langsamkeit aus Mühlheim/Ruhr. Tremolierende Akkorde, stehende Bässe, Zeitlupen-Beats, Flüstersaxofon – wenn man sich von der kompromisslosen Entschleunigung nicht gleich abhängen lässt, wird einem ganz ruhig zumute. (Pias) mehr…

  • Sparks - Exotic Creatures Of The Deep

    Nun sind tatsächlich schon 37 Jahre vergangen seit dem ersten Sparks-Album. Eine enorme Zeitspanne. So viele Jahre liegen zwischen dem Tod von Robert Johnson und der Geburt von 50 Cent. Bereits zu Beginn ihrer Karriere haben die Sparks Queen erfunden, wenig später mit „Kimino My House“ dann Franz Ferdinand, dann hat Giorgio Moroder sie neu […] mehr…

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    Jackson Browne - Time The Conqueror

    All die Jahre, in denen er als ultimativer Gutmensch, Protestler und Kampagnenträger in den Randnotizen und auf Fotos mit anderen Wohlmeinenden erschien, hofften wir auf Jackson-Browne-Lieder mit Jackson-Browne-Melodien und Jackson-Browne-Melancholien. Doch seit „Lives In The Balance“ kamen diese Platten nicht mehr – oder nur halb gelungen, wie „I’m Alive“ von 1993. Der Produzent Scott Thurston […] mehr…

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    Tomte - Heureka

    Er kann gerade noch „Seltsam, seltsam, seltsam“ seufzen und sich räuspern, da reißt ihn schon diese fiese Klavierfigur fort. Und als dann nach und nach auch noch Schlagzeug, Bass und ein verzerrter Gitarrenriff loslegen, schmettert Thees Uhlmann euphorisiert: „Du bist nicht gestorben/ Heureka!/ Alles war so still/ Jetzt bist du da!“ Als Rock-Statement verpacken Tomte […] mehr…

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    Paul Young - No Parlez

    Blue-eyed Soul II: die unwahrscheinlichste Hit-Platte von 1983. Ein blasser Brite mit Föhnfrisur krächzte und knödelte- jawohl: Marvin Gayes „Wherever I Lay My Head“, Waylon Jennings‘ „Love Of The Common People“ (mit dem Hecheln im Hintergrund) und sogar „Love Will Tear Us Apart“ von Joy Division zu fetter synthetischer Begleitung, und Laid Back und die […] mehr…

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    Underground Railroad - „Sticks And Stones“

    Was ließe sich über Franzosen-Pop Besseres sagen als: Klingt ja gar nicht französisch? Eine rhetorische Frage, wie auch dieses Trio aus Paris weiß, sonst würden Songs und Gitarren nicht so protobritisch drängeln und quengeln. Der 7inch ist eine Gratis-CD beigelegt, für die Gestrigen. (One Little Indian) mehr…

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    Glen Campbell - Meet Glen Campbell

    Wie so viele Amerikaner wurde er als Christ wiedergeboren und lebt heute mit seiner Familie auf Hawaii, gottesfürchtig und vom Teufel Alkohol exorziert. In dem Produzenten Julian Raymond fand Glen Campbell einen jungen Freund, der die Songs für dieses Album auswählte; niemand kann sich überhaupt an die letzte Platte des großen Mannes erinnern oder an […] mehr…

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    Ane Brun - Changing Of The Seasons

    Als Ane Brun 2003 ihr Debüt veröffentlichte, hielt man sie zunächst nur für eine weitere singende Gitarrenspielerin, der Folk war nicht besonders. Doch Brun wusste, was sie wollte, nannte ihr Label DetErMine und brachte eine ganz eigenwillige Karriere an den Start. Seither sind insgesamt vier Alben entstanden, darunter eines mit recht prominenten Duett-Partnern. Ein im […] mehr…

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    Eva Cassidy - „Somewhere“

    Posthume Veröffentlichungen hatten- von Marvin Gaye bis Jeff Buckley – immer das eine oder andere Geschmäckle. Doch wie verhält es sich – post-posthum quasi – mit einer Künstlerin, die erst nach ihrem frühen Krebstod 1996 richtig (ver)öffentlich(t) wurde? Per Camcorder-Video mit „Over The Rainbow“ in „Top Of The Pops“ und dann unter die Top 5 […] mehr…

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    Nik Freitas - Sun Down

    Die beste kleine Platte der Welt kommt in diesem Monat von Nik Freitas. Freitas ist Teil von Conor Obersts Mystic Valley Band, spielte mit Rilo Kiley und ist offenbar voll integriert in die Saddle-Creek-Gemeinschaft. Auf seinem neuen Album spielt und singt er angeblich alles selbst. Man hört klassischen amerikanischen Songwriter-Pop und ein paar Beatles-Handgriffe, wunderbar […] mehr…

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    Soft Cell - Non-Stop Erotic Cabaret

    Zwar wird in diesem Jahr durchaus nicht das „25th Anniversary“ des Albums gefeiert, wie David Hemingway in seinen Liner Notes (die vermutlich eine Weile in der Schublade lagen) unterstellt, doch sein Befund ist stichhaltig: Soft Cell halfen zu Beginn der 80er Jahre bei der Etablierung des „Synth-Duos“, und die Electronica der Zeit kombinierten sie mit […] mehr…

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    Ry Cooder - Into The Purple Valley

    Harry Smith und Alan Lomax haben sich zweifellos gar nicht hoch genug zu schätzende Verdienste erworben, als es darum ging, die Volksmusik der Vereinigten Staaten von Amerika aus den 100 Jahren vor 1950 vor dem Furor des Vergessens und Verschwindens zu retten. Ry Cooder hat mit seinen frühen Solo-LPs allerdings auch einen kaum zu überschätzenden […] mehr…

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    Simply Red - Picture Book & A New…

    Blue-eyed Soul I: Das Debüt von Simply Red erschien 1985 – und galt als veritable Sensation. Der Rotschopf Mick Hucknall brauchte nur „Money’s Too Tight (To Mention)“ zu singen, um als Schwarzer ehrenhalber akzeptiert zu werden, und „Holding Back The Years“ war noch besser und erreichte im Jahr darauf den ersten Platz der amerikanischen Charts. […] mehr…

  • Wovenhand - Ten Stones

    Wovenhand - Ten Stones

    Wann hat David Eugene Edwards den Indie-Rock entdeckt? Sein neues Repertoire scheint noch stärker von den britischen Gitarren-Bands der Achtziger inspiriert als „Blush Music“. Edwards singt melodischer als früher, als er nur apokalyptisch barmte. Die Ergebnisse sind noch immer intensiv, doch diese Musik ist nicht mehr ganz so ikonisch, unausweichlich – eben das Unerhörte, schrecklich […] mehr…

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    Oasis - Dig Out Your Soul

    Gar nicht schlecht: ein schillerndes Fest der Sixties-Manierismen mehr…

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    Richard Hawley - Rockabilly Radio

    Hawleys Beitrag zum Soundtrack von „Flick“, einem britischen Horrorstreifen über einen untoten Teddy Boy. Und wer hätte das gedacht: Der feingeistige Crooner versteht zu rocken und rollen, seine Backing Band, The Feral Cats, legt Feuer und lässt gen Ende mittels Distortion und Reverb-Overkill durchblicken, dass es ihr mitnichten darum geht, stilecht die Fifties zu belehnen. […] mehr…