Musik – Reviews

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    The Monkeys

    - „Journey To The West“

    Monkey wird angepriesen als das nächste große Projekt von Damon Albarn und Jamie Hewlett, quasi der Nachfolger des letzten Gorillaz-Albums. Und tatsächlich stammt die Musik des im Juni 2007 in Manchester uraufgeführten Theater-Spektakels von Albarn, während Hewlett die Kostüme und das Bühnenbild entworfen hat. Doch damit enden auch schon alle Vergleiche. Die Geschichte vom heiligen […] mehr…

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    Time Is On My Side – The Jerry Ragovoy Story 1953 – 2003

    Bonnie Raitt kultivierte von Anfang an die Macke während ihrer Warner Bros.-Ära, für jedes Album einen neuen Produzenten zu verpflichten. Nur nach dem Erfolg von „Home Plate“ engagierte sie nochmal denselben Paul Rothchild- mit dem Ergebnis, dass „Sweet Forgiveness“ ihre erfolgreichste LP jener Jahre wurde. Für das vierte Album hatte sie einen Veteranen engagiert, der […] mehr…

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    Liz Phair - Exile On Guyville

    Polly Jean Harvey mag den Post-Feminismus in der Rockmusik nicht allein erfunden haben, aber diesen ihren Standpunkt vertrat sie auf dem Debüt „Dry“ mit ziemlich wortgewaltigem Punk-Blues- und einen Monat vor dem Debüt von Liz Phair auf „Rid Of Me“ noch extremer mit emotional fordernden Songs, in denen sie aus ihrem Herzen keine Mördergrube machte. […] mehr…

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    Sharleen Spiteri - Melody

    Es ist schön, dass Sharleen Spiteri eine Soloplatte gemacht hat. Mit Texas will man seit einigen Alben nichts mehr zu tun haben, doch der Abschied von Spiteri ist schwergefallen. Nun ist die selbstbewusste Schottin keine Frau für musikalische Überraschungen oder künstlerische Sonderwege- den gradlinigen Hit, den Standard und das Klischee versteht sie als handwerkliches Gebot. […] mehr…

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    Rodney Crowell - Sex & Gasoline

    Nein, der Gedanke, alt zu werden, störe ihn kein bisschen, behauptet Rodney Crowell. Er wolle bloß nicht seinen Sinn für Humor verlieren: „I’m okay as long as I can laugh/ I don’t care if everything goes wrong.“ Begleitet von Doyle Bramhalls II empfindsamen Fingerpickings singt Crowell das betörende Nachtstück „The Night’s Just Right“ als eine […] mehr…

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    James Yorkston - When The Haar Rolls In

    Es ist der von der Nordsee über die Fischerdörfer am East Neuk Of Fife ziehende Nebel, den James Yorkston im Titel seines neuen Albums beschwört. Und welches Bild wäre schöner für die Musik des Schotten und seiner Begleitband The Athletes, die diesen rauen Landstrich beschwört wie keine andere, die Gezeiten, die Wetter, die Weite des […] mehr…

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    Okkervil River - „The Stand-Ins“

    Nach „The Stage Names“ die „The Stand-Ins“: Will Sheff hatte für das letzte Werk von Okkervil River so viele Lieder geschrieben, dass es jetzt Nachschub gibt. Das ist eine gute Nachricht, weil „The Stage Names“ eines der besten Alben des vergangenen Jahres war. Aufgestellt an der Grenze zwischen Americana, Songwriter-Folk und College-Rock, gelang der Band […] mehr…

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    Everlast - Love, War, And The Ghost…

    Neben dem Klassiker „Wir sind jetzt zwar zu einem Majorlabel gewechselt, aber haben die volle künstlerische Freiheit behalten“ steht ganz oben auf der Liste der Musiker-Phrasen, die man eigentlich nicht mehr hören möchte, der Satz: „Dieses Album klingt völlig anders, als alles, was ich bisher gemacht habe.“ Mit diesem bewirbt gerade zum Beispiel Erik Schrody […] mehr…

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    Son Ambulance - Someone Else’s Déjá Vu

    Angeber aus Omaha? Jedenfalls hauen Son Ambulance auf ihrem dritten Album gleich mal zwei Stücke raus, die eindeutig auf runterklappende Kinnladen aus sind. Flott geht es los, auf heißen Samba-Sohlen, immer rein in die Straßenschluchten und „A Girl In New York City“ hinterher. Kaum verschnauft und nur noch milde verblüfft tragen uns schon die süßen […] mehr…

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    Robyn Hitchcock & The Egyptians - Luminous Groove

    Unter den unbesungenen Songschreibern der 80er Jahre ist Robyn Hitchcock vielleicht der traurigste Fall. Während die Meriten der – freilich auch erfolglosen – Soft Boys niemals in Zweifel gezogen werden, galten die Egyptians, Hitchcocks zweite Band, schon den Zeitgenossen wenig. Mit Recht zählt Hitchcock sie zum damaligen Jingle-Jangle-Revival um R.E.M., die Smiths und die Go-Betweens […] mehr…

