• In eigener Sache: V-Lenz über flüchtige Blicke und kreatives Verständnis von comic-haften Metaphern

    3. Januar 1999

    Sind wir nicht alle in der Schule mit Textinterpretationen traktiert worden? Haben wir nichts gelernt? Soll das alles umsonst gewesen sein? Die Texte von V-Lenz handeln eben nur auf den ersten Blick von Mystik, Untergangsstimmung und dem Bösen im Allgemeinen. Aber auch bei oberflächlicher Annäherung wird man keine Hinweise finden, die daraufschließen lassen, daß hier […]

  • In eigener Sache: Keilerkopf erläutern, warum Sprachbilder heute neu beurteilt werden müssen

    Was ist eigentlich das Thema dieses Schauspiels, dem sich immer mehr Medien widmen und bei dem man sich besser gleich auf die richtige Seite stellt, um nicht unnötig zu provozieren, und – wer schreibt das Drehbuch? Letzteres kann man ganz klar beantworten, wenn man dem allgemeinen Trend folgt und die Gesellschaft als Initiator für das […]

  • Beck

    “Nein, eine besondere Affinität zu den 90er Jahren hat ‘Mutations’ sicher nicht Die Songs existieren sozusagen… outside of town – äh, out of time wollte ich sagen. Du mußt entschuldigen, mein Kopf ist etwas matschig – wir waren Tag und Nacht im Studio.” (Obwohl “Mutations” erst unlängst erschien, arbeitet Beck bereits verbissen am nächsten Album.) […]

  • Neal Casal – Twilight On The Floods

    Eigentlich sollte “Twilight On The Floods” auf Neal Casals 98er-Album “The Sun Rises Here” vertreten sein, aber aus unerfindlichen Gründen ließ der amerikanische Singer/Songwriter diesen Song außen vor. Pech fürs Album, gut für uns, denn der straighte Rock-Track ist eine wahre Rarität und ein echter heimlicher Hit.

  • Calexico – Lacquer

    Gleich weiter zu einem anderen losen Zusammenschluß ideenreicher Musiker: John Convertino & Joey Burns, Erfinder der zuweilen Zopfigen Truppe Calexico, ehemals Rhythmus-Gruppe von Giant Sand, legten im vergangenen Jahr mit “The Black Light” ein Album vor, auf dem karge Wüstenlandschaften mit leuchtenden Blumen gefüllt wurde. Mit “Lacquer” fanden wir eine rare Single-B-Seite.

  • Teenage Fanclub & Kim Fowley – Festival Of Sun Reading

    Kim Fowleys Verbindung zur britischen Popmusik besteht schon seit den Siebzigerjahren, als er zusammen mit Cat Stevens “Portobello Road” komponierte. Auch heute, mehr als 20 Jahre nach seiner großen Zeit als Talentscout, Produzent und Sängen treibt es den fast 60jährigen Amerikaner noch um so zum Beispiel auf dem legendären Open-air-Festival in Reading, wo er anscheinend […]

  • Lambchop – Give Me Your Love

    Kurt Wagners zusammengewürfelter Haufen aus Nashville-Outcasts und Dekonstruktivisten ist immer für eine Überraschung gut. Auf ihrem neuen Album “What Another Man Spilk” fanden sie den Funk und arbeiteten Curtis Mayfields “Give Me Your Love (Love Song)” in ihr schwebendes, von gemächlicher Melodie getragenes Konzept ein. Es funktionierte kongenial…

  • Johnny Dowd – Just Like A Dog

    Seine Themen sind Mord, Totschlag und der alltägliche Wahnsinn: Johnny Dowd arbeitet tagsüber als Möbelpacker in New York und widmet sich abends seinen Obsessionen. Die Musik, die er dazu einspielt, ist karg, nackt und von oft beängstigender Brutalität Sein Debüt-Album “Wrong Side Of Memphis” wagt einen Blick hinter die Kulisse der Wohnzimmer Amerikas.

  • Moulinettes – Herr Rossi Sucht Das Glück

    Sie mögen Pril-Blumen, enge Rollkragenpullover und den Beat der Sixties. Die Münchener Moulinettes veröffentlichten im Frühling ihr Debüt-Album “20 Blumen”. Der Clou: eine liebevolle Neufassung der Titelmelodie der Trickfilmserie “Herr Rossi Sucht Das Glück”. Wir haben den Remix dieser bereits vergriffenen Single für die Nachwelt gerettet.

  • Junkhouse – Flood

    Gibt es Schlimmeres als geliebte Bands, die einfach von der Bildfläche verschwinden? Dies geschah mit der kanadischen Band Junkhouse, die 1995 das grandiose Album “Birthday Boy” veröffentlichte und dann ihren Plattendeal verlor. Ein letztes Werk erschien 1998 in Kanada. Dank bester Kontakte konnten wir einen Song davon für unsere Rare Trax ergattern…

  • Dave Alvin – Marybrown

    Für Puristen ist Dave Alvin so etwas wie ein Gott. Der ehemalige Gitarrist der legendären Blasters ist seit einiger Zeit als Produzent und SoundtrackKomponist erfolgreich. Ab und zu veröffentlicht er allerdings auch Alben wie “Blackjack David”, auf denen sein klassischer Folk- und Rootsrock nach klaren Sonnenaufgängen draußen auf dem Land schmeckt. Musik zum Durchatmen.

