Musik – Reviews

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    Beach House

    - „Teen Dream“

    Ihr drittes Album haben Beach House in einer ehemaligen Kirche aufgenommen. Das tut nichts zur Sache – es handelte sich offenbar um ein komplett umgebautes, nun nicht mehr kirchliches Gebäude. Man möchte trotzdem gern einen Zusammenhang sehen zwischen Raum und Werk, denn es liegt etwas Sakrales über diesen Liedern. Woher kommt es? Und wie gelang […] mehr…

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    Lou Rhodes - „There For The Taking“

    „There’s a homework waiting right there for you“, haucht die ehemalige Lamb-Sängerin Lou Rhodes am Anfang des Stückes in das Mikrofon. Ein bisschen unsicher, sehnend wirkt sie tatsächlich. Ihre Stimme wird untermalt von zart gezupften Akkorden, bricht ein und fängt sich wieder. Wenn dann die Streicher einsetzen ist es tatsächlich um einen geschehen. Dieses Lied […] mehr…

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    Joanna Newsom“Have One On Me“

    Die Preisfrage zuerst: Klingt Joanna Newsoms neue Platte wie a) die überambitionierte Semesterarbeit einer Waldorfschülerin, b) ein auf authentischen Instrumenten gepicktes König-Arthur-Musical oder c) ein majestätisch geflochtener Songzyklus, der endlich alle Grenzzäune zwischen Popmusik, Volkslied und Outsider-Art zu flüssigem Pamp schmelzen lässt? Einige Missverständnisse hat die Kalifornierin ja schon vorab aus der Welt geräumt. Als […] mehr…

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    The White Stripes - Under Great White Northern Lights

    Blues des Nordens - Ein ebenso fragmentarischer wie poetischer Dokumentarfilm über eine seltsame Kanada-Tournee des skurrilen Duos. mehr…

  • Johnny Cash  Amercian VI: Ain't No Grave Artwork

    Johnny Cash - American VI: Ain’t No Grave

    Es waren die Gospelsongs, die ihm seine Mutter einst beibrachte, über die der kleine Johnny – der uns vom Cover des letzten Teils der „American Recordings“-Reihe mit schiefen Milchzähnen anlächelt – zu Gott und zur Musik fand. Und beidem blieb er ein Leben lang treu. Drei Tage, nachdem die geliebte June im Mai 2003 von […] mehr…

  • Johnny Cash American V Artwork

    Johnny Cash - American V: A Hundred Highways

    Er wollte einfach weitermachen. So lange es irgendwie ging. Also hatte er sich – kaum war „The Man Comes Around“ im Kasten – immer wieder vor dieses Mikrofon gesetzt, obwohl er doch spätestens nach dem Tod von June geahnt haben musste, dass er die Veröffentlichung der Songs auf „A Hundred Highways“ wohl nicht mehr erleben […] mehr…

  • Johnny Cash Unearthed Artwork

    Johnny Cash - Unearthed

    Noch ein letzter Mix, dann sollte sie endlich fertig sein, die große Box, mit der sich Johnny Cash und Rick Rubin zum zehnten Jahrestag ihrer Zusammenarbeit beschenken wollten. „Du hast die CDs zum Hören noch dieses Wochenende“, versprach Rubin. Doch Cash sollte das Wochenende nicht mehr erleben. Der Fundus, aus dem das Duo für „Unearthed“ […] mehr…

  • Johnny Cash American IV

    Johnny Cash - American IV: The Man Comes…

    Alles war natürlich wieder Zeichen und Vorahnung. Die Quasi-Totenmaske des Covers. Der leere Stuhl auf der Rückseite. Nicht zuletzt der große Titelsong, an dem Cash laut Selbstauskunft so lange geschrieben hatte wie an keinem anderen. Von angeblich drei Dutzend Manuskriptseiten bibelinspiriertem Rohstoff blieben, unter anderem, Millionen singender Engel, aufgestellter Armhaare, Jungfrauen, die ihre Perücken in […] mehr…

  • Johnny Cash American III: Solitary Man Cover

    Johnny Cash - American III: Solitary Man

    Das dritte Album gilt unter Musikern gemeinhin als schwierig – warum sollte es Rick Rubin und Johnny Cash anders gehen? Zumal der Bariton des Meisters nach dem Ausbruch seiner Nervenkrankheit schon mal hörbar ins Schwanken gerät. Wenn auch nicht wirklich fällt. Arrangements und Produktion suchen auf „Solitary Man“ den Mittelweg zwischen „American Recordings“ ‚und „Unchained“. […] mehr…

  • Johnny Cash - Unchained

    Johnny Cash - Unchained

    Eine überraschende, aber naheliegende Volte: Statt Cash noch einmal allein mit Gitarre vors Mikro zu setzen, engagiert Rubin nach der erfolgreichen Arbeit an dessen „Wildflowers“-Großwerk Tom Petty und seine – mit Drummer Steve Ferrone teilerneuerten – Heartbreakers für „Unchained“. Unterstützt vom Cash-Vertrauten Marty Stuart als „The Energizer“ (so steht es im Credit), überzeugen Petty & […] mehr…

