Musik – Reviews

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    Sarah McLachlan

    - Fumbling Towards Ecstasy

    Die Idee hätte glatt von Randy Newman stammen können: In „Suzanne“ fand dessen Ich-Erzähler im Telefonbuch Namen und Adresse einer Frau, über die er fantasiert: „Gonna run my fingers through your hair/ And love you everywhere“- und schon mal gesteht: „Now I don’t want to get too romantic/ That’s not my way…“ Ganz ähnlich erzählt […] mehr…

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    The Streets - Everything Is Borrowed

    Mike Skinner ist ein ehrlicher Kerl. Auf „The Hardest Way To Make An Easy Living“ hatte er sich der Wahrheit gestellt und nicht mehr – wie 2004 bei „A Grand Don’t Come For Free“ – über die englische Vorstadt-Jugend, sondern sein Leben mit den Reichen und Schönen gesungen. Lustig war das immer noch, vermutlich auch […] mehr…

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    Tori Amos - Live At Montreux

    Noch vor ihrem grundstürzenden Album „Little Earthquakes“ trat Tori Amos 1991 beim Festival in Montreux auf, wohl auf eine sehr private Einladung hin- ein greller Ruf eilte ihr voraus. Die Sirene setzte sich in ihrer habituellen Art seitlich auf den Klavierschemel und begann vollkommen unaufgeregt mit den verstörenden Songs „Silent All These Years“, „Precious Things“ […] mehr…

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    Annie Mac - „In The Mix“

    Radio 1-DJ Annie Mac hat spontan einen kleinen Mix alter und neuer Faves angefertigt – und bietet das Ergebnis nun zum freien Download an. Das Tracklisting:M.I.A – Sunshowa’s (S’N’P remix) – (White Label)Mujava – Township Funk (Sinden remix) (This Is Music)Roots Manuva – Let The Spirit (Toddla T remix) (Big Dada Recordings)DJ Technics – Mr […] mehr…

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    Geese - The Plane’s Gone Dad

    Geese sind im Kern David Lazonby und Graham Bailey, die sich vor ein paar Jahren durch ein gemeinsames Musikprojekt für ein surrealistisches Theaterstück kennen lernten. Die Tatsache, daß beide eine Schwäche für allerlei Schräges und Seltsames, sowohl im visuellen als auch im musikalischen Bereich, haben- ihre erste EP veröffentlichten Geese als 6 x 3 CD-Set, […] mehr…

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    Kings Of Leon - Only By The Night

    Man wird sich über den anzunehmenden Erfolg der neuen Platte von den Kings Of Leon nicht so wundern müssen wie über den des Vorgängers. Sicher kannte man die Geschichte, hat den herrlich unpassenden Southern Rock der ersten beiden Alben genossen und das Potenzial gesehen. Aber dann gleich in die großen Arenen, noch dazu mit einer […] mehr…

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    Jenny Lewis - Acid Tongue

    Für „Acid Tongue“ musste man schon dankbar sein, bevor man den ersten Ton gehört hatte. Denn bei den Aufnahmen zu diesem zweiten Soloalbum der Rilo Kiley-Sängerin Jenny Lewis entstanden auch die ersten Songs für „Momofuku“, das schließlich blitzschnell aufgenommene und veröffentlichte beste Elvis-Costello-Band-Album der letzten 22 Jahre. Auch Jenny Lewis hat für die Aufnahmen des […] mehr…

  • Tell Tale Signs: The Bootleg Series Vol. 8 Cover

    Bob Dylan - Tell Tale Signs. The Bootleg…

    Die Begeisterung, mit der bei Bob Dylan nach bisher unentdeckten künstlerischen Äußerungen gefahndet wird, kennt man sonst höchstens noch aus der Kafka-Forschung. Gründe für die Leidenschaft lassen sich viele finden. Etwa die mythische Bedeutung der „Basement Tapes“, die immer noch nicht vollständig veröffentlicht sind. Oder meisterliche Songs wie „Blind Willie McTell“, „Foot Of Pride“ oder […] mehr…

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    Richard Hawley And The Feral Cats - Rockabilly Radio

    Hawleys Beitrag zum Soundtrack von „Flick“, einem britischen Horrorstreifen über einen untoten Teddy Boy. Und wer hätte das gedacht: Der feingeistige Crooner versteht zu rocken und rollen, seine Backing Band, The Feral Cats, legt Feuer und lässt gen Ende mittels Distortion und Reverb-Overkill durchblicken, dass es ihr mitnichten darum geht, stilecht die Fifties zu belehnen. […] mehr…

  • Byrne & Eno Everything That Happens Will Happen Today Cover

    David Byrne & Brian Eno - Everything That Happens Will Happen…

    Brian Eno hatte noch diverse ungenutzte Songskizzen im Schrank, die er David Byrne nach einem gemeinsamen Abendessen gern anvertraute, auf dass dieser eine Beziehung zu den Instrumentals aufbaue. Byrne landete schließlich in einem „folk-electronic-gospel feeling“, verdichtete die Songs und schrieb Texte. Eine Reise zurück: Die überwiegende Anzahl der elf Stücke auf „Everything“ klingen wie ein […] mehr…

