Kele Okereke Fatherland

BMG / ADA Warner

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Foto: BMG / ADA Warner

Eine faustdicke Überraschung vom Hobbykickboxer. Präsentierte sich der Bloc-Party-Sänger auf seinen ersten beiden Soloalben noch zu rumpelnden Garage-Sounds als ausgelassenes Feierbiest, preist er plötzlich die Ruhe der Natur, gesteht, dass er Joni Mitchell und Nick ­Drake konsumiert, und tänzelt leichtfüßig durch seine neuen Songs, als hätte er eine lebenslange Karriere als Musicaldarsteller hinter sich. „Capers“ hätte selbst Robbie Williams nicht so gut hinbekommen, während sich „You Keep On Whispering His Name“ ins Ohr schleicht wie eine Ballade von The Cure.

Bei „Grounds For Resentment“ wagt Kele mit Olly Alexander von Years & Years ein schwules Beziehungsduett, und als nicht minder berührend entpuppt sich „Versions Of Us“, sein Zwiegesang mit Co­rinne Bailey Rae zur Akustikgitarre. In Portland von Bloc-Party-Bassist Justin Harris produziert, darf ­Kele erstmals die ganze Palette seiner Sangeskünste auffahren. Leise ist das neue Laut, und wenn er so weitermacht, wird er noch der nächste George Michael.

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