Musik – Reviews

  • Paradise Lost - Believe In Nothing

    Paradise Lost

    - Believe In Nothing

    Hopfen und Mak verloren: statt Düsternis dominiert Weinerlichkeit Dass er endlich akzeptiert habe, dass das Leben eben so schrecklich ist, wie es ist, sagt Nick Holmes, Frontmann, Sänger und Texter von Paradise Lost, und dass ihn heute die Angst inspiriert und nicht mehr die Wut von einst. Eine ungeheuer deprimierende Aussage angesichts des hyperproduzierten Blue-collar-Metal […] mehr…

  • The Beatles -  One

    The Beatles - One

    Die Fab-Four-Fangemeinde ist sich uneins. Das kommt öfter vor. Zuletzt stritt man sich um Sir Pauls als despektierlich empfundene Äußerungen über den Hl. John, wobei Macca eigentlich nur eine schlichte Wahrheit gelassen ausgesprochen hatte: Nicht alle Musik, die Lennon hinterlasssen habe, sei genial und unangreifbar. Eine aristokratische Untertreibung. Nun ist die neueste Compilation von Beatles-Hits […] mehr…

  • Monster Magnet, God Says No, Cover

    Monster Magnet - God Says No

    Dass Gott zu dieser Platte Nein sagt, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Monster Magnet weichen nämlich keinen Millimeter vom Pfad des höchst diesseitigen „Powertrip“ ab, der ihnen 1997 ihre erste Goldene verschaffte. Ed Mundells effektgeladene Gitarrenriffs beschwören alle sardonisch grinsenden Geister des Rock herauf – von Keith Richards über Tony Iommi […] mehr…

  • Ups..

    Everlast - Eat At Whitey’s

    Aus der Intensivstation in die Charts: Der Ex-House Of Pain-Lautsprecher Everlast belebte die Pop-Saison 1998 nicht nur mit der Hit-Single „What It’s Like“ und einer guten Story um einen Herzmuskelriss am letzten Studiotag. Die Reinkarnation des bierseligen Proll-Rappers als auch cool beobachtender „Neo-Blues“-Songwriter torpedierte die Erwartungen darüber, was ein weißer B-Boy können dürfen soll. Platin […] mehr…

  • Ups..

    Motörhead - We Are Motörhead

    One more fucking time: Lemmys Band haut wieder imposant auf die Glocke mehr…

  • Sleater Kinney - All Hands On The Bad…

    Der Punk klingt jetzt fast poppig, die Texte klären gnadenlos auf mehr…

  • Ups..

    Joe Satriani - Engines Ot Creation

    Doch noch Überraschungen vom kühlen Gitarren-Techniker mehr…

  • Ups..

    Joseph Arthur - Come To Where I’m From

    Vielleicht der begabteste Vertreter der jüngsten Songwriter-Generation mehr…

  • Ups..

    Phillip Boa & The Voodooclub - My Private War

    Auf dem Weg der Besserung: Der Buhmann singt nun auch richtig mehr…

  • Bernd Begemann - Sag Hallo zur Hölle

    Der Hamburger Lokalmatador singt Schnurren aus seinem Viertel mehr…

  • Red Hot Chili Peppers - Californication

    Red Hot Chili Peppers - Californication

    Mit John Frusciante stimmt der Gitarren-Sound wieder, doch die Peppers verbreiten auch Kalifornien-Klischees. Sworn to entertain ya“, singi Anthony Kiedis gleich in dem ersten Song, „Around The World“. Unterhaltsamer als der etwas unausgegorene Vorgänger „One Hot Minute“ sollte das neue Album auf jeden Fall sein – nach vier Jahren Pause und der erneuten Rekrutierung von […] mehr…

  • Ups..

    Built To Spill - Keep It Like A Secret

    Gitarren sind ja im allgemeinen völlig aus der Mode, aber das Schicksal hat sie zum Glück noch nicht obsolet werden lassen. Irgendwo in Idaho machen sich drei Männer und eine Gitarre auf den Weg, sich der nahenden Winterdepression entgegenzustellen und schon jetzt ein paar Lichtstrahlen in die uns umgebende Tristesse auszusenden. „Keep It Like A […] mehr…

  • Ups..

