Musik – Reviews

  • Niedeckens BAP

    - Lebenslänglich

    Dä Wolfjang weed cool. Jedenfalls cooler als in den letzten Jahrzehnten mit BAP. „Lebenslänglich“ beginnt leise, wie ein John-Denver-Album. Calexico-Trompeter Martin Wenk und Nicholas Müller (einst Jupiter Jones, jetzt Von Brücken) gehören zu den wenigen Gastmusikern, der Rest ist eine herbe Lebensbilanz mit seinem Backing-Sextett. „Behütet und verwöhnt“ sei er in der Südstadt aufgewachsen, im […] mehr…

  • XTC - Oranges & Lemons

    Der Auftakt ist eine Einladung in einen musikalischen Gemischtwarenladen. In den 15 Songs, die auf den orientalisch angehauchten Opener, „Garden Of Earthly Delights“, folgen, spaziert die britische Band – Kennzeichen: „spleenig“ – durch die Pop-Geschichte, zwischen üppigen Beach-Boys-Gesangsharmonien und perfekt komponierten und arrangierten Kleinoden, als hätten Lennon und McCartney gemeinsam New-Wave-Songs geschrieben. 1989 veröffentlicht, stellt „Oranges & Lemons“ […] mehr…

  • Grimes - Art Angels

    Mainstream mit DIY-Ästhetik: Grimes wagt das Experiment mehr…

  • Fleetwood Mac - Tusk

    „Rumours“ (1977) legte die gescheiterten Liebesbeziehungen der Bandmitglieder offen, es blieb ein Scherbenhaufen. Das zwei Jahre später erschienene „Tusk“ war der Versuch, die Scherben unauffällig unter den Teppich zu kehren: nervöse Stille, leise Wut, dazwischen überfallartige Euphorie, ein „Geht doch!“, wie im Titelstück. Dafür engagierte Lindsey Buckingham die berühmten Marschmusikanten von Spirit Of Troy, und der […] mehr…

  • Baroness - Purple

    Weniger progressiver, aber immer noch wuchtiger Metal aus Georgia mehr…

  • Jamie Woon - Making Time

    Er habe sich von D’Angelo inspirieren lassen, sagt Jamie Woon. Was erstaunt, denn wenn dieser smarte britische Dubstep-Ästhet eines nicht ist, dann funky. Woons Soul lehnt sich eher an Ambient an. Stets getupft, sauber und klar, zehn Songs, deren Titel jeweils aus einem Wort bestehen: „Sharpness“, „Lament“, „Dedication“ … Unter denen „Forgiven“, wenn nicht das schönste […] mehr…

  • Jeffrey Lewis & Los Bolts - Manhattan

    Wir sind draußen. Auf der Straße. Stimmen, Sirenen, Hupen, quietschende Reifen. Und mittendrin Jeffrey Lewis, der einst mit Adam Green und Kimya Dawson das erfand, was man Antifolk nennt. Er erzählt vom „Scowling Crackhead Ian“, der ihm schon zu Schulzeiten das Leben schwer machte und der sich immer noch – genau wie Lewis selbst – […] mehr…

  • A-ha - Memorial Beach

    Ein allerletzter Versuch: Ab nach Amerika in die Paisley Park Studios. Mit "Memorial Beach" scheitern A-ha grandios. Jetzt erhältlich in einer Deluxe-Version. mehr…

  • Sunn O))) - Kannon

    Quietsch. Fiep. Brumm. Grdldrhrrrg. Üüüp! Auch im 18. Jahr seiner Karriere flicht das kalifornische Duo Sunn O))) die schönsten und kontemplativsten Gitarrenrückkopplungen auf diesem Planeten, im Genre des melodiefreien Krachs sind Greg Anderson und Stephen O’Malley längst zu Superstars aufgestiegen. Als sie Mitte des letzten Jahrzehnts erstmals auf deutschen Bühnen zu sehen waren, verirrten sich nur ein paar […] mehr…

  • Jono McCleery - Pagodes

    „Pagodes“ ist ein makellos produziertes Album. Die klassischen Gitarren klingen kristallklar, die Streicher schwingen erdig und schwer, dazu der sorgfältig abgenommene Gesang und elektronische Spielereien, Loops und Verfremdungen, die selten Selbstzweck sind und meist willkommene Dekonstruktionen der erwartbaren Akkordfolgen. Robert Wyatts „The Age Of Self“ wird in McCleerys Version zu wunderbarer Kammermusik. Den stolpernden Beat […] mehr…

  • Jennylee - Right On!

    Verhallter Dreampop: Die Warpaint-Bassistin klingt solo düsterer mehr…

  • Robbie Williams - Sing When You’re Winning

    Das dritte Solo-Album von Robbie Williams: Langsam befreit er sich aus seiner Drogensucht, das Songwritertandem mit Guy Chambers festigt sich. Der Brite steigt zum Superstar auf. mehr…

  • A-ha - East Of The Sun, West…

    Bart, Kopftuch, Westernweste: A-ha auf der Suche nach Americana. mehr…