Jean Michel Jarre Electronica 1: The Time Machine

Sony

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„Kollaboration“ ist nicht nur wegen der Nazi/Résistance-Vergangenheit ein schlimmes Wort. Sprachlich gesehen ist es eine faule, unelegante Direktübernahme des britischen „collaboration“ ins Deutsche. Jedenfalls hat der heute 67-jährige Monsieur „Oxygène“ mit einem guten Dutzend Kollegen – von Pete Towns­hend über den Regisseur John Carpenter bis hin zum britischen Electro-Duo Fuck Buttons – zu groß angelegten „Kollaborationen“ ins Studio geladen. Die interessant-bizarre Mischung – auch Avantgarde-Grande-Dame Laurie Anderson und Pianomeister Lang Lang sind dabei – beruht auf Jarres höchstpersönlicher Auswahl. Mon dieu, französischer Eklektizismus pur! Musikalisch fliegen die 16 Tracks, die über vier Jahre hinweg gemeinsam eingespielt worden sind, durch die Geschichte der Electronica, genauer gesagt durch Jarres Interpreta­tion des Genres. „Elektro-Album des Jahres“ (so die Werbung) geht anders, aber „The Time Machine“ ist ein schicker Kessel Buntes. Mit Flops. Und Tops, etwa dem Air-Stück. Für Trendboutiquen und Ingwertee-Cafés.

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