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Max Goldt Räusper

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Max Goldt hat sein neues Buch nach einem Erikativ benannt. Als Erikativ bezeichnet man scherzhaft kurze Inflektive, die klingen, als hätte die Übersetzerin Erika Fuchs sie in einem ihrer Micky-Maus-Hefte verwendet. Lange ist es her, dass Comicsprache abfällig zur Seite geschoben wurde. Doch ausgerechnet Max Goldt liefert mit seinem neuen Werk vielerlei Gründe, den Erikativ zu schmähen. Um die im Duo mit Stephan Katz entstandenen Comicstrips bühnentauglich zu machen, hat er Bilder in kurze Szenen übersetzt. Es geht um unliebsame Tischnachbarn, um Businessknechte und um Jugendliche mit Handfeuerwaffen.

Pur als Buchstabenlinien dastehend, ohne Bilder, ist dieser Band allerdings kein Stück komisch, hintersinnig, unterhaltsam. Als Hörbuch könnte „Räusper“ eventuell funktionieren, obschon sein Witz gestrig wirkt, wie eine harmlose Zote, die der Großonkel beim Familienfest zum Besten gibt. Was man dem neuen Buch von Max Goldt zugutehalten kann, sind allein das große Schriftbild, die weiten Zeilenabstände – und dass es deshalb in kürzester Zeit gelesen ist. Wenn man denn will.

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