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Fado Regie: Jonas Rothlaender


Dieser Film beginnt mit dem Tod: Der junge Arzt Fabian kann eine Patientin auf seinem Notfalltisch nicht mehr retten. Er ist schockiert, denn die schöne Tote erinnert ihn fatal an Doro, seine verflossene Liebe. Er hatte sie sich schon aus dem Kopf geschlagen, doch nun ist sie wieder da und lässt ihn nicht mehr los. Vielleicht war die fremde Frau ja ein Zeichen aus dem Reich der Toten?

Kurzerhand bricht er alle Brücken hinter sich ab und fliegt nach Lissabon, wo Doro jetzt lebt und als Architektin arbeitet. Mit allen Mitteln will er um sie kämpfen, es noch einmal mit ihr versuchen. Er besorgt sich eine Wohnung, besucht einen Sprachkurs und findet eine Stelle. Doro ist zunächst irritiert, doch zugleich erkennbar geschmeichelt. Sie genießt das Spiel des Liebeswerbens, und irgendwann ist sie sich sicher, dass Fabian sich tatsächlich geändert und ihre Liebe eine Chance hat. Sie verliebt sich wieder. Doch in Lissabon lauern auch die Geister der Vergangenheit, und bald erkennt man, woran es lag, dass ihre Beziehung einst gescheitert ist. Die Bilder in Fabians Kopf beginnen die Realität zu überlagern, sich mit ihr zu mischen. Sein und Schein, Fantastik und Realität blenden ineinander in diesem Beziehungsthriller voller Intensität. Jonas Rothlaenders Spielfilmdebüt wird mit Golo Euler und Luise Heyer von zwei herausragenden Hauptdarstellern getragen. Lissabon, die Hauptstadt Portugals und des Fado, der taumelnden, von Melancholie erfüllten portugiesischen Tanzmusik, ist der dritte Hauptdarsteller in diesem Beziehungsdrama, das eine sich ins Extrem steigernde Eifersucht zum Thema der Erzählung macht. In Lissabons malerisch verwinkelten Gassen verlieren sich Doro und Fabian und finden sich wieder: zwei Schlafwandler der Liebe. Ein optisch wie in seiner Inszenierung beeindruckendes, manchmal an Hitchcocks „Vertigo“ erinnerndes Werk. Aus Liebe wird Suspense, ein Film zwischen Liebesleidenschaft und Todestrieb, zwischen Passion und Wahn. Die sehnsuchtsvollen Melodien des Fado (deutsch: „Schicksal“) erklingen immer wieder.

Kooperation

1969: Led Zeppelin veröffentlichen ihr Debüt – und ROLLING STONE verreißt es

"Sie legen es darauf an, ihr beachtliches Talent für unwürdiges Material zu verschwenden". An "Led Zeppelin I", dem Debüt vom Led Zeppelin, ließ unser Kollege vom US-ROLLING-STONE, John Mendelsohn, kein gutes Haar. Mendelsohn rezensierte die Platte im März 1969, zwei Monate nach dessen Erscheinen. Hier „Led Zeppelin I“ bestellen[/amazon02 Limitiert, schwache Songs "Formelhaft" sei allein schon die Zusammensetzung der Band: ein exzellenter, aber unterverkaufter Gitarrist treffe auf einen "hübschen" Sänger mit "Soul-Röhre", leidlich kompetent sei die Rhythmus-Sektion; Schlagzeuger John Bonham dresche schließlich "bei jedem Beat" aufs Becken ein. Musikkritiker Mendelsohn drischt aber vor allem auf Gitarrist Jimmy Page ein: "Leider…
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