• Bruce Springsteen

    Bruce Springsteen - Wrecking Ball

    Mit Flöten und Pauken paradiert der Spielmannszug von „Death To My Hometown“; die Band ist losgelassen wie auf „The Seeger Sessions“: „Send the robber barons straight to hell“, rät der Sänger seinem Sohn, auf dem Schlachtfeld stehend, das die Heuschrecken abgegrast haben. Seit „Tom Joad“ haben wir Springsteen nicht so bitter gehört, so wütend womöglich […] mehr…

  • Bruce Springsteen

    Bruce Springsteen - Wrecking Ball

    „Where’s the promise from sea to shining sea?“, fragt der Erzähler zu schwerem Stampfen und Glockenspiel. „We take care of our own.“ Kein Saxofon am Ende, nur ein Fade-out. Der Mann, der seinem Sohn 1984 in „My Hometown“ seine beinahe aufgegebene Stadt gezeigt hatte, kehrt heim: Es ist ein Abgesang, es ist „Wrecking Ball“. Schon […] mehr…

  • Magnetic Fields

    Magnetic Fields - Love At The Bottom Of…

    Vor zwei Jahren erschien „Strange Powers“, eine Dokumentation über Stephin Merritt, in der der Magnetic-Fields-Liedkünstler unter anderem Auskunft über seine Arbeitsbedingungen gibt. Die meisten seiner Songs schreibe er in dunklen Schwulenbars, während er der wummernden Discomusik lausche, sagt er. In seinen mit Geschlechterrollen spielenden Texten konnte man diese Umgebung durchaus manchmal heraushören, musikalisch setzte der […] mehr…

  • The Jezabels

    The Jezabels - Prisoner

    Natürlich stehen The Jezabels auf der „NME“-Liste der 100 neuen Bands, die man 2012 hören muss. Und auch der „Trierische Volksfreund“ hat schon vom „Geheimtipp vom anderen Ende der Welt“ gehört, empfiehlt seinen Lesern deren „Jazz-Blues-Soul-Mix“. Das mit dem Jazz, Blues und Soul ist selbstverständlich Blödsinn. Auch wenn sich die Band aus Sydney darum bemüht, […] mehr…

  • Dry The River

    Dry The River - Shallow Bed

    Die BBC kürte das Londoner Quintett Dry The River zum „Sound of 2012“, wir sahen es genauso: Die Band um Sänger Peter Liddle bringt auf ihrem Debüt „Shallow Bed“ viel von dem zusammen, was man derzeit an Musik gut leiden kann – und kreiert daraus einen eigenen, überraschenden und stellenweise ergreifenden Klang. Im Alleingang wäre […] mehr…

  • Tom Liwa

    Tom Liwa - Goldrausch

    Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll mit dem Lob auf diese bitterschönen Lieder. Vielleicht bei dem empfindlichen Stück namens „Yoyo“, zu dem Tom Liwa den Text nicht singt, sondern einspricht, seine Ukulele so klar klingen lässt, als ob sie eine Harfe wäre; eine Geschichte erzählt, die vom Ende eines Sommers kündet und dem […] mehr…

  • The Ting Tings

    The Ting Tings - Sounds From Nowheresville

    So einprägsam wie ihr Bandname, so simpel – euphemistisch könnte man auch sagen: eingängig –, wirken die Elektro-Popsongs des britischen Styler-Duos. Natürlich sollte man das alles nicht wirklich ernst nehmen, was uns Katie White und Jules De Martino auf „Sounds From Nowheresville“ kredenzen. Ernsthaftigkeit wiegt im Pop ja sowieso ungefähr so viel wie ein Plektrum. […] mehr…

  • Lisa Hannigan

    Lisa Hannigan - Passenger

    Die Irin – lange als Zweitstimme für ihren Landsmann Damien Rice unterwegs –  will mal Kettenraucherin gewesen sein.  Spuren von blauem Dunst findet man jetzt nur noch im übertragenen Sinne, in diesem herb-zarten Timbre auf ihrem zweiten Solo-Album. Joe Henry vertraute dieser Stimme so blind, dass er sie nicht daheim in Pasadena mit bewährter Musikercrew […] mehr…