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RS-History

Wie Rapper Coolio in Böblingen eine Boutique bestahl

1997 schwamm Rapper Coolio auf einer Welle des Erfolgs. 1995 erschien sein Hit-Album „Gangsta’s Paradise“. Der Titelsong, auch Teil des Soundtrack des Films „Dangerous Minds“, lief bei fast allen Radiostationen rauf und runter, für den einprägsamen Track gab es 1996 sogar einen Grammy. Zum Erscheinen seiner neuen Platte „My Soul“ besuchte Coolio Deutschland und machte am 21. November 1997 auch Halt im beschaulichen Böblingen in Baden-Württemberg.

Hier gab er zahlreiche Autogramme, ließ sich ablichten, auch in einer stadtbekannten Boutique. Was eben zur Werbekampagne für eine erfolgreiche Platte dazugehört. Gemeinsam mit sechs Mitgliedern seiner Band (die ausgerechnet den Namen 40 Thievz, also 40 Diebe, trug), wollte sich der Musiker anscheinend für die Strapazen belohnen und kleideten sich vor Ort mit Klamotten im Wert von knapp 1.500 Euro ein. Allerdings ohne Motivation, die kostspieligen Outfits auch zu bezahlen.

Als Coolio und Co. ganz cool verschwinden wollten, stellte sich die Ladenbesitzerin in den Weg und verlangte Geld. Für den Rapper anscheinend ein Ärgernis. Wie später im Gerichtsverfahren bekannt wurde, schlug ihr Coolio direkt in den Bauch, flüchtete mit dem Diebesgut. Sofort kam es zu einer Anzeige – Coolio wurde wegen Diebstahls und Körperverletzung angeklagt.

Coolio fühlte sich übers Ohr gehauen

Vor Gericht präsentierte der Musiker allerdings eine etwas andere Sicht der Dinge: Angeblich sollte eine Bekleidungsfirma für Gratis-Kleidung sorgen, die sich Coolio und seine Kollegen in der Böblinger Boutique nur hätten abzuholen brauchen. Die Ladenbesitzerin hätte aber laut Rapper auf eigene Faust eine Autogrammstunde organisiert, dafür allerdings kein Honorar zahlen wollen. Schließlich hätte sie auch noch die Mitnahme der Kleidungsstücke verweigert.

Anscheinend befand der Richter, dass es sich dabei nur um eine gut erzählte Geschichte aus dem Leben eines cleveren Hip-Hop-Künstlers handelte und verknackte Coolio zu sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung und einer Geldstrafe von 30.000 Mark.

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