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Highlight: 10 Dinge, die Sie über Rammstein garantiert noch nicht wussten

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Rammstein gewinnt International Music Award in der Kategorie Performance

„Flammenwerfer? Check! Feuerwerk? Check! Ein Kinderwagen, in dem ein Grusel-Baby liegt, der auf der Bühne angezündet wird? Klar doch; das kann nur Rammstein sein.“ So beginnt eine britische Tageszeitung ihren Report über das 2019er-Konzert der Extremrocker im Stadion von Milton Keynes. Über 30.000 Zuschauer, „almost instantly“ ausverkauft.

Das IMA-Publikum vergibt Preis an Rammstein

Ohne die typischen Deutschland-Klischees abzurufen, zeigt man man sich rundherum beeindruckt. Mit feinem Humor wird das explosive Soundgemisch aus tiefergelegter Elektronik und böllerndem Schwermetall beschrieben. „Auch nach 25 langen Tour-Jahren wissen die Berliner Rocker immer noch, wie man mit spektakulären Bühnentricks die Unterkiefer ihrer vor Ehrfurcht erstarrten Fans zu Boden krachen lässt.“

Da war fast klar, dass Rammstein den Publikumspreis des International Music Award (IMA) gewinnen würde. Über die am vorletzten Novemberwochenende in der Berliner Verti Music Hall erstmals vergebene Auszeichnung entschied das Publikum in einem Online-Voting. Der Preis in der Kategorie Performance geht an Rammstein. Denn so viel Show war selten.

Anarchistische Happenings am Anfang

Dabei zuckten in der Anfangszeit des Ost-Berliner Sextetts noch gar keine Pyro-Blitze. Nur ein paar Dutzend Eingeweihte kamen zu den anarchistischen Happenings der Ex-Punks. Es waren Liveshows mit wenigen Mitteln und subversiven Ideen. Als sie Anfang 1996 im Vorprogramm der New Yorker Speedpunk-Truppe The Ramones spielten, mussten handelsübliche Verstärker und ein karges Bühnenbild reichen. Erste internationale Anerkennung kam ein Jahr später mit David Lynchs Film „Lost Highway“, der die Songs „Rammstein“ und „Heirate Mich“ im Soundtrack verwendete.

Und das in einer Zeit, als deutsche Popmusik über Techno und Elektronik exportfähig wurde. Rammstein trieben dieses Spiel mit dem dicken Hammer voran. Fetisch-Skandale zum Song „Bück Dich“, Leni-Riefenstahl-Ästhetik oder jener Abend im abbruchreifen Palast der Republik, als Rammstein in Frauen-Uniformen der FDJ ihren Kämpfer-Song „Sonne“ aufführten. Das war im Oktober 2004. Es gab bereits aufwendige Shows. Und viel Respekt und Skandal in Amerika. Die Rammstein-Maschine rotierte.

Die Show: exzentrisch, perfekt, mega

Die heutige Mega-Performance ist also das Resultat einer langen Entwicklung. Eine perfekte Choreografie, zu der auch das exzentrische Outfit gehört. Sänger Till Lindemann als Armeechef im langen Schlangenledermantel, Keyboarder Flake komplett in Gold und Bassist Oliver Riedel im knallroten Ganzkörperhandschuh. Dazu eine spektakuläre Lichtshow in Blutrot und Tiefblau für die Songs des siebten Albums „Rammstein“, des ersten Studio-Release nach zehn Jahren.

Acht neue Tracks schaffen es auf die 21 Song starke Setlist. Und natürlich ist ihre Show nicht komplett ohne den Klassiker „Du Hast“, wenn Lindemann mit seiner Fantasy-Armbrust einen spektakulären Feuerschein entfacht, der über den Köpfen explodiert. Eine brachiale Version von „Engel“ folgt, aufgeführt auf einer Nebenbühne, bevor die Band mit Schlauchboten über die ausgestreckten Arme des Publikums zurück zur Hauptbühne rudert.

Die Inszenierung macht der Band so viel Spaß

Die Über-Performance gehört zu Rammstein. Doch wenn es ihnen nicht so viel Spaß bereiten würde, könnten sie auch darauf verzichten. Denn sie sind eine tighte, spielstarke Band, die stets an die Fans aus der Anfangszeit denkt und mit „Heirate Mich“, „Du riechst so gut“ und „Rammstein“ drei Klassiker ihrer legendären Debütplatte „Herzeleid“ präsentiert. Tracks aus der derben Rocker-Ära. „Deutschland“, das epische Herzstück des aktuellen Albums, leitet dagegen breite Synthesizerflächen ein. Tänzer in strahlenden Neonanzügen flimmern durch die Nacht.

Der IMA fährt Audi – Audi hat den International Music Award 2019 elektrisiert und die hochkarätigen Gäste rein elektrisch und lokal emissionsfrei direkt an den roten Teppich gebracht. Die Stars des IMA 2019 durften auf dem Weg zur Verti Music Hall im neuen Audi e-tron und Audi Q5 TFSI e Platz nehmen.


Florence And The Machine

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