Musik – Reviews

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    Mercury Rev

    - Snowflake/Midnight

    Jonathan Donahue hat uns endgültig verlassen. Zumindest möchte man diesen Eindruck gewinnen, wenn man „Snowflake/Midnight“, das neue Album seiner Band Mercury Rev hört. War noch „The Secret Migration“ ein zwar mitunter schwulstiges, aber dennoch Song-orientiertes, an den entscheidenden Stellen fokussiertes Prog-Werk gewesen, so kann man sich nun gar nicht mehr vorstellen, es immer noch mit […] mehr…

  • Sheryl Crow Live Cover

    Sheryl Crow - Live

    Mit den Auftritten von Sheryl Crow ist es wie mit ihrer Musik: Man merkt zuerst gar nicht, wie kompetent sie ist, weil alles so angenehm reibungslos abläuft. Bei all der Routine dauert es ein bisschen, bis man merkt, wie viele überhaupt nicht durchschnittliche Melodien sich in diesem netten Mainstream verbergen. Der Grat zwischen dezent und […] mehr…

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    Daniel Powter - Under The Radar

    Es ist alles gutgegangen mit Daniel Powter. Der Kanadier hatte mit seinem vor drei Jahren erschienen Major-Debüt zunächst nur in Europa Erfolg, wo das Lied „Bad Day“ allerlei Charts anführte. Dasselbe Lied sicherte dann aber doch noch den Erfolg in den USA, als es in der fünften „American Idol“-Staffel exzessiv eingesetzt wurde. Und Powter wurde […] mehr…

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    Willard Grand Conspiracy - Bear Witness

    Die Zeugenschaft führt Robert Fisher im Booklet als entscheidend an, das individuelle Erlebnis erst mache ein Konzert zu einem Ereignis. Bei seiner Willard Grant Conspiracy ereignet sich nicht viel – doch der Auftritt in der Bonner Harmonie 2004 demonstriert die Stärken des losen Band-Verbunds: Die Violine, die Keyboards, Fishers sicherer Bariton führen die feierlich-statischen Songs, […] mehr…

  • Elton John - Elton John

    Elton John - Elton John (Deluxe Edition)

    Nur mal zur Erinnerung: 1970 veröffentlichte Neil Young „After The Gold Rush“, Van Morrison „Moondance“, James Taylor „Sweet Baby James“ und Randy Newman „12 Songs“. Joni Mitchell konsolidierte ihren Ruhm als grenzenlos talentierte Kollegin mit „Ladies Of The Canyon“. Bob Dylan rehabilitierte sich nach „Self Portrait“ mit „New Morning“. Mit neuen, ziemlich erfolgreichen Song-Kollektionen konnten […] mehr…

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    The Adicts - „Songs Of Praise“

    Als 1981 „Songs Of Praise“ in die Plattenläden kam, war Punk längst gescheitert. Es gab damals Wichtigeres zu tun, als sich eine Lederjacke anzuziehen, die Haare grün zu färben und schnellstmöglich drei Akkorde auf der Gitarre zu schrubben: Die Specials standen 1981 mit ihrem Regime-kritischen „Ghost Town“ drei Wochen lang an der Spitze der englischen […] mehr…

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    Portugal. The Man - Censored Colors

    Chöre können einen in der Pop-Musik ganz schön fertig machen, besonders seit Bands wie Beirut, Grizzly Bear oder die Fleet Foxes einige ergreifende Gesangsparts der Mehrstimmigkeit überließen. Portugal. The Man haben das auf ihren beiden früheren Alben ebenfalls schon ausprobiert, so erschütternd wie auf „Censored Colors“ allerdings noch nie, etwa wenn die Mannen um Sänger […] mehr…

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    Dandy Warhols - Earth To The Dandy Warhols

    Nachdem sie bereits das Leben der Bohème („Thirteen Tales From Urban Bohemia“) erkundet und sich im Affenkäfig („Welcome To The Monkey House“) amüsiert haben, waren die Dandy Warhols zuletzt bei einem Ausflug auf den Mars gesichtet worden („Odditorium Or Warlords Of Mars“). Nun, drei Jahre später, irren sie immer noch schwerelos durchs Weltall, trudeln auf […] mehr…

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    The Rascals - Rascalize

    Das Interessanteste am Debüt der britischen Band The Rascals: Man kann sich jetzt ein Bild machen, wer Alex Turners Partner bei den Last Shadow Puppets ist. Miles Kanes Beitrag kann freilich nur darin bestanden haben, Turner zum richtigen Zeitpunkt mit den frühen Alben Scott Walkers vertraut gemacht zu haben, denn Eigenes hat Kane kaum zu […] mehr…

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    Lykke Li - Youth Novels

    Wie man hört, hat sich Lykke Li Madonna zum Vorbild für die eigene Karriere genommen. Deren anfängliche DIY-Attitüde kann man in den verspielten, naiv-lasziven, aber eben doch geschäftstüchtigen Liedern der 22-jährigen Schwedin wohl wirklich erkennen. Der strenge Eighties-Beat von „I’m Good, I’m Gone“, der kantige Synthie-Groove von „Complaint Compartment“, der nur vermeintlich niedliche Spieluhrenpop von […] mehr…

