Während Rassismus-Diskussion: Fox-News-Moderator brüllt Journalisten nieder


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Im Rahmen der landesweiten US-Proteste und Ausschreitungen nach dem Tode George Floyds widmen sich sämtliche amerikanische Medien dem Thema, so natürlich auch Fox News. In einem Beitrag über systematischen Rassismus in den USA schien das Problem der Diskussion jedoch weniger ein mangelnder Konsens über die Dringlichkeit der Lage zu sein – sondern die Gesprächskultur und Dominanz der (weißen) Moderatoren.

Einigkeit und mangelnde Diskussionskultur

Als der afroamerikanische Journalist Juan Williams seinen Standpunkt erklären wollte, fuhr ihm sein weißer Co-Host Greg Gutfeld brüllend ins Wort und ließ ihn nicht mehr ausreden. Williams sprach darüber, dass junge, schwarze Männer in den USA regelrecht stigmatisiert würden. „Es ist schädlich für Menschen, die nicht allein aufgrund ihrer Hautfarbe wie Kriminelle behandelt werden wollen. Und schauen sie sich dann unseren Nationalen Sicherheitsbereiter an“, erklärte Williams. Der bereits zuvor sichtlich ungeduldig gewordene Fox-Journalist Gutfeld unterbrach ihn mit lauter Stimme – und ließ ihn nicht mehr ausreden. „Aber Juan, Juan. Keiner widerspricht dir“, so Gutfeld. Zunächst versuchte Williams noch, das Wort zu behalten. Er könne seinen Punkt erklären, wenn man ihm erlauben würde, zu sprechen.

Seinen Punkt zu Ende bringen konnte Williams allerdings nicht mehr – sowohl Gutfeld als auch Moderator Jesse Waters wurden nicht müde zu betonen, dass sie mit Williams übereinstimmen. Nur eben leider, ohne ihn dabei auszureden lassen.

Kritik auf Twitter

Für Gutfeld hagelte aus daraufhin Kritik auf Twitter. „Und das, während er seinen Kopf schüttelt und lacht. Ich meine, versuch wenigstens so zu tun, als ob du zuhörst“, adressiert ein User den Moderator. Eine andere Person übt fundamentale Kritik an dem rechtskonservativen Sender:  „Ein weiterer Beweis dafür, dass Fox News nichts für Schwarze ist. Sie können überhaupt keine Form von Gemeinsamkeiten finden. Es ist ein völlig rechtsextremer Nachrichtenkanal, der nicht mit wahrheitsgetreuen Journalisten, sondern mit TV-Persönlichkeiten gefüllt ist. Absolut erbärmlich und ekelhaft, ich erwarte, dass er (Gutfeld) gefeuert wird oder kündigt“.



Bruce Springsteen: Radiosendung gegen Rassismus und für Proteste zum Tode George Floyds

Die „From His Home To Yours”-Show von Bruce Springsteen spielt diese Woche ausschließlich Songs, die von Protesten inspiriert sind, während er über die momentane Situation in den Vereinigten Staaten spricht. Während des Lockdown begann Bruce Springsteen seine eigene Radioshow, welche beim amerikanischen Sender SiriusXM ausgestrahlt wird. Die aktuelle Folge startete sogleich mit einem seiner eigenen Songs: „American Skin (41 Shots)“, einem Acht-Minuten-Epos. Die Wahl fiel nicht zufällig. „Dieses Lied ist fast acht Minuten lang. Und so lange dauerte das Sterben von George Floyd, während ein Polizist in Minneapolis ein Knie in seinen Nacken drückte. Das ist eine lange Zeit. So…
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