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Neu im Plattenregal


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Ben Folds/Nick Hornby – „Lonely Avenue“
Die sehr gelungene Kollaboration mit dem Schauspieler William Shatner alias Captain Kirk auf dem Album „Has Been“ ist noch gut in Erinnerung, Ben Folds seitdem unermüdlich an Solo- und Nebenprojekten schusterte, da kommt er mit dem Schriftsteller Nick Hornby („High Fidelity“, „About a Boy“) um die Ecke, der die Texte zu „Lonely Avenue“ schrieb. Das Ergebnis kann sich, wie unser Autor Jörn Schlüter findet, durchaus hören lassen: „Folds wird diese Platte nach den Anstrengungen seines letzten regulären Albums (bei dem ihm ein professioneller Produzent arg zusetzte) als Spaziergang im Park empfunden haben. Da kommen die Texte, hier steht das Klavier – bereits für Folds‘ Platte mit William Shatner hat das gut funktioniert. Folds wendet seine sehr guten Standards an, übt sich noch mehr in 70s-Soft-Rock, addiert McCartney- Harmonien und analoge Synthies.“ Die vollständige Albumkritik ist in der Oktober-Ausgabe unseres Magazins zu lesen.

Jimmy Eat World – „Invented“
Rezensent Jörn Schlüter konstatiert in unserer kommenden Oktoberausgabe, die auffälligste Veränderung sei, „dass Jimmy Eat World den Pop wichtiger nehmen als bislang. Eine Handvoll Lieder sind nur noch wegen der Gitarren dem Rock-Lager zuzuordnen, der Sound wird insgesamt mellow und gefälliger, aber auch großherziger.“ Großherziger ist ein Adjektiv, andere werden allerdings auch Worte wie: flacher, beliebiger, mainstreamiger finden. Oder, um es mit dem Titel des ersten Songs zu sagen: „Heart Is Hard To Find“. In diesen Liedern, die mit vielen Streichern und Bläsern und Gitarrenspuren aufgeblasen sind, wird genau das immer schwieriger. Auf der Mypsace-Seite der Band kann sich nun jeder eine eigene Einschätzung abholen.

Cindy Lauper – „Memphis Blues“
Wer dieser Tage nicht alles zu seinen Wurzeln zurück will… Ob es sich bei Cindy Lauper tatsächlich um ihre musikalischen Ursprünge handelt und wie authentisch das ist, darüber grübelt zumindest unser Rezensent Max Gösche in der kommenden Oktober-Ausgabe und vergibt zweieinhalb Sterne: „Girls just wanna sing the blues! Doch Lauper kriegt ihn partout nicht – da hilft kein Barmen und Krächzen. Das soulige „Shattered Dreams“ steht ihr besser. Die Musiker imitieren Stax- und Motown-Klänge, indes die, ähm, Chanteuse unbeholfen, aber mit Verve agiert.“



Anwälte von The Killers: Missbrauchsvorwürfe seien „völlig unbegründet“

Am Dienstag (28. Juli) teile die Tontechnikerin Chez Cherrie auf Twitter einen Beitrag, in welchem sie ihre Erlebnisse als Angestellte 2009 auf einer Tour der Killers schilderte. Ihr Vorwurf: Die Tour-Crew, aber auch die Bandmitglieder selbst, sollen Frauen sexuell missbraucht haben. Dem steht eine interne Überprüfung von The-Killers-Anwälten gegenüber, nach der bei der Show im Jahr 2009 keine Hinweise auf sexuelle Übergriffe hinter den Kulissen gefunden werden konnten. Die Atmosphäre auf der Tour wäre aber insgesamt frauenfeindlich gewesen. Damit steht Aussage gegen Aussage. Cherrie berichtete, dass sie einen Ingenieur der Tour-Crew sagen hörte: „Da ist ein Mädchen in der Umkleidekabine…
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