• Filter

    3. Oktober 1999

    „Das macht der nicht lange“, sagte ein sichtlich beeindruckter Kollege nach dem Konzert, und meinte die Vehemenz, mit der Filter-Frontmann Richard Patrick gute 70 Minuten lang seine Stimmbänder malträtiert, sich immer wieder mit hochpeitschendem Schrei in seine Refrains geworfen hatte. Nach geglückter Neuformation seiner Band und erfolgreichem Release des langerwarteten Albums „Title OfRecord“ waren Filter […]

  • Jack McVea & His Door Openers: Swing Man Part I

    Jack McVea spielte zunächst Banjo, stieg in den frühen Dreißigern auf die Klarinette um, arbeitete dann mit Charlie Parker und Dizzy Gillespie und landete 1946 mit „Open The Door, Richard“ einen riesigen Hit. Womit der kuriose Name seines Orchesters wohl erklärt sein dürfte. Diese Aufnahme entstand Ende 1947

  • The Big Six: We The Boys Will Rock Ya!

    In ihren karierten Outfits kommen sie zwar daher, als habe man Peter Frankenfeld sechsmal geklont, doch die Mannen um Bandleader und Schlagzeuger Ricky Lee Brawn sind alte Hasen und gelten in ihrer englischen Heimat als die Pioniere der Neo-Swing-Bewegung. In den USA, wo TBS big sind, durften die Amis daher erstmals staunend erleben, wie Swing […]

  • Big Rude Jake: Queer For Cat

    In Deutschland hat dieses liebenswerte Großmaul namens Big Rude Jake inzwischen eine Menge Fans. Kein Wunder, denn der Boss der zwölfköpfigen Formation tönt zwar laut, weiß aber, wovon er redet – und singt. So wie Jake hat nämlich keiner den Neo-Swing um zwar gewagte, aber gekonnte Neuerungen voran gebracht

  • B. B. & The Blues Shacks: Weathergirl

    B.B. & The Blues Shacks sind zwar ein rein deutsches Gewächs, doch die Mannen um die Gebrüder Arlt (Andreas, Gitarre; Michael, Gesang) lassen es international swingen. Aufgenommen wurde die LP Jieality Show“, von der dieser Titel stammt, in L. A., und mit von der Partie waren u. a. der Pianist Fred Kaplan und der Gitarrist […]

  • Four Piece Suit: Go Ahead And Burn

    Boston muss Mekka der US-Swing-Szene sein, denn auch dieser vierteilige Anzug kommt von dort. Ihr Lounge-Swing brachte der Band bereits eine stattliche Anzahl an Soundtrack-Jobs ein. Hier aber geben sie ausnahmsweise mal etwas mehr Gas, denn zu einem Titel wie „Go Ahead And Burn“ würde ein Schieber wohl kaum passen.

  • The New Morty Show: Enter Sandman

    Wer Coppolas Film Jack“ kennt, der kennt auch The New Morty Show, denn die zehnköpfige Truppe aus San Francisco eröflhet den Streifen. Bandleader und Trompeter Morty Okin hat überdies eine recht interessante Stilrichtung vorgegeben, denn neben Klassikern spielt man auch Swing-fersionen von Metallica– (wie hier zu hören), Sex Pistols- und Billy Idol-Songs.

  • lue Plate Special: Double Talkin‘ Fool

    Todd Clark von der Rockabilly-Band Incredible Diamonds tat sich 1993 in Chicago mit dem Kingpins-Sänger Kevin Wright zusammen, um BPS zu gründen. Trotz ihres Backgrounds ließen sie fortan alle Rock-Einflüsse vor der Tür und spielen seither Swing in seiner ganz traditionellen Form. Der „Double Talkin‘ Fool“ ist einer der vielen Originalsongs, der die Shows von […]

  • Hipster Daddy-O & The Handgrenades: Daddy-O

    Wenn der Band-Name nicht schon alles sagt, dann sagt es die Kritik: „Hipster Daddy-O & The Handgrenades are one bad ass band!“ Das Sextett aus Arizona wurde dort 1998 bei den Music Awards Gewinner in den Kategorien „Best Swing Band“, „Best Live Show“ und „Best Dressed Band“. Die halbe Miete dieser rasanten Truppe ist zweifellos […]

  • The Love Dogs: Too Old To Die Young

    Die Love Dogs, ein Septett aus Boston, heizen seit 1994 verkühlten Ostküstlern ein, denn eine Kombination aus Big-Band-Jazz, Swing, New-Orleans-R&B, gewürzt mit einer Prise Tex-Mex wärmt ungemein. Frontmann E. Duato Scheer, der gelegentlich auch mal das Waschbrett malträtiert, hat überdies die nötige Portion sk-K£ in der Stimme, um wie hier mit „Too Old To Die […]

  • Rick Hollow : Kiss

    Rick Hollow ist nicht nur der Chef des Rockabilly-, Swingund Psychobilly-Labels Vampirella Music, sondern auch ein begeisterter Schlagzeuger. Mit seinem Soloalbum „Swing Your Hips!“ wollte er seinem Künstlerstamm wohl mal zeigen, dass er beileibe kein Schreibtischtäter ist Gelungen, wie der swingende Rockabilly-„Kiss“ beweist. -Hier kocht der Chef!

  • Eight To The Bar: Demon Rum

    Eight To The Bar sind ein Sextett von der US-Ostküste und bewegen sich auf einem Highway zwischen Count Basies „Kansas City“ und Fats Wallers ^Hartem“. Gewürzt wird ihre Mixtur aus Jive, Swing und Jump-Blues durch die Stimmen der beiden Sängerinnen Cynthia Lyon und Zanny Gaudet. Inzwischen hat die Band ihr sechstes Album im Kasten und […]

  • Bellevue Cadillac: Call Of The Wild

    In Boston sind Bellevue Cadillac die Swing-Band. Kein Wunder, denn die Mannen um Doug „The Professor“ Bell spielen die klassische Variante. Weshalb ihr „CaU Of The Wüd“ auch eine Adaption von Duke Ellingtons „It Don’t Mean A Thing“ ist.

  • Cab Calloway: The Calloway Boogie

    „Hi-De-Hi“ war sein akustisches Trademark, und daher wurde Cab Calloway auch der „Hi-De-Hi-Man“ genannt Er war der mit Abstand schrillste fogei der frühen Swing-Ära, sang Elogen auf die Drogen und hatte Asse wie Ben Webster oder Dizzy Gillespie in seiner Band. Von Fank Misiak liebevoll restauriert, erstrahlt auch der „Calloway Boogie“ vom Dezember 1947 in […]

  • Geno Delafose: French Rockin‘ Boogie

    Puristen werden jetzt sicher die Nase rümpfen, denn Geno Delafose aus Louisiana ist natürlich kein Swing-Musiker im klassischen Sinne, sondern spielt Zydeco und Cajun. Dass diese kreolische Musik aus dem Süden der USA auch swingt, beweist der JFrench Rockin‘ Boogie“ auf das Beste.

  • The Bill Elliot Swing Orch.: Mildred, Won’t You Behave?

    Bill Elliot weiß eine beeindruckende Big-Band hinter sich, und da der smarte Orchesterchefin L. A. ansässig ist, hat er natürlich aus Hollywood eine Menge Soundtrack-Jobs bekommen. Jedesmal wusste das Bill Elliot Swing Orchestra mit Bravour abzuräumen, besonders dann, wenn es sich wie hier um eine Oldie-Adaption wie „Mildred“ handelt.

  • Duke Ellington: I Don’t Mean A Thing

    Diesen Song nahm Edward Kennedy Ellington alias „The Duke“ am 2. Februar 1932 auf, die Sängerin war Ivy Anderson, Warum Ellington nach über 60 Jahren noch so erstaunlich frisch rüberkommt, liegt nicht allein an Ellingtons Virtuosität, sondern auch an der Mastering-Technik, mit der Tonrestaurator Frank Misiak diese alte Schellack-Aufnahme bearbeitet hat. Ergebnis: Nichts rauscht oder […]

  • The Ray Gelato Giants: Tu Vuo’Fa L’Americano

    Ray Gelato ist ein Tausendsassa, ob als Saxofonist, als Sänger oder Soundtrack-Lieferant. Vor fast zwei Dekaden war er im UK der Star der Chevalier Brothers. Mittlerweile vom grassierenden Jump-Blues-Fieber gepackt, nahm er mit seinen italienischen Landsleuten, den Good Fellas, ein Louis-Prima-Tribute-Album auf. Gelatos verschmitzter Song „Tu VuoTa LAmericano?“ – man beachte den Akzent stammt von […]

  • Die HipHop-Formation Mellowbag ist ein transatlantisches Bündnis mit Hauptsitz in Berlin, das subtilen Acid- Jazz spielt

    Posen, Prouen, Protzen – so zeigt sich meist der Rap. Hier hat er ein anderes Gesichter: Mellowbag schlagen sanfte Töne an, und durch Funk-, Acid Jazz- und Ragga-Einflüsse entsteht eine Beat-Boutique, bei der selbst Hip-Hop-Hasser große Ohren bekommen. Nicht umsonst heißt ihr neues Album „Bipolar Opposites“. Ihre Gegensätze sind Bandgeschichte. Das bekannteste Mitglied dieses Quintetts […]

  • Jahrelang buk Inga Rumpf, einst die erste Stimme im deutschen Rock, kleine Brötchen. Jetzt kehrt sie mit einer großen LP zurück

    Nein, missionieren will uns Inga mitnichten, obwohl sie ihr neues Album „Walking In The Light“ auf einer ausgiebigen Tournee ausschließlich in Kirchen präsentieren wird. Aber bekehrt haben dürfte Inga hernach garantiert eine stattliche Schar von Novizen, denen die Stimme buchstäblich unter die Haut gefahren ist und dort unauslöschliche Glücksgefühle hinterlassen hat. Jenen ist die Erleuchtung […]