    FSK - Tel Aviv

    Die Zukunft war gestern, vor den Punks und „No Future“, das als Aufschrei einer am Rande der Verelendung stehenden Gruppe begann und als müdes Gemurmel der Massen inzwischen längst den Mainstream erreicht hat – auch nach (oder sogar wegen) Gerhard Schröder. Die Zukunft fand davor statt, vor etwa 25 Jahren, als Gregor Gysi noch Willy […] mehr…

  • Nada Surf - The Proximity Etffect

    Nada Surf sind New York. Nada Surf sind sogar so New York, daß sie gerne ungefragt erzählen, wie es damals auf der berühmten FaMe-Schule (ja, die aus dem Film) in Manhattan war. Echt: Die Schüler tanzten wirklich Breakdance in der Mensa, während sich, ganz nebenbei, Matthew Caws und Daniel Lorca kennen- und schätzen lernten. Ihre […] mehr…

  • Portishead - Roseland NYC Live

    Portishead - Roseland NYC Live

    Portishead lassen uns nicht lange allein. Nachdem die Aufzeichnung des großen Konzerts im Roseland Ballroom zu New York City bereits in Programmkinos zu sehen war und auf Video vorliegt, gibt es nun auch ein Album. Bisher schienen Portishead die letzten zu sein, die nach zwei Platten dem Genre des Live Albums ein Exemplar hinzufügen würden. […] mehr…

  • Ups..

    Jon Spencer Blues Explosion - ACME

    Den „Acme“, den Höhepunkt seines Schaffens, hat Jon Spencer bereits hinter sich. Er manifestierte sidi in den ersten Sekunden des Albums „New / Got Worry“ mit einem markerschütternden Urschrei. Was danach folgte, wurde von erhitzten Musikkritikern entweder als genialische Neuerfindung oder als kühne Dekonstruktion des Blues gefeiert. Rauher, archaischer und unkontrollierter klang Spencer noch nicht […] mehr…

  • Sleater Kinney - Call The Doctor

    SLEATER-KINNEY - Call The Doctor

    Zeternde Xanthippen zerren an den Instrumenten. Es ist schon ein paar Jahre her, daß diese beiden Alben in Amerika erschienen und Greil Marcus, nicht ungeil, „Caü The Doctor“ zu seiner Platte des Jahres kürte. Als hätten Sleater-Kinney nach dem ebenso verquasselten wie verquasten Dr. Marcus gerufen. Die drei Frauen waren eine Sensation, während man hier […] mehr…

  • EROC - Über den Wolken

    Wenn jemand wie Joachim Heinz Ehrig darüber nachdenkt, wie das wahre Leben zwischen Lagerfeuer, Kuhherden und heißen Colts ist, kommt zwangsläufig ein skurriles Stück wie „Cowboy“ heraus. Schließlich steht er unter dem Pseudonym EROC seit seinen musikalischen Anfängen bei Grobschnitt zu Beginn der 70er Jahre für schalkig-angeschrägte Klangcollagen und den eher unüblichen Gebrauch herkömmlicher Musikinstrumente. […] mehr…

  • Aretha Franklin - A Rose Is Still A Rose

    Aretha Franklin - A Rose Is Still A…

    Wem, wenn nicht „Ree“ (so das selbstgewählte Kürzel im Booklet), würde man die unverhohlene Selbstreferentialität schon im Titel verzeihen? So wie eine Rose wohl immer noch eine Rose ist, wird Aretha immer Aretha bleiben, den Ärgernissen einer vier Jahrzehnte währenden Karriere zum Trotz, die selbst sie nicht zu Höherem adeln konnte. Nicht wirklich jedenfalls, einfach […] mehr…

  • Bad Religion - No Substance

    Was soll man sagen? Jungs, Ihr habt recht Nie etwas anderes behauptet, immer nur den Stiefel runtergespielt, dann fiel die Mauer, starb Cobain, Green Day als Kinder-Punkrock, Bad Religion plötzlich in den deutschen Charts, ein Jahrzehnt nicht umsonst geackert. Weil anderswo kein Bedarf bestand, kümmerte sich gleich ein deutsches Label um die verdienten Veteranen. Die danken […] mehr…