Musik – Reviews

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    Falco

    - Donauinsel Live

    Beinahe wäre er nicht gekommen. Falco ließ sich von seinem Chauffeur durch die Gegend kutschieren, hatte Bammel vor den Zehntausenden beim Donauinsel-Fest, vor dem Heimspiel, den Wienern, dem schwierigen Publikum. Eine Stunde und einen Blitzschlag später stolzierte der Künstler noch einmal ans Mikrofon, „Es ist und bleibt mein Wien!“ Angeblich konnte nicht weitergespielt werden, weil […] mehr…

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    Amanda Palmer - Who Killed Amanda Palmer

    Da ist sie schon, die sehnlich erwartete Kollaboration von Ben Folds und Dresden Doll Amanda Palmer. Das Klavier ist omnipräsent, und Palmer singt wesentlich bekömmlichere Lieder als im Hauptwerk, wo einem das ganze Theater ja doch bald auf die Nerven geht. Palmer ist freilich immer noch mehr Lied-Darstellerin als Song-Chanteuse, doch lässt sich der melodische […] mehr…

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    Ben Folds - Way To Normal

    Ben Folds, jedermanns Lieblingspianist, ist zurück. 18 Monate hat er sich scheiden lassen und gelegentlich gediegene Konzerte mit Orchestren in den USA und Australien gespielt. Dann, sagt Folds, sei die Platte explodiert wie eine viel zu lang geschüttelte Sektflasche. „Way To Normal“ ist also ein Befreiungsschlag, aber Folds hat natürlich nicht sein „Blood On The […] mehr…

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    Willie Nelson - Stardust (30th Anniversary Edition)

    Jetzt ist klar, warum auf dem letzthin erschienenen Label-übergreifenden Box-Set nur ein einziger Song von diesem Megaseller auftauchte. Diese Edition von „Stardust“ war längst geplant, und unter merkantilem Aspekt ist auch einzig und allein verständlich, warum man mit Aufnahmen von diesem Album so geizte. Die Liner Notes verschweigen nicht, dass man in der oberen Etage […] mehr…

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    Rosenstolz - Die Suche Geht Weiter

    Im Radio quält einen dieser gefühlige Schlager-Pop allzu oft, aber immerhin gelingt es AnNa R. und Peter Plate auch auf ihrem elften Album, selbst die schlimmsten Lebens- und Liebeswirren ohne größere Peinlichkeiten zu besingen – und mit dem gewinnenden Selbstvertrauen, das so viel Erfolg wohl mit sich bringt. (Universal) mehr…

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    TV On The Radio - Dear Science

    Seit dem gewaltigen Kritikererfolg von „Return To Cookie Mountain“ gehören TV On The Radio zum illustren Kreis jener Bands, die man gefahrlos jederzeit und überall gut finden darf: die Radiohead-Liga. Dass eine Band in diesen Olymp aufgestiegen ist, erkennt man meist daran, dass David Bowie sie empfiehlt, hofiert oder gar zu einem von ihm kuratierten […] mehr…

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    Oasis - Dig Out Your Soul

    Es ist nachgerade seltsam, dass jede Platte von Oasis mit derselben Aufregung erwartet wird wie die ewige Wiederkehr des Weihnachtsmannes. Ausgerechnet hier, in einer Zone der Überraschungsfreiheit und der kleinstmöglichen Schritte auf vergangene Glorie hin und also zurück, verdichten sich die Wünsche einer Generation, die in den ersten beiden Alben eine Identität gefunden hatte. Und […] mehr…

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    Travis - Ode To J. Smith

    Niedliche Melancholie, knopfäugige Todessehnsucht, schnuffelige Lakonie. Dafür liebte man Travis am innigsten: für ihre himmelstürmenden Melodien, die nur von den darin behandelten irdischen Malaisen am Boden gehalten wurden. Ach, die Dämonen im Geranientopf! Am zweitinnigsten verehrte man die Schotten für ihre frühe Ungestümheiten, das All I Wanna Do Is Rock-Gedröhn. Auf „Ode To J. Smith“, […] mehr…

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    Rodriguez - Cold Fact

    Man könnte ihn für einen Zelig der Rockmusik halten, eine pure Erfindung seiner Plattenfirma, die rund um ihn als verschollen gegangene Legende der Psychedelik-Ära Geschichten erfindet, um seine Platte als archäologische Ausgrabung von historischem Rang zu verkaufen. Aber es gibt Sixto Diaz Rodriguez tatsächlich – genauso wie eine Mary Margaret O’Hara oder Emmitt Rhodes, die […] mehr…

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    The Elements - „Caught In A Storm“

    The Move, 40 Jahre danach, soundtechnisch aufgepolstert und mit Modpop-Allüren: Andy Bennetts Band setzt auf zügigen und druckvollen, aber hochmelodiösen Pop an der Grenze zum Rock, mit hingebungsvollen Vocals und Anleihen bei Ocean Colour Scene, Bennetts anderem Spielplatz. (Acid Jazz) mehr…