  • The Verve Forth Cover

    The Verve - Forth

    Wenn sich Richard Ashcroft nicht gerade durch den „Bittersweet Symphony“-Videoclip rempelte, wirkte er immer schon wie einer, der in einem Zustand zwischen Schlafen und Wachen gefangen wäre. Wenn er jetzt zu der absteigenden Klaviermelodie in „I See Houses“ singt „I get this feeling that I’ve been here before“ und wunderbar antriebsarm durch den Song torkelt, […] mehr…

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    Dirty Pretty Things - Romance At Short Notice

    Rufus Wainwright war letztes Jahr „so tired of America“, dass Carl Barât ihm heute wohl raten würde, ins Vereinte Königreich zu ziehen, denn „Tired Of England“ behauptet entgegen dem Titel der Single ironisch eher das Gegenteil: „We’ll never be tired of England / United in rain in the cities / To channel the pain and […] mehr…

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    Giant Sands - proVisions

    Giant Sand sei „eine Stimmung“ sagt der Mann, der Giant Sand ist. Wo Howe Gelb dann in Stimmung kommt, ist…egal? Letztens hatte es ihn in den kanadischen Schnee getrieben, wo er mit einem Gospel-Chor „Sno‘ Angel Like You“ heimholte, sein bestes Album seit einer gefühlten kleinen Ewigkeit. Firmierte freilich unter Gelb, nicht Giant Sand. Deren […] mehr…

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    MIA. - Willkommen Im Club

    Was geht, Muschikatz? Laut der extrovertierten Sängerin Mieze sicher so einiges, denn der Titel des neuen MIA.-Albums ist auch programmatisch zu lesen. „Willkommen im Club“ lädt zur rhythmischen Körperertüchtigung ein, in eine Disco, in der sich nicht nur Moleküle bewegen oder Herzen tanzen. Da überrascht es nicht wenig, dass auf dem vierten Studiowerk der Berliner […] mehr…

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    Jaguar Love - Take Me To The Sea

    Durch eine absonderlich-bizarre Welt zerrt einen dieses Trio. Da verwandeln sich Menschen in Wolkenkratzer, Engel mit Fledermausflügeln flattern über den Pazifik, Sinfonien erblinden in der Wüste, während Liebende die Geräusche einsammeln, die Taxis machen, wenn diese in Häuser krachen. Leicht fällt es einem da nicht, mit den beiden ehemaligen Blood Brothers Johnny Whitney (Gesang, Klavier) […] mehr…

  • James Brown - Live At The Apollo

    James Brown – Live At The Apollo

    Die extravaganteste und explosivste, kurzum die schärfste Show des musikalischen Kosmos auf Tape zu bannen, muss Engineer Tom Nola eine Menge Kopfzerbrechen gemacht haben. Er löste das Problem mit acht Mikrofonen, die Hälfte davon über der Bühne des Apollo in Harlem hängend, und mittels einer Bandmaschine, die „state of the art“ war, wie er später […] mehr…

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    Fairplay Convention - Liege & Lief

    Die musikalische Bedeutung von Fairports vierter LP, ihrer zweiten des Jahres 1969, lässt sich unmöglich überschätzen. „Liege & Lief“ legte das Fundament für die Rockwerdung des britischen Trad-Folk, mithilfe kühner Arrangements und einer Instrumentation, die mit innovativ nur unzureichend beschrieben ist. Wie sich Dave Swarbricks Fiddle und Richard Thompsons Gitarre aneinander rieben, funkensprühend und frivol, […] mehr…

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    John Phillips - „John, The Wolfking Of L.A.“

    Mit den Mamas& Papas hatte Phillips nicht schlecht verdient, mit „San Francisco“ ein Vermögen gemacht, und so konnte er sich ein Solo-Album leisten, ohne auf Recording-Budgets oder Deadlines achten zu müssen. „Phillips‘ Folly“ nannte man die Sessions unter missgünstigen Kollegen. James Burton, Hal Blaine, Joe Osborn, Larry Knechtel, Buddy Emmons und Red Rhodes wurden verpflichtet, […] mehr…

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    Van Morrison - Tupelo Honey

    Van The Mans „Goats Head Soup“, will sagen: an und für sich exzellent, aber nach „Astral Weeks“, „Moondance“ und „His Band And The Street Choir“ nichts, worüber man in Begeisterung ausbrechen mochte. Es war ein Statement der Zufriedenheit, beseelt von ländlicher Idylle in Südstaaten-Art, vom Cover-Foto bis zum warm-organischen Mix der Musik, die fast ohne […] mehr…

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    David Bowie - Live Santa Monica ’72

    Bowies bestes Bootleg nun endlich auch regulär, als Doppel-LP, mit Poster und – eine wirklich hübsche Idee – individuell nummeriert auf einem Replika-Ticket der legendären Show. Für Bowie-Fans natürlich unverzichtbar, aber auch dann von größtem Interesse, wenn man ein Live-Dokument der Ziggy-Zeit besitzen möchte, das dem damals offiziellen „David Live“ überlegen ist. Schon weil Bowie […] mehr…