Buyer’s Guide: Pixies, Breeders und Frank Black – die Alben und Raritäten


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Black komponierte eine an Ray Bradburys „Mars-Chroniken“ angelehnte Erzählung der „Go West“-Besiedlung des Roten Planeten durch Menschen – nur eben umgekehrt: die Erschließung Amerikas aus Alien-Sicht. Er sucht Heimat in diesen neuen Infrastrukturen, die unser Fassungsvermögen übersteigen – „(I Want To Live On An) Abstract Plain“ – und ersehnt eine Flucht ins pazifische Atoll der Zukunft: „The islands of Phoenix in 2016“; „Olé Mulholland“ wiederum huldigte dem Ingenieur William Mulholland, der L.A. einst mit Wasser versorgte. Am Anfang die Frage, warum wir an höhere Intelligenz glauben, aber die eigene Historie, das erste Computerspiel vergessen haben: „Whatever Happened To Pong?“


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Pixies: Come On Pilgrim (1987)

Die erste EP als Geburtsstunde des Loud-Quiet-Loud-Songmusters. Eigentlich müsste es Quiet-Loud-Quiet heißen: Strophe ruhig, Refrain geschrien. Später machten damit jedoch nicht die Pixies, sondern deren Schüler Nirvana Karriere. Der Masturbations-Lobgesang „The Holiday Song“ war vielmehr ein Bekenntnis sexuellen Versagens: „Here I am with my hand.“

Später singt Francis „Losing my penis to a whore with disease“, schiebt ein „just kidding“ hinterher – und dann: „Losing my life to a horrible disease.“ „Whore“ und „horri-ble“: Über Versprecher konnte er scherzen, so viel er wollte – die Angst vor weiblicher Sexualität wurde zu seinem Antrieb. Keine Frage, dass Black Francis damals das antisexistische Lager des College-Rock damit aufmischte.


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Frank Black: Frank Black (1993)

Mit seinem Solodebüt bewies Black Francis, der sich nun Frank Black nannte, einzigartigen Instinkt. Noch bevor „Pet Sounds“ der Beach Boys in den Neunzigern wieder hip wurde, coverte er deren „Hang On To Your Ego“. Aus „I Heard Ramona Sing“, einer Liebeserklärung an die Ramones, spricht reines Urvertrauen in Idole der Kindheit, in perfektem Klartext: „I had so many problems/ And then I got me a Walkman/ I really liked it a lot, and/ They walked right in and they solved them.“ Beworben wurde die Platte mit „Death to the Pixies“, dabei ist sie ein einziges Ja: zur Musikhistorie, aber auch zum Aufbruch ins Rollenspiel – das Booklet zeigt ihn als Fu Manchu, FBI-Agent und Latzhosen-Bauern.


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Ergänzend

The Breeders: Pod (1990)



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