Musik – Reviews

  • Shakira

    Shakira

    Oral Fixation Vol. 2
    03. Januar 2006

    Sehr, sehr schade, daß die Platte nicht gut ist. Es wäre die phantastische Gelegenheit gewesen, diese Frau überschwenglich in Schutz zu nehmen gegen die naheliegenden Verwechslungen: die Verwechslung mit HIPHOP von lüreen Ziemer Ballermann-Latina Jennifer Lopez, die Verwechslung mit der verzweifelt den Schwitzbauch zeigenden Christina Aguilera, die Verwechslung mit allen singenden Nachrichtensprecherinnen aus Satellitenschüssel-Staaten. Shakira […]

  • Ups..

    Xavier Naidoo

    Telegramm für X
    03. Januar 2006

    Eine Lobpreisung des Moments, leider zu antiseptisch produziert

  • Warren G

    Warren G

    In The Mid-Nite Hour
    03. Januar 2006

    Es hätte schlimmer kommen können. Der alte Westcoast-Nuschler Warren G hat sein fünftes Album aufgenommen, und es schaukelt fast wieder so entspannt wie das Debüt „Regulate“. Selbstverständlich ist das nicht. Letztes Jahr aktivierte Dr. Dres Halbbruder noch einmal 213, seine Teenager-Band mit Snoop Dog und Nate Dogg. Die Verkäufe des Albums hielten sich in Grenzen, […]

  • Juelz Santana Whats The Game's Been Missing Cover

    Juelz Santana

    What The Game’s Been Missing
    03. Januar 2006

    Keine Verwandtschaft mit dem Gitarristen, auch kein „Samba Pa Ti“: Das zweite Album des Rappers Juelz Santana ist nicht entspannt tänzelnd, sondern brodelnd, hektisch und wild. Hysterische Musik für wortverliebte Teenager, gewalttätige Proleten und Menschen, die sich sowas aus rein ästhetischen Gründen antun. Hier wird nicht lange reflektiert, hier wird gemacht: Der Killerbaß von „Make […]

  • Calla

    Calla

    Collisions
    03. Januar 2006

    „Wird im Gegensatz zu den meisten anderen Blütenpflanzen durch Schnecken bestäubt“, weiß Wikipedia zur Calla, vulgo: Drachenwurz, zu berichten. Und: „Bei Aufnahme größerer Mengen kommt es zu Durchfall und Lähmungen des zentralen Nervensystems.“ Tatsächlich bezieht der komprimierte Sound des Trios aus New York seine Wirksamkeit vor allem aus der Abwesenheit von Geschwindigkeit und Vorwärtsdrang. Wie […]

  • Ups..

    James McMurtry

    Childish Things
    03. Januar 2006

    Es muß diese Stimme sein. Diese monotone, wenig modulationsfähige, ungnädig leiernde Stimme. Sie ist vermutlich sein größter Feind auf dem Weg zu einem größeren Publikum. Aber sie ist auch auf seinem siebten Studio-Album das wichtigste Instrument des Texaners geblieben. Denn wie James McMurtry singt, erzwingt erst recht den Blick auf das, was er singt. Das […]

  • Home Of The Lame

    Home Of The Lame

    Here Of All Places
    03. Januar 2006

    Hinter Home Of The Lame steckt ein Mann namens Felix Gebhard, der hier Gitarre spielt und singt. Schön und karg trauernde Lieder sind das, und der Schwede durfte sie schon im Vorprogramm von Tomte und Walter Schreifels singen. Auf der ersten Platte kommen zum Lied außer der Gitarre dezente Trommeln, Rhodes-Pianos und sonst kaum was, […]

  • Blackmail

    Blackmail

    Aerial View
    03. Januar 2006

    Blackmail bei City Slang und also wieder zurück im Indie-Lager, das kommt einem richtig vor. Das Berliner Label hat in der Vergangenheit ja immer mal Bands zu deren jeweiligen Karrierehöhepunkten beflügeln können, und auch bei Blackmail schien die Zeit reif für den großen Moment im eigenen Schaffen. Der ist jetzt da. Mit „Aerial View“ machen […]

  • Clap Your Hands Say Yeah

    Clap Your Hands Say Yeah

    Clap Your Hands Say Yeah
    03. Januar 2006

    Das einzig Widerständige an dieser Band ist ihr Name. Schon das erste Clap Your Hands Say Yeah-Album gehört? Ja – äh ich meine, nein. Der Rest ist Zeitgeist. The Arcade Fire in quietschfidel, Neutral Milk Hotel im Windkanal, die Talking Heads mit Bart. Anders gesagt: Diese Band aus Williamsburg, Brooklyn woher auch sonst ist unwiderstehlich. […]

  • Ups..

