Musik – Reviews

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    The Troubadours

    - „(I’m Not) Superstitious“

    Die zweite Single des Quartetts aus der Nähe von Liverpool, Harmonie-seliger noch als die erste und ebenso Melodie-stark. Nie zuckrig, eher herb ist dieser Folk-Beat, vorwärts orientiert, aber nicht burschikos. Und vom Sound her keiner speziellen Dekade zuzuordnen. Wobei der Satzgesang seine Mid-Sixties-Verankerung ebenso wenig verleugnen kann wie die Songgerüste ihre Eighties-Statik. The Hollies meet […] mehr…

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    thecocknbullkid - „On My Own“

    Das englische Plan B Magazine beschreibt die Musik von Anita Blay a.k.a. thecocknbullkid folgendermaßen: „If Morrissey had a child with Neneh Cherry this is how she’d sound like“. Das trifft es natürlich nur sehr bedingt, wird doch zu gerne der Morrissey-Vergleich herausgekramt, so bald einem Songwriter mehr als zwei kluge Zeilen für einen Popsong einfallen. […] mehr…

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    Amy Winehouse - The Ska EP

    Schwer limitierte 7“, auf der sich dienach wie vor in schwerem Trubel befindliche Amy Winehouse an vier Cover-Versionen versucht. Überwiegend grauenvoll hören sich die drei Songs der Specials an: „Monkey Man“ könnte zu Folterzwecken mißbraucht werden, „Hey Little Rich Girl“ und „You’re Wondering Now“ sind auch nicht viel besser. Deutlich gelungener: Sam Cookes „Cupid“. Aber […] mehr…

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    Walter Becker - Circus Money

    Hier perlen die Gitarren-Licks, wehen die Keyboards wie eine Sommerbrise, klappert edel das Schlagzeug, klingen die Chor-Sängerinnen wie Top-Models, schnalzt lässig der Bass. Mehr noch als Donald Fagen inszeniert Walter Becker das luxurierende Leben – um dann, in seinen Texten, ohne Bedauern bei dessen Zerfall zuzusehen. Fagen produzierte 1994 Beckers erste Platte, „11 Tracks Of […] mehr…

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    Sigur Rós - Með suð í eyrum við…

    Ins Englische übersetzt bedeutet der für Festlandeuropäer unaussprechliche Albumtitel angeblich so viel wie „With A Buzz In Our Ears We Play Endlessly“ – und vor endlos im Ohr summenden Stücken mag mancher erst mal zurückschrecken. Aber keine Sorge: Der Tinnitus bleibt nach dem Genuss von „Me su í eyrum vi spilum endalaust“, dem fünften Studiowerk […] mehr…

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    Gravenhurst - „Nightwatchman’s Blues“

    Eine Formation aus Bristol, gegenwärtig als Trio unterwegs, die schon auf ein rundes Dutzend Releases verweisen kann, freilich vorwiegend von der Sorte, die Materialschwächen hinter Distortion und experimentellem Nebel zu verstecken sucht. Nicht auf den vier Tracks dieser Doppel-7″, deren wunderbar somnambuler Folk mit geisterhafter Orgel und fahlem Twang operiert und nur auf „Farewell, Farewell“ […] mehr…

  • Schnabel Lou Reed Berlin Cover

    Julian Schnabel - Lou Reed’s Berlin

    „It was very nice/ Oh honey, it was paradise“: Der Song-Zyklus „Berlin“ blieb 1973 und fürderhin unverstanden, denn es geht ja gar nicht um Berlin, sondern um „die zornigen Schwestern der Liebe“, wie es hier im Vorspann so schön heißt – Eifersucht, Begehren und so. Lou Reed selbst ist natürlich der größte Fan dieser Arbeit […] mehr…

  • Beck - Modern Guilt

    Die Rolle des Produzenten in der Popmusik wird oft hemmungslos überschätzt. Manche Bands reden von ihren künstlerischen Betreuern bisweilen so, als handele es sich um Schamanen, die es ihnen ermöglichen, „über sich selbst hinauszuwachsen“ – um nur eine der beliebtesten Phrasen zu zitieren. Selten lassen sich solche Schwärmereien nachvollziehen, denn so vieles ist einfach nur […] mehr…

  • Billy Joel - The Stranger

    Billy Joel – The Stranger (Legacy Edition)

    Im Sommer des Jahres 1977 nahm der Songschreiber Billy Joel binnen drei Wochen ein Album auf. Im Spätherbst des Jahres 1977 war er ein Superstar. Zuvor hatte er in Bands wie Attila gespielt, als Bar-Pianist gearbeitet, dann vier Platten veröffentlicht; er war von New York nach Los Angeles und zurück gezogen und hatte George Martin […] mehr…

