Neil Young mit neuer Platte und einem schmerzlichen Verlust


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Neil Young steht kurz vor der Vollendung eines neuen Albums. Aufgenommen hat er es mit U2-Produzent Daniel Lanois in Los Angeles. „Es gibt ein paar Akustiknummern, doch der Rest der Platte ist sehr elektrisch“, verriet Lanois in einem Interview, der sich begeistert über die Zusammenarbeit mit Young äußerte. Obwohl es keine Bandarrangements gebe, besteche die Platte durch sonische Sounds. Etwas Vergleichbares habe er bisher noch nicht gehört. Große Töne, die auf Großes hoffen lassen. Youngs experimentelle Phase in den 80ern verheißt jedoch nicht nur Gutes.

Lanois sei überrascht gewesen, als er Youngs Anruf erhalten habe: „Er sagte zu mir, ‚Ich will ein Akustikalbum machen‘.“ Zu Lanois Aufgaben gehörte auch, die Aufnahmen filmisch zu begleiten. „Neil hat sich einige meiner Videos auf YouTube angeschaut, die ich mit meiner neuen Band Black Dub gemacht habe, und er mochte sie“, so Lanois. Aus den entstandenen Bilddokumenten plant Lanois, eine Videoinstallation für Youngs Solokonzerte zu kreieren.

Der schaffenswütige Young musste indes Anfang der Woche eine bittere Neuigkeit hinnehmen. Sein langer Weggefährte Ben Keith ist am Montag an einer Herzattacke gestorben. Keith begann seine Karriere 1961 als Steel-Gitarrist auf Patsy Clines Hit „I Fall To Pieces“. Er spielte auf mehr als einem Dutzend Neil Young-Alben verschiedenste Instrumente, unter anderen auf Youngs größtem kommerziellen Erfolg „Heart Of Gold“ von 1972.

Neil Young, der stoische Eigenbrötler, ließ sich nicht mal von einem 2005 diagnostizierten Hirn-Aneurysma aus der Bahn werfen, überstand die schwere OP und macht seither immer weiter und weiter. Jetzt hat er sogar die zweite Box mit raren Archivaufnahmen angekündigt. Hey hey, my my…

„Too Far Gone“ live 1989: Neil Young mit Ben Keith und Frank „Poncho“ Sampedro: