• Otis Clay: Don’t Burn The Bridge

    3. Juli 1999

    Als Gitarrist war er das Vorbild von Robert Cray, als Soulsänger wurde er oft mit Al Green verglichen. Seine Herkunft aus dem ländlichen Mississippi, aber auch die prägenden Jahre in Chicago konnte der große Gitarrenstilist nie verleugnen. Inzwischen hat Gay gelernt, die Geschmeidigkeit des Southern Soul mit der Härte des City Blues trefflich zu kombinieren.

  • Ruth Brown: In Another World

    Während ihre Soul-Zeitgenossen fast ausnahmslos von der Bühne abgetreten sind, steht Ruth Brown auch als über 70jährige noch voll unter Dampf. Die große alte Dame des R&B, die vor 40 Jahren im New Yorker „Apollo“ Erfolge feierte, hat ihre beiden letzten Alben in New Orleans eingespielt – und stellt eindrucksvoll unter Beweis, daß der Southern […]

  • Irma Thomas: Ruler Of My Heart

    Als „Rose of New Orleans“ (wo sie 1941 geboren wurde) galt sie zu ihren Glanzzeiten Mitte der 60er Jahre und kehrte hierhin auch nach musikalischen Exkursionen Richtung Kalifornien und Musde Shoals wieder zurück. Ihre größten Erfolge feierte sie hier, wo ihr auch Allen Ibussaint (unter seinem Pseudonym Naomi Nevflle) „Ruler Of My Heart“ auf den […]

  • Moody Scott: I’ll Find My Sunshine

    Vor seinen „Sound Stage 7“-Aufnahmen hatte Scott Anfang der 60er Jahre bereits für das „Kapp“-Label gearbeitet. Bis weit in die 80er Jahre hinein ging er für diverse Label regelmäßig ins Studio, blieb aber dennoch einer der unbekannteren Vertreter des Southern SouL Als Songschreiber nicht gerade begnadet, schöpfte er sein Potential voll aus, wenn er eine […]

  • Joe Simon: Chokin‘ Kind

    „The Chokin Kind war die erfolgreichste einer ganzen Reihe von Hitsingles, die Simon zum Ende der 60er Jahre sowohl in den R&B- als auch in den Pop-Charts verbuchen konnte. Zuvor bereits von Waylon Jennings gecovert, kam auch dieser Song aus der Country-Metropole Nashville, wo ihn Simon auch 1969 aufnahm. Im dortigen „Music City Recorders“-Studio saß […]

  • Betty Lavette: Nearer To You

    Der künftige Countrystar Kenny Rogers war es, der Lavettes Karriere tatkräftig förderte. Mit „What Condition My Condition Is In“ coverte er nicht nur einen ihrer Songs, sondern empfahl sie auch an seinen Bruder Lelan Rogers, der für ein Label in Nashville arbeitete. Wie sehr sich die Wege von Country & Soul in der Südstaaten-Realität kreuzten, […]

  • Ella Washington: Sit Down And Cry

    Das „Sound Stage 7“-Label, nach dem gleichnamigen Studio in Nashville benannt, konnte in punkto Popularität nie mit „Stax“ und „Hi“ aus dem Soul-Mekka Memphis mithalten, erwies sich Mitte der 60er Jahre aber doch als kreativer Magnet. Wie viele der folgenden Musiker klopfte auch Ella Washington bei „Sound Stage 7“ an und zog 1968 von Miami […]

  • Lee Dorsay: Riverboat

    ________ RIVERBOAT ________ Seine größten Erfolge sind untrennbar mit dem Namen Allen Toussaint und dessen langsam groovendem New Orleans-Funk verbunden: „Working In The Coal Mine“, „Yes We Can“, „Ride Your Pony“ oder auch „Sneakin‘ Sally Through The Alley“, das Jahre später Robert Palmers Karriere allererst auf den Weg bringen sollte. Auch „Riverboat“, eine Referenz an […]

  • Stehaufmännchen Wolf Maahn hat mit Londoner Musikern ein Soul-Album aufgenommen – befürchtet aber alte Vorurteile

    Baß und Schlagzeug poltern vom Mikrochlp, die Alleinunterhalter-Orgel plärrt sentimentale Melodien dazu. „Anderthalb Jahre habe ich das Ding aus dem Second-Hand-Laden überall mit mir rumgeschleppt“, erinnert sich Wolf Maahn. Dann endlich hatte er die Songs für jene Platte beisammen, die „der Vision meines Lebens ein Stück näher kommt als alle anderen davor. Und jetzt“, furchtet […]

  • Wenn Helge Schneider ganz ernst wird, ist es am lustigsten: Also hat er ein seriöses Rock-Album mit Cover-Songs eingespielt

    Das also ist die Probe für New York, Rio, Tokio. Schlecht rasiert in einem Cordjacket bei grünem Tee. Wenigstens sagt er nicht „hi guy“ oder „nice to meet you“, sondern immer noch „Gut’n lach“. Aber niemand möge sich täuschen, das internationale Parkett hat nur auf ihn gewartet, und jetzt, Halleluja oder gnade uns Gott, ist […]

  • Der deutsche HipHop rollt die Album-Charts auf

    Das siebte Jahr nach „Die da“ ist kein verflixtes: Mit „4:99“ der Stuttgarter Fantastischen Vier an der Spitze sowie den Alben ihrer schwäbischen Landsleute Freundeskreis, Massive Töne und Afrob plazierte sich im Mai der deutsche HipHop breit dt hoch in den Charts. Aus dem Norden stiegen Eins, Zwo in die Top Ten ein – wovon […]

  • Tocotronic nähern sich auf „K.O.O.K.“ dem Epos an.

