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Neu im Plattenregal: Die Alben vom 30. März 2012

Willis Earl Beal – „Acousmatic Sorcery“ (XL/Beggars Group/Indigo)
Der Antifolk-Musiker aus Chicago hat einen guten Lauf, seitdem man ihn im letzten Sommer im großen Stil entdeckte. Die Zeiten, in denen er obdachlos war oder als Nachtwächter jobbte, dürften der Vergangenheit angehören – liefern aber das Material für seinen erdigen, traditionellen, im besten Sinne angeschossenen Blues. Mittlerweile sah man ihn in diversen Hot Lists, Springsteen fragte an, ob er für den Europa-Teil seiner „Wrecking Ball“-Tour spielen wolle und selbst die GQ interessiert sich dank Beal auf einmal für den Blues. „Acousmatic Sorcery“ ist eine Songsammlung, die nicht leicht zu verdauen ist, gerne mal vom scheppernden Blues („Cosmic Queries“) zum ruhigen Antifolk („Evening’s Kiss“) springt und einen immer wieder denken lässt, Beal hätte mindestens drei verschiedene Gesangsstimmen auf Lager. Überzeugend ist das dennoch von vorne bis hinten, wie man im Albumstream hören kann.
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Bear In Heaven – „I Love You, It’s Cool“ (Dead Oceans/Cargo)
Während die Musik des Trios aus Brooklyn sich auf Album Nummer drei weiter öffnet und poppiger wird, verweisen Bear In Heaven mit einer Aktion zum neuen Album gerne noch mal auf ihre experimentellen Wurzeln. So gibt es auf ihrer Website seit mehreren Monaten einen Stream des Albums – allerdings so verlangsamt, dass jede Sekunde ungefähr eine Stunde dauert und man kaum mehr hören kann als droniges Wimmern und Grummeln. Das Album, das es ab heute regulär gibt, zeigt dann, wie moderner Pop so klingen kann: Wuchtige Keyboards, spielerische Melodien, samtweicher hoher Gesang. Eine Mischung zu der man gerne sagt: „I Love You, It’s Cool.“
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>>>> Clip zu „Sinful Nature“

Blood Red Shoes – „In Time To Voices“ (Cooperative Music/Universal)
So ganz überzeugt ist unser Rezensent leider nicht vom neuen Album des temperamentvollen Duos, wie man hier nachlesen kann.
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>>>> Clip zu „Cold“



Robert Plant und Ian Anderson beenden ihren Streit – den sie nie hatten

Ian Anderson soll angeblich im Streit mit Robert Plant liegen, seit er mit seiner Band Jethro Tull in den 70er Jahren als Opener für Led Zeppelin auftrat. Anderson machte nun allerdings klar, dass dies nichts weiter als ein Gerücht sei – und die beiden Frontmänner bereits vor Jahren einmal über die „Absurdität“ gesprochen hätten. Anderson wurde kürzlich in einem Interview gefragt, ob er unangenehme Fragen erwarte, die er in dem Q&A-Teil der kommenden Jethro-Tull-Tour beantworten müsse. „Während Mr. Google endlose Quelle des Amüsements ist, gilt selbiges auch für seinen zweiten Cousin Mr. Wiki, wir können nicht immer glauben was dort…
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