Musik – Reviews

  • Fink - Perfect Darkness

    Fink

    - Perfect Darkness

    Vermutlich ist es all den Joints zu verdanken, die Fin Greenall während seiner Jugendzeit in Bristol geraucht hat, dass er heute diesen charakteristischen Fink-Flow hat. Oder er ist die logische Addition aus einer TripHop-Sozialisierung, einer House-Vergangenheit, einer DJ-Karriere, einem Folk-Musiker als Vater und einer tiefen Freundschaft zum Ninja-Tune-Label – dessen erster Songwriter-Künstler er wurde. „Perfect […] mehr…

  • Scott Matthew - Gallantry's Favorite Son

    Scott Matthew - Gallantry’s Favorite Son

    Ist es Scott Matthew manchmal unangenehm, sich mit seinen Liedern so zu entblößen? Den Songwriter-Topos vom leidgeprüften Schmerzensmann erfüllt der Australier ja ohne Einschränkung – mit einer anrührenden, aber manchmal arg ehrlichen Art. Die Karrieren von Sängern wie Matthew sind stets Entwicklungsromane, in deren Verlauf der Protagonist seiner Depression entflieht und das Glück findet. Draußen […] mehr…

  • Broilers - Santa Muerte

    Broilers - Santa Muerte

    Das könnten gute Zeiten werden: Die Broilers aus Düsseldorf veröffentlichen ihr neues Album in Kooperation mit JKP, dem Label der Toten Hosen, das sich in Zukunft offenbar auch um das Management der Band kümmert. Hosen-Produzent Vincent Sorg hat mit dem Quintett nun das dazu passende Album aufgenommen – eine große, positive, hymnische Platte mit Punkrock […] mehr…

  • 1,2,3: New Heaven

    1,2,3 - Work

    Pittsburgh, Pennsylvania ist die Heimat der Band 1,2,3. Das Duo, bestehend aus Nic Snyder und Josh Sickels, bringt am 21. Juni in den USA ihr Debütalbum „New Heaven“ über das Indie-Lable Frenchkiss Records in die Läden.  Die erste Single „Work“ gibt’s nun gratis im Download. Der Song, der vor allem gegen reiche, verwöhnte Kinder wettert, […] mehr…

  • PIAS Compilation 2011

    PIAS Compilation 2011 - This Summer For Free

    Die Sonne strahlt, die Luft riecht wieder nach Sonnenöl und die Bühnen werden in den deutschen Landen wieder aufgebaut. Richtig, die Festival-Saison hat endlich wieder begonnen. An den Wochenenden werden nun also wieder die Zelte ausgegraben und die Autos in Richtung Festivalgelände gesteuert. Doch was tun in der Zeit zwischendrin? Was macht man an den […] mehr…

  • O Death - 'Outside'

    O’Death - Outside

    Der Song „O’Death“ ist ein Folk-Klassiker aus den Appalachen. Im Soundtrack von „O Brother, Where Art Thou“ wird er von Ralph Stanley gesungen, bekannter und süffiger ist allerdings die Version der Folk-Psychedeliker Kaleidoscope, die sich auf eine Bearbeitung von John Reedy bezieht. Wem mindestens zwei dieser Namen etwas sagen, der sollte sich unbedingt das neue […] mehr…

  • My Morning Jacket  - Circuital

    My Morning Jacket - Circuital

    Lange vor den Fleet Foxes oder Mumford & Sons besannen sich My Morning Jacket auf The Band, Bob Dylan und Neil Young. Zuletzt allerdings auch auf Chicago und die späteren Pink Floyd: „Evil Urges“ fusionierte mehr als jede andere MMJ-Platte Alt.-Country mit Softrock und Bombast. Halten wir fest: Euphemistisch gesprochen sind My Morning Jacket für […] mehr…

  • Nik Freitas - Saturday Night Underwater

    Nik Freitas - Saturday Night Underwater

    Conor Oberst, Maria Taylor, Azure Ray, Rilo Kiley: Alle wollen Nik Freitas. Seit vier, fünf Jahren gehört der in Los Angeles lebende Multiinstrumentalist zur erweiterten Saddle-Creek- und Team-Love-Familie, spielt seine eigenen Lieder und die der anderen. Gut so! Freitas ist ein famoser Musiker. Auf seinem neuen Album geht es dem Vernehmen nach um bestimmte Drum […] mehr…

  • Arctic Monkeys - Suck It And See

    Arctic Monkeys - Suck It And See

    Es ist jedem Aufröhren der Gitarre, jedem Aufstampfen des Schlagzeugs anzuhören, dass sich das vierte Album der Arctic Monkeys gegen den Pop sträubt. Doch schließlich wird es sich doch dem Unvermeidlichen beugen. Spätestens dann, wenn sich der Titelsong „Suck It And See“ als ein in einen Singalong verpacktes Liebeslied erweist, in dem Alex Turner sich […] mehr…

  • Gold Leaves

    Gold Leaves - The Ornament

    Mit seiner Band Arthur & Yu, die 2007 ihr bisher einziges Album „In Camera“ veröffentlichten, klang Grant Olsen doch ziemlich stark nach The Velvet Underground in ihrer soften „Loaded“-Phase. Nun wandelt der Songwriter aus Seattle unter dem Moniker Gold Leaves auf Solopfaden, bleibt dabei aber weiterhin von süffigem, luftig instrumentiertem und selbstredend poetischem Folk-Rock der […] mehr…

