Hans-Ulrich Treichel Tagesanbruch

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Die Mutter hält ihren an Krebs verstorbenen Sohn in den Armen und erzählt ihre Geschichte. Vom Nachkriegsleben in der westfälischen Provinz nahe der Grenze zu Niedersachsen. Vom Textilladen für Arbeitsbekleidung, den sie mit ihrem kriegsversehrten Mann führte. Vom Klavier, auf dem nie jemand spielte, weil sich der Sohn dann doch lieber auf dem batteriebetriebenen Plattenspieler Elvis Presley anhörte. Schließlich schreibt die Mutter das Unausgesprochene nieder. Auf der Flucht im Januar 1945 ist sie vor den Augen ihres Mannes von drei Soldaten der Roten Armee vergewaltigt worden. Das Erschießungskommando bereits im Nacken, ließ der „gute Vergewaltiger“ beide am Leben. In präziser und schnörkelloser Sprache seziert Hans-Ulrich Treichel die deutsche Nachkriegsgesellschaft anhand des individuellen Schicksals. Ein erschütternder, offenherziger Text. (Suhrkamp, 17,95 Euro)

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