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    Randy Newman - Harps And Angels

    Am Anfang hört man schweres Atmen, ja Schnaufen, und dann ertönen der vertraute Ragtime-Shuffle am Piano, die bekannte kehlige Stimme, eine Wurlitzer-Orgel, ein Frauenchor: „Harps And Angels“. Randy Newman erblickt – beinahe! – das Paradies: „I caught something that made me so sick/ That I thought I would die/ And I almost did, too.“ Es […] mehr…

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    One Happy Island - „Temporary Tattoo“

    Etwas aufgeräumter geht es bei den WeePop!-Labelmates von One Happy Island zu. Jangle-Pop mit Zirkuströte, mehrstimmigem Gesang und gehaltvoller Melodieführung. Der Abendduft eines verlorenen Sommertages mit der Hoffnung auf morgen. (Download) mehr…

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    The Just Joans - „Hey Boy, You’re oh So…

    WeePop!, die dritte: The Just Joans aus Glasgow, seit 1997 unterwegs, erfreuen auch hier wieder „with their scottish drawl over a country-tinged sprawl of clever indiepop compositions“. Gemahnend an Spearmint,Dan Hicks und den alten Muffelkopf Mark E. Smith. (Download) mehr…

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    Summer Cats - „Burn Toast“

    Was wären wir ohne Lieblichkeitspop von gut frisierten Hipstern? Die Summer Cats aus Melbourne klingen bisweilen, als hätten The Cure heimliche Twee-Wurzeln und zudem reichlich Hummeln im Hemd. Der Sänger ist ein emphatischer Milchbubi mit Groove, im Hintergrund ruft ein Mädchen immer „Hey“ und klatscht rege in die Hände. Keine zwei Minuten, aber geliefert wird […] mehr…

  • She & Him - Volume One

    She & Him - Volume One

    Es soll ja Schauspielerinnen geben, die kommen zur ersten Platte wie die Jungfrau zum Kind. Huch! Ein Mikrofon! Und dann gibt es zumindest eine Schauspielerin, die ging — um im Bild zu bleiben — erst mal ziemlich lange schwanger mit ihren Songs und ihrer Stimme, bis sie dann doch noch über einen Geburtshelfer stolperte. Naheliegenderweise […] mehr…

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    The Wedding Present - El Rey

    David Gedges gefährliche Liebschaften in Amerika mehr…

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    Mötley Crüe - Saints Of Los Angeles

    Die Sache mit den Heiligen ist natürlich ein Witz, denn beim neunten Crüe-Album (dem ersten in Originalbesetzung seit 1997) geht es erwartungsgemäß um Sex, Drogen und Party. Auch Tod, Dreck und Kater, aber das nur am Rande. Keine Band hat in den 80er Jahren auf dem Sunset Strip so gewütet wie Mötley Crüe, und da […] mehr…

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    Nas - Untitled

    Eigentlich hätte das neunte Album von Nasir Jones „Nigger“ heißen sollen, doch das war allen Beteiligten dann doch zu kontrovers. Immerhin gibt es jetzt einen Track, der „NI**ER“ heißt und den Untertitel „The Slave And The Master“ trägt. Musikalisch und textlich ist „Untitled“ wieder exzellent: Hier hat einer etwas zu sagen, und er tut es […] mehr…

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    Conor Oberst - Conor Oberst

    Life is a journey, not a destination“, sagte der Philosoph Steven Tyler. Conor Oberst lebt danach, und wenn einer eine Reise tut, hat er bekanntlich viel zu erzählen. Es beginnt in „Cape Canaveral“ und geht weiter mit einem klassischen Aussteiger-Traum: nach Sausalito ziehen, sich auf einem Hausboot vom Ozean schaukeln lassen – „there’s no sorrow […] mehr…

  • The Verve Mover Cover

    The Verve – Mover

    Die alten Fans werden sich vermutlich enttäuscht abwenden, sollte sich das kommende The Verve-Album „Forth“ so anhören wie dieser Exklusiv-Download. Denn „Mover“ ist leider gar keine eingängige Hymne zum sanften Dahinraffen mit dem Partnerfrosch. Stattdessen war Richard Ashcroft offenbar mit Noel Gallagher in einer Pinte und hat sich inspirieren lassen. Der mit einem gehörigen Antrieb […] mehr…

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    Sweet Trip - „Chamber Music“

    Es ist ein ambitioniertes Projekt, das sich die Macher von Fire Records da aufgebürdet haben: die Vertonung von James Joyces Gedichtband „Chamber Music“. Der hatte sein Werk so beschrieben: „It is not a book of love-verses at all, I perceive. But some of them are pretty enough to be put to music. I hope someone […] mehr…