Peter Gabriel: Erstes Album seit über 20 Jahren im Anflug


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Zufall oder kosmische Strömung? Beim wohl letzten Konzert von Genesis im März saß Peter Gabriel im Publikum. Nach dem Ende der Show in London gab es ein großes Hallo und Schulterklopfen zum epochalen Wiedersehen. Die ehemaligen Gefährten stießen im Backstagebereich mit einem zünftigen Prog-Rock-Drink an.

Kaum drei Monate melden verschiedene britische Medien übereinstimmend, dass Gabriel sein erstes Album seit über 20 Jahren veröffentlichen wird. 2002 erschien seinerzeit „Up“, seitdem ist der umtriebige Allrounder mit Produktions-Engagements für allerlei multimediale Projektenund NGO-Aktionen beschäftigt.

Zitiert in der Album-Angelegenheit wird Drummer Manu Katché aus dem französischen Magazin „L’Illustré“ , der dort auch eine Tour mit Gabriel im kommenden Jahr in Aussicht stellt. Der „NME“ untermauert die Sause mit einer eigenen Aussage von Gabriel aus dem letzten Monat, dass er „eine Menge Songs fertigstellen will“ und „hofft, bis Ende des Jahres etwas herauszubringen“.

„Locker genug Songs“

Bereits im Jahr 2020 hatte der Meister himself im UK-Fachmagazin „Uncut“ von Fortschritten bei der Entwicklung neuer Musik parliert: „Ich bin aufgeregt über das, was im Moment zubereitet wird – ich wurde durch die Pandemie-Sperren ziemlich ausgebremst. Wir konnten etwa meinen Ingenieur Dickie zeitweise nicht dabeihaben. Doch es gibt locker genug Songs, die ich mag, um eine Platte zu machen, auf die ich stolz bin.“

Auf Nachfrage, ob das Album bald erscheinen würde, antwortete Gabriel vage und konkret zugleich : „Das hängt davon ab, wie man BALD definiert, doch die Antwort ist ja!“

Gabriels mannigfaltiges Hintergrundwirken ist auch auf Arcade Fires jüngstem Album „We“ zu hören, im Song „Unconditional II (Race and Religion)“ singt er gar. „Für mich sind sie eine großartige Band und sie haben mich gefragt“, sagte Gabriel wiederum dem NME. „Das ist die einfache Wahrheit. Sie sind großartige Songschreiber und es hat wirklich Spaß gemacht. Sehr interessant zu erleben, wie andere Leute arbeiten.“