    Nach drei Platten mit sloganhaften Punkrock-Krachern nähern sich Hamburgs Schüler Tocotronic auf ihrem Doppel-Album "K.O.O.K." dem Epos an. Eine Bestandaufnahme

  • Bookmarks – Meine Internet-Adressen. Diesmal: David Byrne

    www.latinworld.com/radio Cyber-Radio ist für mich einer der interessantesten Aspekte des World Wide Web. Auf dieser Site findet man etwa 50 Radio-Stationen aus ganz Latein-Amerika. Man klickt einfach auf den Hypertext-Button und – boom: Eine Minute später ist man live und online dabei. www.mcad.edu/home/faculty/szyhalski/spl/inward.html Die Homepage eines osteuropäischen Künstlers, der sich mit Propaganda, Image, Medien und […]

  • Jamiroquai

    „Verdammter… blöder… beschissener…“ Jay Kaye, 29, Mastermind von Jamiroquai, war lang nicht mehr so mies drauf wie heute. Kommt in das Londoner Fotostudio gestürmt, kreist zwei Runden wie eine extrem abgenervte Killerhornisse, läßt sich auf eben Stuhl fallen, knallt die Benson & Hedges auf den Tisch und starrt angestrengt auf seine Knie. Benimmt sich also […]

  • Red Hot Chili Peppers – Hamburg, Kampnagel

    Okay, okay, ich gebe es zu. Einen Moment lang habe ich mich gefragt, ob die Red Hot Chili Peppers wohl immer noch bei Konzerten die Hosen herunterlassen. Sie wissen schon, diese Nummer mit den Socken, bei der man sich später öfters gefragt hat: Wer war wohl zuerst da, die California Dream Boys oder die Chili […]

  • Rock Im Park – Nürnberg, Frankenstadion

    Die ganz Harten schlugen schon am Donnerstag vor Pfingsten ihre Zelte auf, als im Stadion noch die Bühne fertigmontiert wurde. Einen Schwerverletzten gab es auch gleich: Ein Volltrunkener stürzte von der Steintribüne acht Meter auf den Boden. Der Rest feierte unbeirrt weiter – „Zwa Käsda Bier bro Berson braucht ma scho, logger“. Regengüsse und den […]

  • Steve Wynn

    Ach, mal wieder eine Beatles-Anekdote! Steve Wynn sagt, er sei lange, genauen schon seit seinem Hamburg-Debüt mit Dream Syndicate anno ’84 der festen Überzeugung gewesen, die Fab Four hätten damals immer in der Markthalle gespielt, die heute das kleinere MarX beherbergt Und nicht im Kaiserkeller. Bis sein neuer Bassist Dave DeCastro mit der frohen Botschaft […]

  • Entstehung wie auch Stilrichtung verdanken Willard Grant Conspiracy purem Zufall. Was sie einzigartig macht

    Es ist ja nicht so, daß man Robert Fisher nichts zutrauen würde, wie er da so sitzt, mit seiner Hornbrille Marke Woody Allen und den wachen Augen dahinter. Daß er aber en passant eine neue ästhetische Theorie des Songschreibens entwickelt, ist dann doch überraschend. Diese geht vom Foto aus. „Ein gutes Foto“, sagt der Gelegenheitsfotograf, […]

  • Er liebt Falsettstimmen und nennt sich Songwriter. Aber wehe, man wagt es, Jude an den alten Ikonen seiner Zunft zu messen

    Der nervende Lautsprecher versteckt sich nicht im, sondern neben dem Fahrstuhl, und daher knarzt nun Satchmo durchs Hotel-Foyer. „Als Armstrong noch jung war“, grinst Jude, „hat er auch anders gesungen.“ Mit „anders“ ist nach seinem Interpretations-Schema „schöner“ gemeint, und richtig schön darf daher dann auch mal so klingen, ab saß ein Knabe auf einem zu […]

  • Wie Portishead setzen auch Lamb die Spannung zwischen den Gegenpolen Mann/Frau, Technik/Gesang in Kreativ-Energie um

    In der Welt von Lamb fugt sich alles irgendwie. Offene Enden werden verknüpft, aus Streit erwächst Produktivität, und alles macht irgendwann doch Sinn. Die lange Arbeitszeit am neuen Album etwa. Andy Barlow bastelte endlose Nächte lang am Computer, sein Gesicht und das von Sängerin Lou Rhodes wurden blasser und blasser – und zwischendurch fragten sie […]