  • Uilab – St. Elmo’s Fire

    “St Elmo’s Fire”? Aber doch wohl bitte nicht John Parrs Titelsong zum gleichnamigen Film!? Mitnichten. Was die französischen Elektro-Erneuerer Stereolab, hier in einer höchst produktiven Kooperation mit dem Sound-Projekt Ui, sich zwecks gekonnter Reproduktion vornahmen, stammt aus den 70ern und aus der Feder Brian Enos. Eine Reminiszenz an das chronologische Vorbild des Stereolabors also, gefunden […]

  • Sunhouse – Second Coming

    Hätte der Liverpooler Regisseur Shane Meadows nicht eine Band für den Soundtrack seines Films “Twentyfourseven” gebraucht, wären Gavin Clarke und seine Freunde nicht auf die Idee gekommen, eine Band zu gründen. Was für ein Glück: Nach erfolgreichem Filmbeitrag bespielten die Briten ein ganzes Album mit ihrer gefühlvollen Popmusik. “Second Coming” war als hidden track auf […]

  • Rare Trax Vol.8 – Die CD im Rolling Stone

    Tonträger aller Art werden jedes Jahr gleich haufenweise in die einschlägigen Läden gekarrt – und der suchende Musikliebhaber darf sich ob der Überfülle plagen. In den Charts findet er oft nur das, was die Werbekampagnenan Verkäufen erzwungen haben, zumeist aber nicht jene kleinen Meisterwerke, die uns ein Jlugenbrauenheben oder ein kurzes, freudiges Aussetzen des Herzens […]

  • Eric Clapton – Kiel, Ostseehalle

    Nicht als Nikolaus verkleidet, sondern gewohnt schmucklos in Jeans und T-Shirt, präsentiert sich der Meister am entsprechenden Tag des Jahres seiner treuen Gemeinde, auf der Bühne begleitet von acht auserwählten Jüngern. Das – vorsichtig formuliert – nicht überzeugende jüngste Album liefert den Grundstock für die erste Konzerthälfte: Clapton beginnt die Show (selbstredend ohne jede Effekte!) […]

  • Elliot Smith – Berlin, Knaack

    Wie ein Häufchen Elend saß der Künstler nach dem Auftritt im Backstage-Kabuff, das Gesicht in den Händen verborgen, nicht ansprechbar. Was ihn so aus der Bahn geworfen hatte, wußte indes keiner zu sagen. Anfängliche Soundprobleme hatte er noch selbstbewußt gekontert. “I’m caught in a giant bass trap”, hatte er dem Mixer zugerufen. Selbst bei den […]

  • Robbie Williams – Hamburg, Große Freiheit

    This is where the Beatles started, right?” Robbie war offensichtlich aufgeregt, am selben Platz zu spielen, wo einst die Urväter aller Boygroups Funken von Genialität versprühten. Der Erfolg seiner beiden Alben hat dem Solisten Williams sichtlich gut getan: Proper, dauergrinsend und strotzend vor Selbstbewußtsein enterte er die Bühne der seit Wochen ausverkauften Freiheit und haute […]

  • Sein Debütfilm “Slacker” taufte eine Generation. In “Die Newton Boys” benutzt Richard Linklater nun den klassischen Plot

    Verkehrte Welten. Obgleich der Regisseur Richard Linklater seinem selbstvergessen mit Gedanken zur Gegenwart riffenden Schwatzfest “Slacker” entsprungen wirkt, plant er künftig historische Texas-tales. Der gemächliche Neo-Western “Die Newton Boys” ist ein Anfang. Danach hofft er, eine Story über die Schlacht von Alamo anno 1836 zu stemmen, “so lustig das aus meinem Mund klingen mag”. Nicht […]

  • Die biblische Vision des Buchhalters

    Sieht man Jeffrey Katzenberg auf einem der seltenen Fotos, die das Dream Works-Dreamteam zeigen, wirkt der kleine Brillenträger neben dem Musikboß David Geffen und Hollywood-Wunderkind Steven Spielberg wie ein Buchhalter, der durch Zufall mal mit seinen Bossen zusammen vor die Kamera durfte. Dabei trägt er als Chef der Dream-Works-Zeichentrickabteilung derzeit die Verantwortung für das wohl […]

  • Ihre Rock-Fop-HipHop-Melange macht Bran Van 3000 zu den Beastie Boys für Jungliberale

    Kinder. Die im Einkaufszentrum aufwachsen, wo alles zu haben ist und nichts was kostet Oder unter der Obhut unbeteiligt flimmernder Fernseher, was so ähnlich ist. Die später in eine Welt ziehen, die wie ein Einkaufszentrum ist, oder in ein Leben, das wie Fernsehen abläuft. Und die endlich eine Platte machen, die das Leben spiegelt. Beziehungsweise […]