Dylan Jones David Bowie. Ein Leben



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Oral History bietet vielleicht die fairste, sicher die unterhaltsamste Form der Biografie: Sie pocht nicht auf Wahrheit, sondern erzählt verschiedene Versionen der Geschichte. Bowie sagt, er sei ein Junge der Unterschicht gewesen – und im nächsten Absatz berichtet seine Chronistin Wendy Leigh: „David wuchs als verwöhntes und privilegiertes Kind auf.“ Es ist zwar nicht ersichtlich, welche O-Töne für dieses Buch zusammengetragen wurden und welche bereits vorhanden waren.

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Aber für seinen monumentalen Zeitzeugenbericht hat „GQ“-Herausgeber Dylan Jones etliche Stimmen versammelt, darunter Madonna, McCartney, Christopher Nolan und Iggy Pop, auch die Witwe Iman spricht.

David Bowie

Es gibt großartige Sätze, die keinen Sinn ergeben: „Wann immer ich an David denke, denke ich an Gershwin“ (Martin Scorsese).

Es gibt großartige Sätze enttäuschter Promi-Fans: „Der Arsch ist nie zu unserem Konzert gekommen“ (­Bono über seine vom Idol unbeachtete Live-Hommage auf „Major Tom“).

Und es gibt großartigen Ankedoten: „Ja, und er hat meine ganzen Scheißgeräte da“ (Brian Enos Antwort auf die Frage, ob er in der Bowie-Ausstellung war). Eno hatte das Equipment von „Low“ zur Auk­tion freigegeben. Sein Freund David hat es dann heimlich ersteigert – und ins Museum verfrachtet. (Rowohlt, 38 Euro)

George Pimentel WireImage

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