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    The Streets - Everything Is Borrowed

    Mike Skinner ist ein ehrlicher Kerl. Auf „The Hardest Way To Make An Easy Living“ hatte er sich der Wahrheit gestellt und nicht mehr – wie 2004 bei „A Grand Don’t Come For Free“ – über die englische Vorstadt-Jugend, sondern sein Leben mit den Reichen und Schönen gesungen. Lustig war das immer noch, vermutlich auch […] mehr…

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    Emiliana Torrini - Me And Armini

    Emiliana Torrini ist eine Königin unter den Nordelfen: Ihr letztes Album, „Fisherman’s Woman“, war so verwunschen, wie man es sich von einer leise singenden Frau aus Island nur wünschen konnte. Doch Torrinis Zauber ist erwachsener als der der meisten Genrekolleginnen, und ihre Alben- zuerst nur in Island, dann weltweit veröffentlicht- wiesen von Anfang an viele […] mehr…

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    Simply Red - Picture Book

    Blue-eyed Soul I: Das Debüt von Simply Red erschien 1985 – und galt als veritable Sensation. Der Rotschopf Mick Hucknall brauchte nur „Money’s Too Tight (To Mention)“ zu singen, um als Schwarzer ehrenhalber akzeptiert zu werden, und „Holding Back The Years“ war noch besser und erreichte im Jahr darauf den ersten Platz der amerikanischen Charts. […] mehr…

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    Simply Red - A New Flame

    „Men And Women“ wurde bisher ausgelassen – von „A New Flame“ (1989) gibt es dagegen eine „Collector’s Edition“. Mittlerweile erkannte mancher Kritiker eine Mogelpackung, mehr Schlager-Disco als Soul, und die Songs- „It’s Only Love“, „More“, „Turn It Up“- wirkten tatsächlich formelhafter. Aber kaum weniger verführerisch. Auf DVD: ein Konzert in Manchester, 1990, wiederum eröffnet mit […] mehr…

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    The Wireless - He’s So Proud

    Eine Horde Teenager aus dem Norden Londons, produziert von Graham Hogg, was eine gewisse Affinität zu Supergrass-Pop erklärt, doch gehen The Wireless wütender zu Werke, rotznäsiger und frühreifer. Wer in Hackney aufwächst, hat gelernt, Bullshit meilenweit gegen den Wind zu wittern und um jeden Preis zu meiden. Schwarzer Humor, schwarzweißes Sleeve, weißes Vinyl. mehr…

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    Sarah McLachlan - Fumbling Towards Ecstasy

    Die Idee hätte glatt von Randy Newman stammen können: In „Suzanne“ fand dessen Ich-Erzähler im Telefonbuch Namen und Adresse einer Frau, über die er fantasiert: „Gonna run my fingers through your hair/ And love you everywhere“- und schon mal gesteht: „Now I don’t want to get too romantic/ That’s not my way…“ Ganz ähnlich erzählt […] mehr…

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    Tori Amos - Live At Montreux

    Noch vor ihrem grundstürzenden Album „Little Earthquakes“ trat Tori Amos 1991 beim Festival in Montreux auf, wohl auf eine sehr private Einladung hin- ein greller Ruf eilte ihr voraus. Die Sirene setzte sich in ihrer habituellen Art seitlich auf den Klavierschemel und begann vollkommen unaufgeregt mit den verstörenden Songs „Silent All These Years“, „Precious Things“ […] mehr…

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    Annie Mac - „In The Mix“

    Radio 1-DJ Annie Mac hat spontan einen kleinen Mix alter und neuer Faves angefertigt – und bietet das Ergebnis nun zum freien Download an. Das Tracklisting:M.I.A – Sunshowa’s (S’N’P remix) – (White Label)Mujava – Township Funk (Sinden remix) (This Is Music)Roots Manuva – Let The Spirit (Toddla T remix) (Big Dada Recordings)DJ Technics – Mr […] mehr…

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    Geese - The Plane’s Gone Dad

    Geese sind im Kern David Lazonby und Graham Bailey, die sich vor ein paar Jahren durch ein gemeinsames Musikprojekt für ein surrealistisches Theaterstück kennen lernten. Die Tatsache, daß beide eine Schwäche für allerlei Schräges und Seltsames, sowohl im visuellen als auch im musikalischen Bereich, haben- ihre erste EP veröffentlichten Geese als 6 x 3 CD-Set, […] mehr…

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    Kings Of Leon - Only By The Night

    Man wird sich über den anzunehmenden Erfolg der neuen Platte von den Kings Of Leon nicht so wundern müssen wie über den des Vorgängers. Sicher kannte man die Geschichte, hat den herrlich unpassenden Southern Rock der ersten beiden Alben genossen und das Potenzial gesehen. Aber dann gleich in die großen Arenen, noch dazu mit einer […] mehr…