Musik – Reviews

  • Two Gallants

    Two Gallants

    - My Love won’t wait

    Am 4. September veröffentlichen Two Gallants ihr neues Album „The Bloom and the Blight“. Fünf Jahre haben uns die Folk-Punk-Musiker auf ihr neues Album warten lassen. Mit der Single „My Love won’t wait“ legt das Duo nun ordentlich vor. Adam Stephens Stimme, die in einem Moment kratzig-brüchig aufschreit, um dann fast wieder sanft anzuklingen, passt […] mehr…

  • Dan Deacon

    Dan Deacon - America

    Darf man diese Musik Wall of Sound nennen, ohne gleich an Phil Spector denken zu müssen? Immerhin kommt hier ein elektronischer Wirbelsturm aus den Boxen, der nur selten abebbt. Dan Deacon ist ein ausgebildeter Komponist aus Baltimore, mit große Liebe für Sturm-und-Drang-Musiken und hyperventilierende Soundcollagen. „America  kombiniert amoklaufende Analog-Sounds mit opulenten Orchester-Passagen, Licht und Dunkelheit, […] mehr…

  • Chelsea Light Moving

    Chelsea Light Moving - Burroughs

    Die Trennungsnachricht von Thurston Moore und Kim Gordon schockierte die Sonic Youth Fans dieser Welt. Die Zukunft der Band scheint immer noch unklar, jedoch erscheint ein Hoffnungsschimmer am Horizont des Indie-Rock: Chelsea Light Moving, das neue Projekt um den Leadsänger Thurston Moore. „Burroughs“ ist der erste und wohl bis jetzt beste Track einer Bandsession, die […] mehr…

  • Yeasayer

    Yeasayer - Fragrant World

    Vor zwei Jahren, als „Odd Blood“ erschien, gaben Yeasayer Anlass zur Hoffnung. Hoffnung darauf, dass die Club-Regentschaft von Rihanna sich dem Ende entgegen neigt, dem Kirmestechno von Lady Gaga der Strom abgedreht wird, die Welt also noch zu retten ist. Das Album bot Pop für Fortgeschrittene in Reinform, war so süchtigmachend, experimentierfreudig und anspielungsreich wie […] mehr…

  • Madsen

    Madsen - Wo es beginnt

    „Ich hab mich gefraaaagt/ Wo will ich hiiiin/ Und macht mein Leben wirklich einen Siiiinn/ Und mir wird klaaaar/ Ich war nur bliiiind/ Denn ich bin daaaa/ Wo es beginnt.“ So geht das fünfte Album von Madsen los, und mal abgesehen davon, dass niemand jemals den Anglizismus „Sinn machen“ verwenden sollte: Recht haben sie ja […] mehr…

  • Ry Cooder

    Ry Cooder - Election Special

    Vergangenes Jahr bewarb Ry Cooder seine Platte „Pull Up Some Dust and Sit Down“ mit der Forderung: „Diese Zeiten brauchen eine neue Art Protestsong.“ Jetzt wirft er mit seinem Agitprop-Album „Election Special“ sozusagen die Punk-Fortsetzung in den US-Wahlkampf. Neu ist das natürlich nicht, der Roots-Archäologe Cooder erinnert mit spartanischer Garagen-Produktion an Woody Guthrie, die Blues-Ankläger […] mehr…

  • Bonaparte

    Bonaparte - Sorry, We’re Open

    Bonaparte habe ich mir bisher immer als bunte Zirkustruppe vorgestellt, mit Tobias Jundt als großem Zampano und Direktor. Eine laute Freakshow mit üppigem Kostümfundus, analog und immer auch ein bisschen altmodisch – eben so wie die Bandfotos, die ein bisschen an die vergessene Jugendbewegung der Spontis erinnern. Die Musik blieb dabei immer ein wenig im […] mehr…

  • Lynyrd Skynyrd

    Lynyrd Skynyrd - Last Of A Dying Breed

    Lynyrd Skynyrd ist ein Synonym für Southern Rock wie Tempo für Taschentuch. Längst ist die vor mehr als 40 Jahren gegründete Band vor allem ein national treasure, eine Marke, die Musik zum Selbstverständnis des traditionellen Südens. Die letzten einer aussterbenden Art? Sicher. Neben ihrem Stolz und der programmatischen Simple-music-for-simple-minds-Haltung hat sich die Band aber noch […] mehr…

  • Aimee Mann

    Aimee Mann - Charmer

    Man hat diese Stimme ja durchaus vermisst. Zumindest, wenn mal wieder im Nachtprogramm eine Wiederholung von „Magnolia“ lief, und diese wundervolle Szene kommt, in der die Protagonisten leise, verzweifelt, eindringlich „Save Me“ singen. Dass Aimee Mann mehr Können im Oeuvre hat als die paar Songs für den zu Recht gefeierten Soundtrack sollte sich inzwischen herumgesprochen […] mehr…

  • Ariel Pink

    Ariel Pink’s Haunted Graffiti - Mature Themes

    Man muss nicht gleich behaupten, dass Ariel Pink nun zu seinen Wurzeln zurückgekehrt sei. Von den verschrammten Spielereien seiner frühen Solowerke ist auch „Mature Themes“ weit entfernt. Aber wenn man „Before Today“, das letzte Album mit seiner Band Haunted Graffiti, als eine hypnagogische Übung in überproduziertem Softrock verstehen konnte, dann hört man ihn auf diesem […] mehr…

