Musik – Reviews

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    Spiritualized

    - Songs In A&E

    Nicht in die Irre führen lassen: Der Titel des neuen Werkes von Jason Pierce bezieht sich in nicht in erster Linie auf Tonarten. „A&E“ steht vielmehr für Accident & Emergency, mithin die Notfallstation eines Krankenhauses. In ein solches wurde Pierce vor drei Jahren mit einer doppelseitigen Lungenentzündung eingeliefert. Eine Sache auf Leben und Tod. Einige […] mehr…

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    I Am Kloot - Play Moulah Rouge

    Wenn die Dunkelheit hereinbricht und die Lichter der Großstadt erstrahlen, beginnen dieses Album und sein Erzähler Johnny Bramwell ihren Nachtflug. Mal beobachten sie einen Mann, der sich im Bett hin- und herwälzt und Angst hat, ins Nichts der Unendlichkeit zu stürzen. Mal belauern sie Liebende, die sich auf dem Jahrmarkt treffen, mal jene, die in […] mehr…

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    Melvins - Nude With Boots

    Auf ihrem 2000er Album „The Crybaby“ spielten die Melvins eine knochentrockene und absolut werkgetreue Coverversion von „Smells Like Teen Spirit“. Jedes Riff, jeder Beat war da – selbst das legendäre Gitarren-Heulen, das den Refrain einläutet. Auch der Sänger machte seine Sache gut und sang fast so verzweifelt wie Cobain. Es war aber Leif Garrett, Teenie-Star […] mehr…

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    West End Girls ft. Magnus Carlson - What Have I Done To…

    Bubblegum-Electro von Isabelle und Emmeli Erkendal unter aktiver Mittäterschaft von Weeping Willow-Crooner Magnus Carlson. Die West End Girls nehmen sich- wie der Name schon vermuten lässt- mit Vorliebe die Pet Shop Boys vor und verniedlichen deren Songs auf augenklimpernde Weise. Das kann bisweilenunerträglich sein, aber der erfahrene Carlson rettet die schmollmündigen Mädchen vor dem Absturz […] mehr…

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    Pelle Carlberg - „1983 (Pelle & Sebastian)“

    Ein Mann voller Referenzen, zumindest wenn es um Songtitel geht: Pelle Carlbergs kommende Platte wird „The Lilac Time“ heißen, während die erste Single mit“1983 (Pelle & Sebastian)“ betitelt ist. Kommt vom Klang her insgesamt auch halbwegs hin, aber natürlich bleiben die Songwriter-Künste der Herren Murdoch und Duffy für Carlberg dann doch unerreichbar. (Download) mehr…

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    Johnny Flynn - Tickle Me Pink

    The Sussex Wit nennt Flynn seine Band selbstironisch, und auch diese Neuaufnahme eines Frühwerks lebt von fröhlich sarkastelnder, draufgängerischer Schmutz-unter-den-Fingernägeln-Bärbeißigkeit. Noch gelungener ist die Flipside „Old Tricks“, musikalisch etwas elaborierter auch, aber ebenso wenig berechnend. Flynn kennt Blues, lebt Folk und liebt John Fahey. Und ist erst Mitte 20. Gibt Anlass zur Hoffnung. mehr…

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    Mr. David Viner - „Go Home“

    Eine Ode an John Fahey hat auch dieser junge Mann bereits verfasst, sowie eine an The Clash. Seine letzte Single verbeugte sich vor Mississippi John Hurt, diese ist purer Folk-Pop, melodisch inspiriert von Leonard Cohen, geadelt von Jaymays Harmonies und wunderbar leicht und luftig produziert von Ed Harcourt. Auf herbe Art wunderschön. (Ambiguous) mehr…

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    Young Knives - „Turn Tail“

    Im Original auf der letzten LP lebte dieser Song noch auf großen Füßen, unterlegt mit noch größerem Orchester. Für diese fulminante, Folk-reduzierte 7″-Version bemühte das Trio nicht einmal ein Recording Studio, sondern schnitt die Live-Performance direkt vom Mikro auf Vinyl. LoFi, listig und lustvoll. Den faszinierenden, fast vergessenen Fertigungsprozess dokumentieren zahlreiche Fotos auf dem Sleeve. […] mehr…

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    The Accidental - „I Can Hear Your Voice“

    Nicht so dunkel verhangen wie die letzte 45 „Wolves“, setzt „I Can Hear Your Voice“ auf organische Akustik und auf den ruhig-gefassten Bariton von Sam Genders. Der hatte unlängst noch Laptop-Folktronica mit Tunng fabriziert, nun profitiert er von warmen Klangkörpern aus Holz. (Full Time Hobby) Wolfgang Doebeling mehr…

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    Adventure Kid - The Safety Dance

