Nelson Mandela betrauert den Tod von „Mama Afrika“ Miriam Makeba


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Miriam Makeba war nicht nur die erste Südafrikanerin, die einen Grammy bekam, sie engagierte sich auch politisch und durfte deshalb fast 30 Jahre nicht in ihre Heimat Südafrika zurückkehren. „Sie war die Mutter unsere Kampfes und Südafrikas First Lady der Musik“, so Nelson Mandela über die Verstorbene. „Ihre Musik weckte die Macht der Hoffnung in uns allen. Selbst nachdem sie wieder nach Hause zurückkehrte, benutzte sie ihren Namen, um Musikern und verzweifelten jungen Frauen zu helfen.“

Makeba, 1932 in Johannesburg geboren, erregte erstmals 1959 Aufsehen als sie in dem Anti-Apartheid-Film „Come Back Africa“ auftrat. Danach verweigerte ihr Heimatland ihr die Einreise. Die Sängerin startete ihre Karriere dann in den USA, setzte sich aber immer wieder für die Abschaffung die Apartheid-Politik Südafrikas ein. Sie sprach vor der UNO und forderte einen Boykott ihres Heimatlandes, das lange an der strengen Rassentrennung festhielt. Erst 1990 kehrte sie auf persönliche Einladung Mandelas wieder in ihre Heimat zurück. Bis zu ihrem Tod war die Sängerin immer wieder aufgetreten, eines ihrer bekanntesten Lieder ist „Pata Pata“.