    Christian Kjellvander

    Faya
    03. Januar 2006

    „I spent the past five years thinking and the last five hours drinking“. Für einen Moment stellt man sich vor, Dwight Yoakam würde diese Eröffnungssentenz kredenzen, und Vorfreude würde keimen auf einen dieser existentialistischen Barhocker-Songs, die einen lachend überkippen lassen, wahlweise nach vorn oder hinten. Aber natürlich singt hier Christian Kjellvander diese Zeilen, zum Auftakt […]

  • The Strokes

    The Strokes

    First Impressions Of Earth
    03. Januar 2006

    Am coolsten sind immer noch die, die früh gestorben sind. Vor vier Jahren wurden die Strokes aus New York mit empörender Selbstverständlichkeit die Kings der Welt, weil sie – auch im übertragenen Sinn – an den jeweils richtigen Stellen wuschlig und mager waren. Sie sind immer noch da, und bizarrerweise ist das ihr größtes Pech, […]

  • Ray Charles - The Complete Atlantic Recordings 1952-59

    Ray Charles

    The Complete Atlantic Recordings 1952-59
    03. Dezember 2005

    Die frühen Jahre des genialischen, nicht immer meisterlichen Pianisten

  • Suzanne Vega - Live At Montreux

    Suzanne Vega

    Live At Montreux
    03. Dezember 2005

    im letzten Jahr spielte sie mit einem präzisen Trio beim Festival in Montreux und entfaltete den nicht gealterten Zauber von „Gypsy“, „Left Of Centre“, „Marlene On The Wall“, „Luka“ „Tom’s Diner“ (a capella mit dem Publikum), „Solitude Standing“, „In Liverpool“. 20 Jahre sind seit Suzanne Vegas lupenreinem Debüt vergangen, und vergessen sind die meisten Sängerinnen, […]

  • Bob Dylan - No Direction Home

    Bob Dylan

    No Direction Home
    03. Dezember 2005

    „No Direction Home“ ist ein Film über einen Mann, der keine Vergangenheit hatte und keinen Namen und sich selbst erfand, binnen vier Jahren eine Kulturrevolution anzettelte, Musik und Literatur für immer veränderte und unbeirrt voranschritt. Hier sprechen die Menschen, die Dylan zurückließ und die ihm nicht folgen konnten – Dave Van Ronk, Suze Rotolo und […]

  • Aerosmith Rockin The Joint Cover

    Aerosmith

    Rockin‘ The Joint
    03. Dezember 2005

    Ein Live-Album ohne Höhepunkte, fast verdächtig perfekt. Good evening, Las Vegas! Welcome to the Aerosmith in your face, up close and personal tour!“ So kräht Steven Tyler zu Beginn, und „aus der Nähe“ und „persönlich“ heißt ja immer: Große Hallen können wir nicht mehr füllen, dafür bekommt Ihr jetzt ein ganz wunderbar intimes Konzert zu […]

  • Rammstein - Rosenrot

    Rammstein

    Rosenrot
    03. Dezember 2005

    Was von "Reise, Reise" übrigblieb: das übliche Spiel mit der Provokation

  • Wilco Kicking Television Live in Chicago

    Wilco

    Kicking Television: Live In Chicago
    03. Dezember 2005

    Gut wie nie: Intensiver kann ein Konzert als Konserve kaum klingen

  • Santana - All That I Am

    Santana

    All That I Am
    03. Dezember 2005

    Kommerz-Kunst: viele Duette, viele Soli, zu viel Konfektionsware. Es ist schlimm, daß eine Santana-Platte deshalb eine Santana-Platte sein kann, weil eben der zu irgendeinem Zeitpunkt der Aufnahmen ins Studio schlendert und alles bedudelt mit seinen Big-Muff-Soli, um der zuvor bestellten Konfektionsware einen Geist einzuhauchen – einen Geist, der in solchem Kontext natürlich selbst zum sinnentleerten […]

  • Ups..

    The Darkness

    One Way Ticket To Hell… And Back
    03. Dezember 2005

    Luftgitarren-Hymnen und donnernde Chöre: ein atemberaubendes Werk

  • Aretha Franklin - Aretha Franklin

    Aretha Franklin

    Aretha Franklin
    03. November 2005

    Soul boomte bereits, als Aretha Labels und Lager wechselte. So künstlerisch wertvoll viele ihrer Aufnahmen für Columbia waren, so frustrierend erfolglos blieben sie auch. Franklin ging dorthin, wo man etwas von Soul verstand, wo die richtigen Musiker und Produzenten unter Vertrag standen, und wo der Vertrieb von Leuten organisiert wurde, die selbst Musik hörten und […]