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    Sugarcubes - „The Box“

    Zwei Jahrzehnte danach wirken die absichtsvollen Ausbrüche der Björk Gudmundsdottir ebenso wunder- und gewaltsam wie damals. Die Box versammelt auf sechs CDs alle Singles der Sugarcubes von 1987 bis 1989, und man darf sagen, dass diese isländischen Knallbonbons nichts von ihrem ungelenken Zauber verloren haben. Natürlich war die Band von britischem Gitarren-Pop und Post-Punk inspiriert, […] mehr…

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    David Gilmour - Live In Gdansk

    Bei „Remember That Night“ hatte David Gilmour noch seine Beiträge für Pink Floyd neben eigenen neuen Arbeiten herausgestellt. „Live In Gdansk“ betont auf zwei CDs und zwei DVDs nur noch sein eigenes Schaffen, insbesondere die kitschigen Songs von „On An Island“. Auf dem Werftgelände von Danzig – einer pittoresken Industrieruine mit Kränen – führte Gilmour […] mehr…

  • Norah Jones - Live From Austin, Texas

    Norah Jones - Live From Austin, Texas

    Mit umgehängter Gitarre oder am Flügel, in Jeans und ärmelloser Bluse sieht Norah Jones so gut aus, dass es auf die Songs gar nicht ankommt. Die Musiker spielen geschmackvoll die edlen Roots-Pop-Derivate, die Jones hat sich für Anlass und Ort einen moderat rauchigen Country-Tonfall in die Stimme gelegt und fragt das Publikum, wie es so […] mehr…

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    Peter Licht - Melancholie Und Gesellschaft

    Seit dem legendären Indie-Mini-Hit „Sonnendeck“ – enthalten auf Peter Lichts erster, 2001 in einer Auflage von 1000 Stück gepressten Vinyl-EP „6 Lieder“- vergisst man in keiner Kritik und in keinem Text über ihn darauf hinzuweisen, dass sich der Songwriter ungern fotografieren lässt, und dass auch der Name vermutlich nur ein Pseudonym sei. Was hiermit geschehen […] mehr…

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    Eskobar - Death In Athens

    Die Schweden kehren zu gediegener Allerweltsmusik zurück Man hatte sich versöhnt mit Eskobar, als sie ihre letzte Platte nach sich selbst benannten und zur akustischen Gitarre zurückkehrten. Nicht, weil die akustische Gitarre per se alles richtet. Doch Eskobar hatten sich zwei Alben lang selbst verloren – Eskobar war der Weg nach Hause. Die Band sieht […] mehr…

  • Sheryl Crow Live Cover

    Sheryl Crow - Live

    Mit den Auftritten von Sheryl Crow ist es wie mit ihrer Musik: Man merkt zuerst gar nicht, wie kompetent sie ist, weil alles so angenehm reibungslos abläuft. Bei all der Routine dauert es ein bisschen, bis man merkt, wie viele überhaupt nicht durchschnittliche Melodien sich in diesem netten Mainstream verbergen. Der Grat zwischen dezent und […] mehr…

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    Willard Grand Conspiracy - Bear Witness

    Die Zeugenschaft führt Robert Fisher im Booklet als entscheidend an, das individuelle Erlebnis erst mache ein Konzert zu einem Ereignis. Bei seiner Willard Grant Conspiracy ereignet sich nicht viel – doch der Auftritt in der Bonner Harmonie 2004 demonstriert die Stärken des losen Band-Verbunds: Die Violine, die Keyboards, Fishers sicherer Bariton führen die feierlich-statischen Songs, […] mehr…

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    Brian Wilson - That Lucky Old Sun

    Bereits vor einem Jahr wurde „That Lucky Old Sun“, eine Auftragsarbeit für das Londoner Southbank Center, bei der Neueröffnung der renovierten RoyalFestival Hall erstmals aufgeführt und bekam durchweg gute bis euphorische Kritiken. Mit Renovierungsarbeiten kennt BrianWilson sich ja schließlich auch aus, hat er doch vor ein paar Jahren schon das unveröffentlichte „Smile“-Album der Beach Boys […] mehr…

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    Mercury Rev - Snowflake/Midnight

    Jonathan Donahue hat uns endgültig verlassen. Zumindest möchte man diesen Eindruck gewinnen, wenn man „Snowflake/Midnight“, das neue Album seiner Band Mercury Rev hört. War noch „The Secret Migration“ ein zwar mitunter schwulstiges, aber dennoch Song-orientiertes, an den entscheidenden Stellen fokussiertes Prog-Werk gewesen, so kann man sich nun gar nicht mehr vorstellen, es immer noch mit […] mehr…

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    Daniel Powter - Under The Radar

    Es ist alles gutgegangen mit Daniel Powter. Der Kanadier hatte mit seinem vor drei Jahren erschienen Major-Debüt zunächst nur in Europa Erfolg, wo das Lied „Bad Day“ allerlei Charts anführte. Dasselbe Lied sicherte dann aber doch noch den Erfolg in den USA, als es in der fünften „American Idol“-Staffel exzessiv eingesetzt wurde. Und Powter wurde […] mehr…