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Kate Tempest The Book Of Traps And Lessons


Caroline

Eigentlich sollte dieses Album schon 2016 erscheinen. Aber dann entschlossen Kate Tempest und ihr Produzent, Dan Carey, sich, stattdessen „Let Them Eat Chaos“ vorzuziehen; sie fanden, sagte Tempest, nicht den richtigen Zugang zum Textmaterial. Nun hat Rick Rubin ihr zu ihrem bisher druckvollsten und konzentriertesten Auftritt verholfen: Wie sie uns hier mit den Worten ins Herz greift, ist atemberaubend!

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Zunächst fällt auf, wie präsent die Stimme gesetzt ist, wie klar konturiert sie vor der Musik direkt ins Hörer-­Ohr spricht. Diese wiederum ist zurückgenommen, offener und ominös atmosphärisch, nur gelegentlich von umso drängenderen, dunklen Beats grundiert, wie im aufgewühlten „Holy Elixir“: ein Klopfen, unter dem nur ein bedrohliches Elektrosummen langsam anschwillt.

Und schließlich hat sie auch den Flow befreit, was kurioserweise die rhythmische Prägnanz noch verstärkt. Zur einsamen, verhallten Klavierfigur beendet sie das Album mit einem wunderbar zärtlichen „There is so much peace to be found in people’s faces.“ Poetry in motion. Toll! (Caroline)


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