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Akte X Season 11 (Blu-ray)


Die Aufregung unter Fans war groß, als vor einigen Jahren eine Fortsetzung von „Akte X: Die unheimlichen Fälle des FBI“ – wie die Serie in voller Länge in Deutschland heißt – für das Jahr 2016 angekündigt wurde. Offiziell endete die Serie bereits 2003 nach neun Staffeln und einem Kinofilm. Eine weitere Verfilmung folgte 2008, diese baute jedoch nicht auf die Mythologie auf und so blieben noch sehr viele unbeantwortete Fragen offen.

Fans hofften darauf, auf diese Fragen 2016 eine Antwort zu erhalten, schließlich ist die Wahrheit immer noch irgendwo da draußen. Doch dann kam alles anders. Statt sinnvoll auf die Mythologie von damals aufzubauen, wurde sie schlichtweg komplett umgeschrieben und für das 21. Jahrhundert neu interpretiert. Und am Ende gab es einen Cliffhanger, der fieser nicht hätte sein können. Bei Fans kam die Serie zwar nicht sonderlich gut weg (lesen Sie hier auch unsere Kritik zur zehnten Staffel), trotzdem war sie erfolgreich genug, sodass Anfang 2018 eine elfte Staffel ausgestrahlt wurde. Und genau diese gibt es jetzt auch auf Blu-ray.

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Als Parodie unterhaltsam

Staffel 11 von „Akte X“ umfasst zehn Episoden. Doch diese sind leider so schlecht, dass es fast schon wieder lustig ist. Fast! Abermals wurde die bisherige Mythologie komplett über den Haufen geworfen. Der fiese Cliffhanger am Ende der zehnten Staffel? Achtung, Spoiler: Der ist gar nicht passiert, Scully hat alles nur geträumt! Serienschöpfer Chris Carter und sein Team greifen wirklich in die billigste Trickkiste und haken so gut wie jedes Klischee ab. Dazu zählt auch, dass es bei Auto-Verfolgungsjagden immer auch eine Nahaufnahme geben muss, wie ein Fuß entschlossen auf das Gaspedal tritt. Und das jedes Mal.

Mulder und Scully nehmen ihren Job selbst nicht mehr ernst und machen Witze darüber, eine X-Akte für verboten leckere Muffins zu eröffnen. Oder sie werden plötzlich zu Super-Agenten, die wie in einem schlechten Action-Film um sich schießen und Gegner im Nahkampf ausschalten. Und zumindest im Original klingen Mulder und Scully auch so, als ob sie eine durchzechte Nacht und den daraus resultierenden Kater auskurieren müssen. Und natürlich wird wieder einmal die Integrität von Walter Skinner infrage gestellt. Hatten wir alles schon mal, allerdings in gut.

Walter Skinner: Freund oder Feind? Diese Frage wurde schon oft genug gestellt (und beantwortet), wird jetzt unnötigerweise aber erneut aufgegriffen. Gäähn!
Walter Skinner: Freund oder Feind? Diese Frage wurde schon oft genug gestellt (und beantwortet), wird jetzt unnötigerweise aber erneut aufgegriffen. Gäähn!

Früher war wirklich alles besser

„Akte X“-Feeling wie damals kommt leider zu keinem Zeitpunkt auf. Aber nicht nur das, auch setzt die elfte Staffel keine neuen Impulse, sondern klammert sich verzweifelt an das „Akte X“ der 90er-Jahre, statt sich an aktuellen Serienproduktionen zu orientieren. Doch genau das funktioniert im Jahr 2018 leider nicht mehr und so fühlt sich Staffel 11 einfach nur anachronistisch an.

Während Netflix und US-Sender wie HBO und Showtime das Serienformat regelrecht revolutioniert haben, ist die elfte Staffel „Akte X“ ein fader Eintopf mit zu vielen Zutaten, der eingefroren und Monate später in der Mikrowelle wieder aufgewärmt wurde. Zwar versucht „Akte X“ an alte Erfolge anzuknüpfen und scheut dabei auch nicht davor zurück, dreist von „Black Mirror“ und anderen Serien zu kopieren, allerdings ohne jegliches Fingerspitzen- und Selbstwertgefühl.

Alles nur geträumt! Mulder am Krankenbett von Scully. Auch solche Szenen haben Fans von „Akte X“ schon viel zu oft gesehen.
Alles nur geträumt! Mulder am Krankenbett von Scully. Auch solche Szenen haben Fans von „Akte X“ schon viel zu oft gesehen.

„Akte X“: Ende ohne Schrecken

Als hartgesottener Fan von „Akte X“ ist es eigentlich zum Heulen, wie die Serie verkommen ist. Doch zum Glück hat uns bereits die zehnte Staffel auf das Schlimmste vorbereitet. Und so ist es dann auch nicht mehr traurig, dass es vermutlich keine weitere Fortsetzung mehr geben wird: Gillian Anderson (Dana Scully) hat vor einiger Zeit bereits verkündet, dass es das für sie war. Und auch die Quoten der elften Staffel waren so schlecht, dass die X-Akten nun hoffentlich ein für alle Mal geschlossen bleiben.

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Twentieth Century Fox Home Entertainment
Twentieth Century Fox Home Entertainment

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Handlung In der ersten Staffel von „Westworld“ haben wir den Freizeitpark im Wilden Westen kennengelernt: Hier können reiche Besucher und Urlauber ihre kühnsten Fantasie und jedes noch so verdorbene Verlangen ausleben und das komplett ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Möglich gemacht wird dies durch Roboter, die den Park besiedeln und als Gastgeber für die Besucher fungieren. Im Verlauf der ersten Staffel entwickeln einige dieser Roboter-Hosts ein eigenes Bewusstsein, allen voran Dolores (dargestellt von Evan Rachel Wood), die nach einem Aufstand der Roboter zur neuen Anführerin wird. In der zweiten Staffel rekrutiert sie neue Mitglieder, um die Sicherheitskräfte von Delos zu…
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