    Ein Beitrag aus der niemals enden wollenden Serie „Wir covern alte Kracher aus alter Zeit“: Adventure Kid mischt den einzigen Hit von Men Without Hats elektrisch auf und kann dem Original dabei nichts hinzufügen. War wohl auch nicht so gedacht: Für ein Elektro-Clash-Tapeaber allemal zu gebrauchen. (Download) mehr…

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    Friday Bridge - Eyes Without A Face

    Ein Hauchmädchen versucht sich an Billy Idols „Eyes Without A Face“ mit mittelprächtigem Erfolg. Hätte aus einem Talent-Wettbewerb zum Film „La Boum“ stammen können, ist aber schlussendlichgar nicht so schlimmer Unschulds-Bubblegum-Pop. Und die Sängerin ist bestimmt auch noch hübsch. (Download) mehr…

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    Ossian Ekenger - Sunset Shell

    Ein Schwede auf den verworrenen Spuren von Jens Lekman (Gesang, Spieltrieb), Magnetic Fields (Musik) und anderen Home-Recording-Düstermännern (Aura). Und interessant genug, um den Mann genau im Auge zu behalten. (Download via Swedesplease) mehr…

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    The Electric Soft Parade - Jealousy

    Bittersüßes Cover des alten Pet Shop Boys-Tearjerkers. Orchestral-versponnen, der Gesang stammt aus einem verlassenen See an einem Samstagabend und klingt, als wäre das alles nur ein Nachhall auf eine längst verlorene Schlacht. (Download) mehr…

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    STS9 - Shock Doctrine

    Das epische Instrumental ist mitnichten ein Gruß an Naomi Klein, sondern bewegt sich irgendwo zwischen Jean-Michel Jarre, Kraftwerk, ausgebüxten Gespenstern und dem Ambiente einer Las Vegas Zaubershow. Mit anderen Worten: hochinteressant. (Download) mehr…

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    Richard Walters & Faultine - Be My Wife

    Mitte Juli erscheint die Compilation „Life Beyond Mars: Bowie Covered“, auf der sich überwiegend im weiten Bereich des Elektro angestammte Künstler des Materials des scharfkantigen Meisters annehmen. Wie auch Richard Walters & Faultine, die Bowies großgestiges „Be My Wife“ in einen reduzierten Nachhall im Geiste von „Kid A“ umwandeln. (Download) mehr…

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    The Tartans - Cats Of Camerford

    Die Indie-Polizei dürfte kein belastendes Material bei den Indie-Halb-Hipsters aus Los Angeles finden, deren neue Single „Cats Of Camerford“ wieder einer dieser zugreifenden Songs im strahlenden Geiste von Orange Juice ist. Schlaffe Münder, Gesang hinter der Milchglasscheibe, halbfroher Jangle-Pop, Nichtfrisuren. Also ganz reizend. (Download) mehr…

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    Lissi Dancefloor Disaster - Copyriot (Share This Song)

    Ein netzpolitischer Song, der sich für Filesharing ausspricht und ansonsten über einen schön pluckernden Beat verfügt. Als wären Depeche Mode dem genialischen Händen von Adrian Sherwood mal wieder in die Hände gefallen. (Download) mehr…

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    The Hold Steady - Stay Positive

    Wie soll man einem Album widerstehen, das so beginnt? „Me and my friends are like/ The drums on ‚Lust For Life’/ We pound it out on floor toms/ Our psalms are sing-along songs.“ Whisky-Cola ohne Eis trinken, einen Toast auf Joe Strummer aussprechen. Am Wasserturm rumhängen, auf Liebe und Vertrauen anstoßen, sich die Kante geben. […] mehr…

  • Coldplay - Viva La Vida Or Death And All His Friends

    Coldplay – Viva La Vida Or Death And All His Friends

    Ein leichteres Ziel ist schwer vorstellbar. Geben Coldplay doch stets mit rührender Zuverlässigkeit Vorlagen, die kaum der Verwandlung lohnten: Unter anderem gehörte während der Aufnahmen ein Hypnotiseur zu den regelmäßigen Gästen. Für den Spott braucht Chris Martin also nicht zu sorgen, für gute Musik hingegen schon: Der überproduzierte Bombast des Vorgängers „X&Y“ hat diesbezüglich eine […] mehr…

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    Elvis Costello - Momofuku

    Die „richtige“ Version dieses Albums sei auf zwei Stücke schwarzes Plastik gepresst, schreibt Elvis Costello auf seiner Website. „Momofuku“ erschien daher zunächst nur auf Doppelvinyl (inkl. Downloadco­de). Die gut 47 Minuten hätten zwar auch auf eine einzelne Platte gepasst, aber der Künstler wollte maximale Soundqualität. So mutet die schöne Idee, mit einer klassischen LP-Veröffentlichung noch […] mehr…