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Daniel Powter Under The Radar


Es ist alles gutgegangen mit Daniel Powter. Der Kanadier hatte mit seinem vor drei Jahren erschienen Major-Debüt zunächst nur in Europa Erfolg, wo das Lied „Bad Day“ allerlei Charts anführte. Dasselbe Lied sicherte dann aber doch noch den Erfolg in den USA, als es in der fünften „American Idol“-Staffel exzessiv eingesetzt wurde. Und Powter wurde der erste Kanadier seit vielen Jahren an der Spitze der „Billboard“-Charts.

Powter ist seitdem ein unwahrscheinlicher Star, weil er nicht den Siegeswillen von James Blunt hat und generell keine Rockstar-Persönlichkeit ist. Außerdem sitzt er am Klavier, schreibt klassischen Pop im Sinne von Elton John bzw. anderen traditionellen Popschreibern und singt manchmal in einem seltsamen Falsett. Der enorme Erfolg von „Bad Day“ macht ihn dennoch zu einem Fall für Starmacher Linda Perry, die die Produktion für das zweite Album übernahm.

Perry, in jedem Genre einsetzbar, hat naturgemäß eine Stärke für traditionelle Songwriter. Sie lässt den gelegentlichen Funk des Debüts beiseite und stellt geschmackvolle Gitarren ins Arrangement, wo Mitchell Froom auf dem Debüt noch Tasteninstrumente stapelte. Powter singt jetzt weniger quiekend und liefert erwartungsgemäß sieben, acht Standards im Sinne von „Bad Day“, ohne sich nun deshalb gleich selbst zu kopieren.

Es sind schöne Refrains dabei, zum Beispiel in dem sehnsüchtig jauchzenden Opener „Best Of Me“, dem herzensgut schunkelnden „Next Plane Home“ und dem hübsch gesetzten chord change von „Not Coming Back“. Powter ist zufrieden, wenn er seine Songs richtig schreibt, wenn jeder Bogen sitzt und jede Melodie an früher erinnert. Man wird mit so einer Haltung nicht unsterblich. Aber für ein paar gute Jahre wird es reichen. (Warner)


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