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    Get Well Soon - „Berlin Festival EP“

    Auch die internationalen Musik-Blogger sind sich im Falle Konstantin Groppers bereits einig: Der deutsche Conor Oberst aus dem Märchenhaus ist gefunden. Ein Wunderknabe, der Balkan und Albtraum in bisweilen ganz außerordentliche Songs übersetzt und zugleich ein Händchen für komplexe Arrangements hat. Doch auch die fünf live in Berlin aufgenommenen Songs müssen sich vor den Studioversionen […] mehr…

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    Leonard Cohen - The Collection

    Fünf Alben des Poeten in armseliger Pappe und einem Karton mit Deckel, zum Ramschpreis: „Songs Of Leonard Cohen“ (1968), „Various Positions“ (1984), „I’m Your Man“ (1988), „The Future“ (1992) und „Ten New Songs“ (2002), mit Ausnahme der müden letzten Tanztee-Session allesamt mindestens Vier-Sterne-Platten. Versteht man aber schon die Auswahl nicht, so ist es noch enigmatischer, […] mehr…

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    Elvis Presley - The Complete ’68 Comeback Special

    Der Heilige Gral, schon auf DVD bis zum letzten Bild ausgebeutet- nun auf vier CDs: erste und zweite „Sit down“- und „Stand up“-Show, zwei Proben und der ursprüngliche Album-Zusammenschnitt. 1968 waren die frühen Elvis-Songs bereits Anachronismen, die Bläser evozieren Las Vegas, „Memories“ und „If I Can Dream“ bemühen die Kraft der großen Schnulze. Elvis wusste, […] mehr…

  • Calexico - Carried To Dust

    Bekennen sich Calexico zu einem Irrtum, wenn sie auf ihrem sechsten Album wieder mit Mariachi-Bläsern spielen und viel Border-Musik ins Repertoire holen? Viele wollten im Vorgänger, „Garden Ruin“, ja eine Unsicherheit erkannt haben. Tatsächlich glückte der Versuch, das atmosphärische Drumherum wegzulassen, nur bedingt. Wie auch immer: Es ist schön, dass Calexico ihre alten Joker ziehen. […] mehr…

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    Sam Phillips - The Disappearing Act 1987-98

    Als graue Eminenz oder federführender Produzent eines Projekts hat T-Bone Burnett so manche Karriere erfolgreich anschieben können. Bei der von Sam Phillips gelang ihm das vielen brillanten Einfällen zum Trotz nur sehr bedingt. „Bikinis & Martinis“ schaffte es 1994 als einzige- Platz 184!- in die LP-Hitparade und wurde auch für einen Grammy nominiert. Aber selbst […] mehr…

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    Southside Johnny & The Asbury Jukes - Fever – The Anthology 1976-91

    Sein unlängst veröffentlichter Tom-Waits-Tribute „Grapefruit Moon“ ist ein für seine Verhältnisse so absolut untypisches Projekt, dass sich mancher zu Recht fragen wird, wer dieser Southside Johnny ist, was er vorher so alles angestellt hat und ob sich die Beschäftigung damit möglicherweise lohnt. Denn die nach langer Schaffenspause in den letzten Jahren auf dem eigenen Leroy-Label […] mehr…

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    Jonathan Richman - Because Her Beauty Is Wild…

    Es hat durchaus etwas Tröstliches, dass die Zeit selbst vor Jonathan Richman nicht halt gemacht hat. „We’ve been having fun all these yesteryears“, singt er jetzt mit auch schon 57 und sanfter Wehmut, „all the things we’ve been waiting for have already passed and gone by.“ Doch die Jahre sollen ja auch ein paar Vorteile […] mehr…

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    The Monkeys - „Journey To The West“

    Monkey wird angepriesen als das nächste große Projekt von Damon Albarn und Jamie Hewlett, quasi der Nachfolger des letzten Gorillaz-Albums. Und tatsächlich stammt die Musik des im Juni 2007 in Manchester uraufgeführten Theater-Spektakels von Albarn, während Hewlett die Kostüme und das Bühnenbild entworfen hat. Doch damit enden auch schon alle Vergleiche. Die Geschichte vom heiligen […] mehr…

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    Time Is On My Side – The Jerry Ragovoy Story 1953 – 2003

    Bonnie Raitt kultivierte von Anfang an die Macke während ihrer Warner Bros.-Ära, für jedes Album einen neuen Produzenten zu verpflichten. Nur nach dem Erfolg von „Home Plate“ engagierte sie nochmal denselben Paul Rothchild- mit dem Ergebnis, dass „Sweet Forgiveness“ ihre erfolgreichste LP jener Jahre wurde. Für das vierte Album hatte sie einen Veteranen engagiert, der […] mehr…

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    Liz Phair - Exile On Guyville

    Polly Jean Harvey mag den Post-Feminismus in der Rockmusik nicht allein erfunden haben, aber diesen ihren Standpunkt vertrat sie auf dem Debüt „Dry“ mit ziemlich wortgewaltigem Punk-Blues- und einen Monat vor dem Debüt von Liz Phair auf „Rid Of Me“ noch extremer mit emotional fordernden Songs, in denen sie aus ihrem Herzen keine Mördergrube machte. […] mehr…