  • The Weeknd - House Of Ballons

    The Weeknd - House Of Balloons

    Ein Download namens „Rolling Stone“ – darauf müssen wir an dieser Stelle natürlich hinweisen. Hinter The Weeknd steckt Abel Tesfaye, ein R&B-Newcomer aus Toronto, der zumindest in US-Szenekreisen derzeit in aller Munde ist. Sein mit minimalem Aufwand produziertes Debütalbum „House Of Balloons“, das auf der Homepage von The Weeknd weiterhin kostenlos herunterladen werden kann, war […] mehr…

  • Urge Overkill - Rock & Roll Submarine

    Urge Overkill - Rock & Roll Submarine

    Vor 18 Jahren erschien „Saturation“, und noch immer löst die Erinnerung daran – bei jenen, die alt genug sind! – wohlige Schauer aus. Urge Overkill, bisher eine Garagen-Band mit ein paar beachtlichen Heavy-Rock-Alben, brachten mit dieser Bestie den Riff- und den Glam-Rock, Kiss-Simplizität und Beatles-Chöre zusammen, sie rehabilitierten das Gitarren-Solo, sie verhalfen aber auch der […] mehr…

  • Eddie Vedder - Ukulele Songs

    Eddie Vedder - Ukulele Songs

    Warum lange herumreden, warum die Dinge verkomplizieren? „Ukulele Songs“, alles klar. Eddie Vedder liebt dieses Instrument, es sieht wie eine Spielzeuggitarre aus und schüchtert nicht einmal einen Sänger ein, dem oft vorgeworfen wurde, er wäre nicht so musikalisch wie der Rest der Band. Mit dem Soundtrack zur Abenteuertragödie „Into The Wild“ hat er 2007 schon […] mehr…

  • Heather Nova - 300 Days At Sea

    Heather Nova - 300 Days At The Sea

    Heather Nova ist ein glücklicher Mensch – ein Umstand, den man in ihrem Berufsfeld eher selten findet. Doch müssen glückliche Menschen unbedingt Musik machen? Können die nicht einfach nur glücklich sein? Andererseits tischen einem Bono, Geldof & Co ständig ihr humanitäres Sendungsbewusstsein auf, Verzweiflung ist also auch kaum besser. Warum dann nicht mal wieder hören, […] mehr…

  • Herman Dune - Strange Moosic

    Herman Dune - Strange Moosic

    Da ist zum Beispiel der Ich-Erzähler aus „Lay Your Head On My Chest“, der mit der Frau, die er liebt, den schwer beladenen Truck überholt, von der Hauptstraße abbiegt und runter zum glitzernden See fährt. Dort stellt er zwar, während das Wurlitzer-Piano sanft wimmert, fest, dass man nie mit einem schweren Herzen schwimmen gehen sollte. […] mehr…

  • Panda Bear: 'Tomboy'

    Panda Bear - Last Night At The Jetty

    Noah Benjamin Lennox alias Panda Bear vom Lieblingszoo Animal Collective brachte im April sein neues Soloalbum „Tomboy“ auf den Markt. Zu diesem Anlass gab’s den Song „Last Night At The Jetty“ im Download. Charakteristisch für den Song sind vor allem die hallenden Beats im Viervierteltakt und die simplen Loops, die ein bisschen nach Drehorgel klingen. Dazu […] mehr…

  • Solander: 'The Garden'

    Solander - The Garden

    Daniel Solander war ein schwedischer Botaniker im 18. Jahrhundert. Ob sich Fredrik Karlsson, ebenfalls Schwede und Kopf der Combo Solander, dort seinen Namen entliehen hat, scheint angesichts des Stücks“The Garden“ gar nicht so abwegig. Lange Zeit musizierte Karlsson alleine, doch zum offiziellen Debüt „We Are Pigeons“ aus dem Jahr 2009 erhielt Solander Zuwachs. Mittlerweile sind […] mehr…

  • Art Brut: Brilliant! Tragic!

    Art Brut - Brilliant! Tragic!

    Die Welt gerät aus dem Ruder, mit jedem Tag mehr. Nie mehr wird sie so sein wie vorher, nie mehr so wie vor dem 11. März. Dann aber schaut man aus dem Fenster, genau auf einen Baum, dessen Knospen gerade sprießen, legt ein neues Art Brut-Album ein, das mittlerweile vierte, und alles scheint wie immer. […] mehr…

  • Primal Scream Screamadelica

    Primal Scream - Screamadelica (20th Anniversary Edition)

    „Fuck off, you fucking indie bitch!“ Mit diesen Worten wurde 1990 eine junge Frau abgewiesen, die sich bei einem Konzert von Primal Scream darüber entsetzte, dass ein DJ namens Andy Weatherall den Opener gab – und dabei eher Dub, Rave und House auflegte als The Wonder Stuff. Die harsche Antwort stammt von Sänger Bobbie Gillespie. […] mehr…

  • Susanne Sundfor The Brothel

    Susanne Sundfør - The Brothel

    Sie solle doch erst mal lernen, ihr Instrument richtig zu spielen, sagte ihr die Klavierlehrerin, als die kleine Susanne stolz mit ihrer ersten Eigenkomposition vorstellig wurde. Schon früh war also klar: Dieses helle Mädchen aus einem norwegischen Hafenstädtchen mit dem schönen Namen Haugesund wird sich kaum damit begnügen, beflissen Mozart und Chopin zu interpretieren. Mit […] mehr…