  • Hole - Live Through This

    Hole feat. Kurt Cobain - Asking For It

    Es ist ein komisches Gefühl, Courtney Love und Kurt Cobain zu lauschen, wie sie gemeinsam singen: „And if you live through this / I swear that I would die for you.“ Love schreit die Wort fast, spuckt sie ihrem damaligen Gatten ins Gesicht, wären Cobain im fast abwesenden Ton halb näselt und nuschelt. Manch einer […] mehr…

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    The New Pornographers - „Your Hands (Together)“

    Von Anfang an Vollgas: Mit „Your Hands (Together)“ legen die New Pornographers die Messlatte für ihr kommendes Album ganz schön hoch. „Together“ heißt es und ist ab dem 4. Mai zu haben. Verzerrte Powerchords, ein Schlagzeug, das zum Trommelfeuer wird, es geht wirklich rund. Der Mob wird toben und er tobt zu Recht. Wer mitspielen […] mehr…

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    ef - „Sons Of Ghosts“

    Und plötzlich singen sie doch: Gerade, wenn man sich bei den Schweden in einem atmosphärischen Instrumental-Postrock-Neunminüter wähnt, ertönen ihre Stimmen, verhuscht wie die Söhne der Geister, die dieser Nummer den Titel gaben. Und dann verschwinden sie auch schon wieder, machen Raum für Bläser und Streicher. „Sons Of Ghosts“, den die Band gerade auf ihrer Myspace-Seite […] mehr…

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    Musée Mécanique - „Hold This Ghost“

    Sanfte Mellotron-harmonien füllen einen somnambulen Dreivierteltakt auf. Hier brummt ein alter Analogsynthie, dort zupft eine Akustikgitarre traurige Akkorde, da dingelt ein Glockenspiel, dort klimpert ein Klavier eine müde Melodie. Unter vielen, vielen Schichten schlummert das Kammerpop-Kleinod „Like Home“, mit dem das Album „Hold This Ghost“ beginnt. Entzückend schläfrig, als ob sie sich von einem langen […] mehr…

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    Lightspeed Champion - „Life Is Sweet! Nice To…

    Wer wacht schon gern allein auf? Devonté Hynes jedenfalls nicht, wie er im sehnsüchtigen, mit Streichern verzierten „Don’t Want To Wake Up Alone“ bekennt. Der gebürtige Texaner lässt die Punk-Anklänge seiner früheren Band Test Icicles auf dem zweiten Album seines Soloprojekts Lightspeed Champion noch weiter hinter sich als auf dem Vorgängerwerk „Falling Off The Levander […] mehr…

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    Quasi - „Laissez Les Bon Temps Rouler“

    Passend zu „Gold Soundz“ von Pavement gibt es heute ein Stück der aus Portland stammenden Quasi. Auf der anstehenden Reuniontour von Pavement gibt das Trio in Berlin den Opener. Vom kommenden Album „American Gong“ gibt es auf spinner.com einen kleinen Vorgeschmack in Form des Songs „Laissez Les Bon Temps Rouler“. Der Name des Titels ist […] mehr…

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    Rosanne Cash - „The List“

    Der schwarze Cadillac hatte Dad schon lange in den letzten Sonnenuntergang gefahren. Doch da war noch diese Liste. Mit nicht weniger als 100 essenziellen Country-Songs. Johnny Cash hatte sie 1973 ausgebrütet (die Liste, nicht die Songs), in (Für-)Sorge um seine Rosanne, die sich damals frisch von der Highschool zu ihm in den Tour-Bus gesellt hatte […] mehr…

  • Pavement - Gold Soundz

    Pavement - Gold Soundz

    Nach mehr als zehn Jahren gehen die kalifornischen Ikonen des Indierocks wieder auf Tour und veröffentlichen im März sogar ein neues Album, wenn auch nur ein Best-Of, das dafür dann aber zumindest remastered ist. Passend zum Best-Of verschenkt stereogum.com den Titel „Gold Soundz“, von Pavements zweitem Album „Crooked Rain, Crooked Rain“, welches von vielen als […] mehr…

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    Hot Chip - „One Life Stand“

    Um weiter zu kommen, muss man bisweilen ein Stück zurückgehen. Das neue Album von Hot Chip klingt nicht mehr nach der hemmungslosen Experimentierwut junger Brauseköpfe, sondern nach mutigem, hochemotionalem Pop. Am deutlichsten wird das im kommerziellsten Stück des Albums: „I Feel Better“ ist eine berührende Hymne an die Nacht, den Augenblick und die Liebe, gespielt […] mehr…

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    Midlake - „The Courage Of Others“

    Der Mann, der da zum Weltgeist betet, möchte am liebsten von der Erde verschluckt werden, um nicht mit ansehen zu müssen, wie menschliches Unvermögen die Natur zugrunde richtet. „And when the acts of man cause the ground to break open/ Oh let me inside, let me inside not to wake“, fleht Tim Smith umgeben von […] mehr…