Jean Michel Jarre Electronica 1: The Time Machine


Sony

„Kollaboration“ ist nicht nur wegen der Nazi/Résistance-Vergangenheit ein schlimmes Wort. Sprachlich gesehen ist es eine faule, unelegante Direktübernahme des britischen „collaboration“ ins Deutsche. Jedenfalls hat der heute 67-jährige Monsieur „Oxygène“ mit einem guten Dutzend Kollegen – von Pete Towns­hend über den Regisseur John Carpenter bis hin zum britischen Electro-Duo Fuck Buttons – zu groß angelegten „Kollaborationen“ ins Studio geladen. Die interessant-bizarre Mischung – auch Avantgarde-Grande-Dame Laurie Anderson und Pianomeister Lang Lang sind dabei – beruht auf Jarres höchstpersönlicher Auswahl. Mon dieu, französischer Eklektizismus pur! Musikalisch fliegen die 16 Tracks, die über vier Jahre hinweg gemeinsam eingespielt worden sind, durch die Geschichte der Electronica, genauer gesagt durch Jarres Interpreta­tion des Genres. „Elektro-Album des Jahres“ (so die Werbung) geht anders, aber „The Time Machine“ ist ein schicker Kessel Buntes. Mit Flops. Und Tops, etwa dem Air-Stück. Für Trendboutiquen und Ingwertee-Cafés.


„Game of Thrones“: Gibt Daenerys hier zu, dass sie schuld ist am Coffee Gate?

Natürlich ist die Frage, wer es am Ende bei „Game of Thrones“ auf den Eisernen Thron schafft eine Beckett-Frage ohne Sinn und Ziel. Wie ja auch schon der angedrohte Winter immer nur dunkle Ahnung war. Die wirklich wichtigen Fragen diskutieren Fans seit der vierten Folge der achten Staffel („Die Letzten der Starks“): Wie zur Hölle konnte nur ein Kaffeebecher in eine Szene rutschen? Das Netz lachte sich nur Stunden nach der Ausstrahlung schlapp. HBO machte einen Witz daraus. Und die Macher betonten mehrfach, dass es sich nicht um Schleichwerbung handelte. Auch wenn sich Starbucks natürlich gerne zitieren ließ und sich…
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