„Die Träumer“ von Bemardo Bertolucci :: (Start 22.1.)

Eine Liebeserklärung ans Kino, die Jugend und ihre Unschuld, das Erwachen und die Erregung. Der junge, etwas steife Amerikaner Matthew (Michael Pitt) lernt in Paris Isabelle (Eva Green) und ihren Bruder Theo (Louis Garrel) kennen. Es ist 1968, der Beginn der Studentenrevolte. Auf einem Podium vor der Cinematheque Francaise spricht Jean-Pierre L£aud, und Isabelle hat sich an ein Gitter gekettet, auf dem Kopf ein rotes Barett, lasziv eine Zigarette zwischen den Lippen. Als die Eltern verreisen, quartieren die latent inzestuösen Geschwister den blonden Fremden flugs bei sich ein. Das Trio diskutiert über Politik, Vietnam, Rockmusik oder warum Buster Keaton komischer ist als Charlie Chaplin. Während draußen die Straßenschlachten toben, neckt das Trio sich mit einem Quiz, bei dem es Filmszenen nachstellt Matthew und Isabelle verlieren und müssen miteinander auf dem Küchenboden schlafen. Sinnlich und kokett zugleich macht Bertolucci mit den schönen jungen Nackten den Zuschauer gekonnt zum Voyeur, bis in den Kinotraum wieder die Realität hereinbricht.

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