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Prince: Diese zehn B-Seiten muss jeder kennen


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Die Stimmung war geladen, als Prince nicht beim „We are the World“-Chor mitmachen wollte und stattdessen mit „4 The Tears In Your Eyes“ einen Song für die Platte beisteuerte. In „Hello“, der Titel war als zynischer Appell gemeint, greift er die Situation auf. Er wollte einfach nicht mehr im Rampenlicht stehen: „I tried 2 tell them that I didn’t want 2 sing /But I’d gladly write a song instead / They said okay and everything was cool /’Til a camera tried 2 get in my bed“. Abschließend eine – etwas ungelenke – Rechtfertigung mit Verweis darauf, dass der Hunger nicht nur in Afrika existiert: „Everybody we’re against hungry children /Our record stands tall /
There’s just as much hunger here at home.“

8. Alexa De Paris (B-Seite „Mountains“, 1986)

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Ein Jazzrock-Spätsommerstück, in dem Prince einen Wettlauf mit Clare Fischers Orchester veranstaltet. Bacardi-Feeling, nur in gut. Soundtrack zum Südfrankreich-Film „Under The Cherrymoon“.

9. Shockadelica (B-Seite „If I Was Your Girlfriend“, 1987)

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Der Camille-Song reflektiert Prince‘ echten Glauben an die Hölle, und dass der Teufel in Menschengestalt wandert („The Girl Must Be A Witch“). Das „Black Album“ gilt als sein düsterstes Werk, aber schon das „Sign O‘ The Times“-Material war um Mythen nicht verlegen, siehe „Hot Thing“ mit der „Crystal Ball“-Unterwelt.

10. Feel U Up (B-Seite „Partyman“, 1989)

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Das letzte Camille-Werk, das bis heute veröffentlicht wurde. Bis auf „Rebirth Of The Flesh“ sind damit alle Songs des alter ego herausgebracht. „Feel U Up“ ist Funk, der zum Glück noch das Tageslicht erblickt hat: Rhythmus-Phase á la „Controversy“, und Prince denkt nicht nur an „Feel U Up“, sondern auch an „Fill U Up“.



Alle Alben von Depeche Mode im Ranking

14. Delta Machine (2013) Euphorisiert sprach Dave Gahan von den Gefühlen, die es so zuletzt auf „Songs of Faith and Devotion“ (1993) gegeben habe: Soul, Gospel, der „erdige Klang.“ Doch im letzten von drei für Depeche Mode produzierten Werken hinterließ Produzent Ben Hillier dann doch wieder jene dünnen Electro-Gerüste, bei dem Schläge aufs E-Drum wie Kissenschlachten klingen. Dazu gibt es die typisch gewordenen gurgelnden, flirrenden Störgeräusche, die die Band vor allem für jene Songs nutzt, deren Melodien alleine nicht tragen. „SOFAD“-Produzent Flood, der an der Schlussabmischung beteiligt war, hinterließ keinen bleibenden Eindruck. Enttäuschender sind die Melodien. Die vier Singles beschreiben…
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