Giant Sand

(New West/ADA Warner)

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Foto: New West/ ADA Warner

30 Jahre Giant Sand! Der einsame Wüstenrock-Trip ist längst zur transatlantischen  Musiker-Kommune mutiert, in der Empfangschef Howe Gelb zwischen Bristol, Berlin und Brüssel gern ein paar Betten mehr für viele Jubiläums-Gäste herrichtet. Nicht alle hinterlassen dabei so deutliche Spuren wie Jason Lytle (Portland) mit androidem Grandaddy-Charme („Transponder“) oder Tucsons Heimschläferin Lonna Beth Kelley als strahlender Kontrapunkt in dunklen Piano-Songs („Pen To Paper“, „Gypsy Candle“). Wie Leslie Feist, die nicht mal da sein muss, um Gelb zum Indie-Rocker „Texting Feist“ samt dem tollkühnen Reim „Love turns deadly/ And the days become a Leonard Cohen medley“ zu inspirieren.

Windschiefer Novelty-Humor, müder Lounge-Swing, Wortspiele zwischen Himmel und Erde („Heaventually“) – Gelb sinniert, wie’s nur Gelb kann, über Zeit, Alter, Jetlag, Ruhm, Liebe, Tod. Um schließlich die Spinnweben beiseitezuschieben und mit Tochter Talula aufs Telefon zu singen: „Let’s do this forever and always.“ Was auch sonst?

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