Christoph Biermann Wenn wir vom Fußball träumen

Kiepenheuer & Witsch

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Bereits seit Mitte der Neunziger veröffentlicht der heutige Chefredakteur des Emo-Kicker-Magazins „11 Freunde“ regelmäßig in Langform. Und nach seinem Taktik-Epos „Die Fußball-Matrix“ unternimmt Biermann nun eine sentimentale Reise ins Ich, sprich ins Herz des Ruhrgebiets. Wer schon mal im Stadion am Schloss Strünkede, home of Fünftligist Westfalia Herne, heimlich einen Glücksbringer am Anstoßkreis verbuddelt hat (wie Biermann), kennt sich dort natürlich aus. Und so nennt er seine Reportagen zwischen Meiderich und der neureichen Borussen-AG folgerichtig „eine Heimreise“. Wir lernen die Dauertragödie Rot-Weiss Essen genauso aus der Insider-Perspektive kennen wie „Die Malocherlüge“ S04. Dabei verleugnet Biermann seine VfL-Bochum-Leidenschaft nicht, tappt aber nie in die Ego-Falle. Genau so wird aus der Ex-Proleten-Kultur das Literaturgenre new football journalism. (Kiepenheuer & Witsch, 18,99 Euro)

Once Upon A Time In Hollywood: Tarantino hat den perfekten Bruce-Lee-Darsteller gefunden

Leonardo DiCaprio, Brad Pitt, Margot Robbie, Al Pacino, Timothy Olyphant, Burt Reynolds, Damian Lewis, Dakota Fanning, Scoot McNairy, Kurt Russell, Tim Roth - das sind nur einige Schauspieler, die in „Once Upon A Time In Hollywood“ mitspielen. Quentin Tarantino hat für seinen neuen Film, der am Rande auch die Manson-Morde in Los Angeles thematisieren soll, die wohl erstaunlichste Besetzung seiner an erstaunlichen Besetzungen reichen Regie-Karriere gefunden. Doch eine Rolle blieb bis zuletzt noch offen: Wer würde Bruce Lee spielen? Der sinoamerikanischer Kampfkünstler und Martial-Art-Filmstar, der 1973 mit gerade einmal 32 Jahren verstarb, ist Teil der Handlung. Sein Abstecher nach Amerika…
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