  • James Yorkston

    James Yorkston   - I Was A Cat From…

    Die Kunst von James Yorkston wirkt so brüchig wie ein altes Mosaik. Von Nahem scheint sie verwirrend zusammenhanglos; erst mit einigem Abstand wird das Panorama vollständig. Seit zehn Jahren musiziert der Schotte in der Traditionslinie von Bert Jansch und John Martyn, jedoch immer mit der ihm eigenen unergründlichen Stimme, die sich um alles Eindeutige windet, […] mehr…

  • Wolf Maahn

    Wolf Maahn - Lieder vom Rand der Galaxis…

    Nie enttäuscht hat Wolf Maahn, der als viriler Gefühlsmagier unbeirrt Songs singt, die eigentlich Kitsch sein müssten. Aber auch allein an der Gitarre macht er aus Schmachtfetzen wie „Total verliebt in dich“, „Kind der Sterne„, „Nothing But A Heartache“ und „Gut, gut, gut“ seltsam anrühende Schmusestücke, die einem heiße Zähren in die Augen treiben. Stundenlang […] mehr…

  • Gallon Drunk

    Gallon Drunk - The Road Gets Darker From…

    Natürlich ist man versucht, „The Road Gets Darker From Here“ auch als Requiem für Simon Wring zu hören. Der 2011 verstorbene Bassist konnte die Sessions zum Album schon nicht mehr mitmachen, Gallon Drunk sahen sich reduziert aufs Kerntrio mit Voodoo-Priester James Johnston, Rhythmus-Schamane Ian White und Sax-Stoiker Terry Edwards. Und natürlich landet man mit dieser […] mehr…

  • Phillip Boa

    Phillip Boa And The Voodooclub - Loyalty

    Das sehr inszenierte Kontrastprogramm Boas aus Avantgarde-Getue, Filmscore-Schmonz, flirrenden Postpunk-Gitarren und Elektronik war immer schon für eine Kontroverse gut. Und auch seine ausgesucht ausdruckslose, immer ganz leicht an der allzu schönen Harmonie vorbeigeraunte Intonation, durchwirkt und hintertrieben von den Märchenmelodien der alraunenhaften Pia Lund, musste man nicht unbedingt lieben. Aber die Konsequenz und qualitative Kontinuität, […] mehr…

  • Cat Power

    Cat Power - Cherokee

    Das neue Album von Chan Marshall alias Cat Power heißt „Sun“ und klingt im Vergleich zu ihrem Oeuvre geradezu optimistisch und beschwingt. Aber, so stellte Marshall im Interview für unsere Septemberausgabe klar: „Ich singe nicht über die Sonne, weil ich mich sonnig fühle. Der Titel des Albums ist sehr klar, gegenwärtig, aber es geht mir […] mehr…

  • 4 AD / Beggars

    David Byrne & St. Vincent - Who

    Man hat ja schon ebenso viele spannende wie grausige Künstlerkollaborationen erlebt – das gemeinsame Album von David Byrne und Annie Clark alias St. Vincent gehört glücklicherweise zur ersten Kategorie. „Love This Giant“ erscheint bei uns am 07. September und Maik Brüggemeyer, der die beiden für die Septemberausgabe sprach, meint, es sei ein „nicht nur dem […] mehr…

  • The Kings of Dubrock

    The Kings of Dubrock - Fettuccini

    Es soll ja Menschen geben, die Jacques Palmingers ebenso beballerten wie beseelten Versuch, Dub, Euro-Pop vergangener Epochen und Hamburg-Humor zusammenzudenken, für ziemlich überflüssig erachten. Dabei würde diese Musik doch erst dann obsolet, wenn sich Adriano Celentano und Lee Perry zu einem gemeinsamen Spätwerk verabreden würden. Mehr noch als auf dem Debüt „Mondo Cherry“ spielen Palminger, […] mehr…

  • Ed Laurie

    Ed Laurie - Cathedral

    Für sein neues Album ist der britische Songwriter Ed Laurie einen mutigen Schritt gegangen: Mit Produzent Richard Neuberg (Viarosa) entstand ein Album, das die Sicherheit des englischen Tonstudios mit der Ungewissheit einer Session in Italien vertauschte. Wohl hatte Laurie bereits mit Teilen der Band gespielt, doch das neue Material war den Mitspielern unbekannt. Genau das […] mehr…

  • Eugene McGuiness

    Eugene McGuinness - The Invitation To The Voyage

    Eugene McGuinness war mal an Paul McCartneys Liverpool Institute for Performaning Arts eingeschrieben. Zum Unterricht ging er allerdings nicht, stattdessen studierte er den Britpop. Bereits seine erste EP, „The Early Learnings Of Eugene McGuinness“, und das anschließende Album klangen vor vier Jahren so smart und naseweis wie die frühen Blur. An den Produzenten des zweiten […] mehr…

  • Ups..

    Can - The Lost Tapes

    Unveröffentlichtes aus dem Archiv der Krautrockpioniere mehr…