Coldplay Ghost Stories


Warner

Vorsatz für 2017: Erwarte nichts vom neuen Coldplay-Album! Hoffe nicht, dass sie vielleicht doch noch einmal ein Großwerk wie „A Rush Of Blood To The Head“ schaffen. Machen wir uns nichts vor: Die letzten drei Platten waren nichts, und „Ghost Stories“ ist überhaupt nichts. Eines muss man Coldplay also wirklich lassen: Es gelingt ihnen immer wieder, grandios zu scheitern – an den Hoffnungen, die ihre ersten beiden Alben weckten, vor allem aber an den eigenen Vorsätzen. Ein großes Konzeptalbum über eine dramatische Trennung soll dieses sechste Studiowerk nun sein. Leider ist es aber kein „Rumours“ und bestimmt kein „Blood On The Tracks“, sondern ein zusammengeramschter Haufen Geplucker, Geschwelge und Gejammer, das nur eines verbindet: dass kein einziger richtiger Song darunter ist. Aber warum bin ich wütend darüber (wenn auch nicht so wütend wie der geniale Typ, der bei „The Quietus“ eine Rezension mit 96 ‚fucks‘ schrieb)? Weil es kaum zu fassen ist, wie dieser Chris Martin sein Talent vergeudet (und dafür auch noch weltweit mit Nummer-eins-Platzierungen belohnt wird). Zuletzt waren ihm zwischen all dem Schmarrn und Schmalz, dem Pathos und dem Pomp-Pop wenigstens noch ein paar nette Zeilen und Melodien eingefallen. Aber mit Gwyneth ist wohl auch der letzte Rest Inspiration gegangen. Was für einen Quatsch der Typ singt, der einst so wunderbare Liebeslieder wie „Fix You“ schrieb! Da hilft die schönste Stimme nicht, dagegen ist sogar Brandon Flowers ein Poet. So beschreibt Martin heute Einsamkeit: „Late night watching TV/ Used to be you here beside me/ Is there someone there to reach me?“ Und so tragisch verrutschen seine Bilder: „’Cause you’re a sky full of stars/ I’m gonna give you my heart.“ Himmel, hilf! „Zurückstellen, nachkalibrieren“ – das wollte Chris Martin vor „Ghost Stories“. Er soll jetzt bitte endlich damit anfangen. Vielleicht darf man sich dann doch auf 2017 freuen. „And if you were to ask me/ After all that we’ve been through:/ ,Still believe in magic?‘/ Well yes, I do.“


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"The Big Bang Theory" mit großer Nobelpreisträger-Folge

Kaum eine andere Serie der letzten Jahrzehnte dürfte so viel dafür getan haben, dass auch Normalsterbliche und Durchschnittsintellektuelle mit den Gedanken großer Physiker und anderer Wissenschaftler in Berührung kommen, wie "The Big Bang Theory". Dr. Sheldon Cooper (Jim Parsons) ist dafür natürlich der Hauptgrund, ist er doch seit der ersten Episode der Nerd-Sitcom der begabteste aller Denker des freundschaftlich verschworenen Gespanns junger Wissenschaftler und einer Blondine. Immer wieder haben auch prominente und weniger prominente Wissenschaftler die Möglichkeit, ihre Thesen dem TV-Publikum zu erklären oder sich über ihren eigenen Ruf als weltfremde Eigenbrötler lustig zu machen. In der Episode "Die Nobelpreisträger-Beleidigung"…
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