Billy Gibbons & The BFG’s Perfectamundo

Concord/Universal

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Hätten Sie’s gewusst? Der große Gitarren-Bart hat lange vor ZZ Top in Latin Percussion gemacht. Mit Großmeister Tito Puente! Billy Gibbons’ Kuba-Ausflug fürs späte Solodebüt passt also biografisch, und der musikalische Ertrag macht auch durchaus Spaß. Timbales und Texas-Boogie-Flair gehen prinzipiell gut zusammen – und das in „You’re What’s Happenin’, Baby“ sogar mit Rap-Einlage. Würde der Beat nur nicht zu oft auf der Snare-Peitsche von Nashville-Drummer Greg Morrow kleben bleiben, wenn Gibbons Standards wie „Treat Her Right“ reanimiert oder „Pickin’ Up Chicks On Downing Street“ spielt.

Sonst erinnert „Perfectamundo“ öfter mal an ganz frühe Santana, als da noch die Hammond von Gregg Rolie Auslauf hatte. Die B3‑Orgel ist hier (auch von Gibbons selbst gespielt) omnipräsent. Weshalb das Album konsequent mit dem frechen Booker-T.-&-The-M.G.’s-Rip-off „Q-Vo“ schließt. Nein, einen Bart hat Gibbons’ Ansatz nicht. Doch Ry Cooder oder Charlie Musselwhite haben ihm bei allem Amüsement schon mehr Substanz abgewonnen.

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