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NOMINEE STYLE: Mykki Blanco

Mykki Blanco lässt sich nicht auf eine Rolle festlegen. Sie ist Frau und Mann, Gangsta-Rapper und Drag-Queen, Riot-Grrrl und Gossenpoet. Die Kunstfigur des Künstlers Michael Quattlebaum Jr. überschreitet Grenzen und geht regelmäßig dahin, wo es weh tut. Sie spricht offen über ihre HIV-Infektion, tourt durch Putins homophobes Russland und droht auch schon mal einem Polizisten mit der Faust, wenn der sie als „Schwuchtel“ bezeichnet.

Auftritte als Mykki Blanco sind kathartische Happenings

Sozialisiert wurde Quattlebaum in der Punk-und Kunst-Szene New Yorks, zum Rappen kam er über die Performance-Kunst. Seine Auftritte als Mykki Blanco sind kathartische Happenings, die im Abendkleid beginnen und in schweißgetränkten Fetzen enden. Style ist bei Mykki Blanco dabei immer auch politisch. Das hat auch Madonna erkannt, die Blanco dieses Jahr für das Video ihrer Single „Dark Ballet” als Jeanne d’Arc castete, die am Ende in einer bigotten Welt auf dem Scheiterhaufen endet.

Der LGBTQ-Community etwas zurückgeben

Als non-binärer, schwarzer Künstler weiß Quattlebaum, was es bedeutet am Pranger zu stehen. Mykki Blanco existiere vor allem, um der LGBTQ-Community etwas zurückzugeben, sagt er. „Und da ich langsam in den Mainstream gleite, kann ich an ihrer Stelle Sachen formulieren, für die sie selbst kein Forum haben.“ Im Frühjahr erscheint ihr neues Album mit Gästen wie Anohni, Jamila Woods, Kelsey Lu und Devendra Banhart. Auch eine Zusammenarbeit mit der radikalen Designerin Iris Van Herpen ist geplant. Ob als Musikerin, Model oder Aktivistin: Niemand setzt Geschichten über Sexualität, Genderidentität und Menschlichkeit besser in Szene als Mykki Blanco.

Am 22. November wird erstmals der International Music Award in Berlin vergeben. Mehr zum IMA findet ihr hier.


IMA-Gewinnerin FUTURE: Holly Herndon

>>> Highlights und Gewinner IMA 2019! Holly Herndon hat den International Music Award für ihre zukunftsweisende Herangehensweise an Musik gewonnen. Die in Berlin lebende Musikerin setzte sich gegen Rosalía und NoName durch. Herndon, seit Jahren interessiert am Einsatz neuer Technologien für ihre Musik, setzte für ihr drittes Studioalbum "Proto" Künstliche Intelligenz (KI) ein. Sie selbst nennt diese "Spawn", wie sie IMA-Moderator Billy Porter auf der Bühne erklärte. Die Sängerin gab darüber hinaus eine kleine Einleitung, wie sie mit ihrer "Baby-KI" neue Sounds entwickelte. Zuvor spielte sie auf der Bühne der Verti Music Hall ihren elektrisierenden Song „Fear, Uncertainty, Doubt“. Warum Holly…
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