Musik – Reviews

  • Róisín Murphy - 'Hairless Toys'

    Róisín Murphy - Hairless Toys

    Gott muss sich was dabei gedacht haben: Van Morrison verherrlichte 1974 die Straßen von Arklow, einem Städtchen bei Dublin, und im Jahr zuvor kam Róisín Murphy in Arklow zur Welt. Wie Morrison kann sie richtig singen, ihr Duo hieß Moloko, es machte TripHop. Murphy ist nicht die Fleißigste, das letzte Album erschien 2007, jetzt folgt […] mehr…

  • Sophie Hunger - Supermoon

    Going To California. Auch Sophie Hunger suchte dort das Weite von allem – um doch bald wieder nur an Musik denken zu können. Was für ein Glück! Und so heult sie als neue Seelenverwandte den „Supermoon“ an. Verweigert sich weiter Allgemeinplätzen („Love Is Not The Answer“). Überschlägt sich fast im turbulenten „Superman Woman“. Lädt Éric […] mehr…

  • Balbina - Über das Grübeln

    Was für eine Platte! Was für eine Stimme! Was für ein sonderbarer, fremder, berückend schöner Sound! „Über das Grübeln“ heißt das neue Album von Balbina und es ist die tollste Entdeckung seit langer Zeit im deutschen Pop: So zart und berührend und zugleich so erregend abweisend und kühl kündet die Berliner Sängerin darauf von den […] mehr…

  • Giant Sand

    30 Jahre Giant Sand! Der einsame Wüstenrock-Trip ist längst zur transatlantischen  Musiker-Kommune mutiert, in der Empfangschef Howe Gelb zwischen Bristol, Berlin und Brüssel gern ein paar Betten mehr für viele Jubiläums-Gäste herrichtet. Nicht alle hinterlassen dabei so deutliche Spuren wie Jason Lytle (Portland) mit androidem Grandaddy-Charme („Transponder“) oder Tucsons Heimschläferin Lonna Beth Kelley als strahlender […] mehr…

  • Tocotronic - Das rote Album

    Welch köstliche Genugtuung müssen all die Distinktionsposer verspüren, die auch diese Platte abfeiern werden? Man sieht die Elogen schon vor sich: „Das beste Tocotronic-Album seit dem letzten Tocotronic-Album“, „Das Beste seit Beethoven“ … und dergleichen mehr. Naturgemäß kommt die Band noch immer, um sich zu beschweren. Noch immer kontert Dirk von Lowtzow den alltäglichen Stumpfsinn […] mehr…

  • My Morning Jacket - The Waterfall

    Die Blätter fallen, die Tage werden kürzer, die Vögel fliegen davon, die Morgen werden diesig, doch der Fluss fließt immer weiter. Jim James singt mit empfindlichem Falsett vom Leben, das ein langer ruhiger Fluss ist. „Like A River“ ist so etwas wie die psychedelisch eingefärbte Antwort von My Morning Jacket auf Smetanas „Moldau“ – ein […] mehr…

  • Bill Fay - Who Is The Sender?

    Es gibt diese verrückte Geschichte, die erklärt, weshalb Bill Fay „Life Is People“ herausbrachte, nachdem er 40 Jahre keine Platte veröffentlicht hatte. Ein Mann namens James Henry hörte in Nevada City die Lieder von Fays Alben von 1970 und 1971, und sein Sohn Joshua hörte sie auch. 1998 wurden die Platten wiederveröffentlicht; der Produzent Jim […] mehr…

  • 'Let It Be' - ein unterschätztes Werk im Schaffen der Beatles.

    The Beatles - Let It Be

    "Let It Be" ist wohl das umstrittenste Werk im Schaffen der Beatles. Die Band war bereits zerbrochen, doch selbst in den Scherben erkennt man an vielen Stellen die Klasse von einst. mehr…

  • The Cure - Seventeen Seconds

    The Cure - Seventeen Seconds

    Zwischen dunklen Synthieflächen, brodelnden Bassläufen und existenzialistischem Ernst fanden The Cure auf "Seventeen Seconds" zu sich selbst - und Robert Smith seine bleiche Stimme, die zu den markantesten und schönsten der Achtziger gehört. mehr…