Bruce Springsteen :: The Complete Video Anthology 1978-2000

Mal wieder erweitert und jetzt auf ein CD-Quadrat geschrumpft, zeigt die Sammlung erschütternd, wie wenig Springsteen für Videos taugt – gerade auch für die inszenierten, kraftmeierischen Live-Chosen „Born In The U.S.A.“, „Dancing In The Dark“, „Better Days“, „Murder Incorporated“ „Hungry Heart“ in Berlin. „Rosalita“ 1978 und „The River“ 1980 erinnern schmerzlich an das, was man nie mehr sehen wird – die Aufnahmen sind so unglaublich authentisch und wild, dass man den Rest des Gefilmten gleich wegwerfen möchte. Es bleiben aber immerhin der kunstlose Schwarzweiß-Film zu „Atlantic City“ (gewiss kein „Video“) und Sean Penns kongeniale Arbeit für „Highway Patrolman“, die er neun Jahre nach seinem meisterlichen Spielfilm „The Indian Runner“ fertigstellte. Sogar die Solo-Auftritte mit „The Ghost Of Tom Joad“ und „Born In The USA“ sowie die innige Gospel-Performance „If I Should Stay Behind“ mit Scialfa, Lofgren, Van Zandt und Clemons haben nicht die Intensität der assoziativen Impressionen. Wozu auch bei Songs, die vollkommen unvergesslich sind? Und dieser Kuss bei „Rosalita“! 3,0 Besser: „Live In New York City“, die Wiederkehr der E Street Band und so.

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