Spezial-Abo

Freiwillige Filmkontrolle


Myron & E Broadway


Stones Throw/Groove Attack


von

Das Stones-Throw-Label hat einen etwas eigentümlichen Weg hinter sich. DJ und Turntablist Peanut Butter Wolf hatte es einst als Talentschmiede des HipHop-Undergrounds der Bay Area gegründet und verantwortete frühe Arbeiten von Off-Key-Größen wie Jay Dee und Madlib. In den vergangenen Jahren dagegen fiel das Label vor allem durch Neo-Funk-DJs wie Dam-Funk und den erfolgreichen, sacht modernisierten Retrosoul von Aloe Blacc und Mayer Hawthorne auf.

In letzterer Kategorie üben sich auch Myron & E alias Myron Glasper und Eric Cooke. Glasper stammt aus Los Angeles und tingelte als Tänzer und Backing-Sänger durch Comedy-Shows und Studioproduktionen, bis er auf einer Blackalicious-Tour den DJ E da Boss traf. Der Soul der beiden orientiert sich an den luftigen, sacht psychedelisierten Produktionen der späten 60er- und frühen 70er-Jahre, wobei der Sound bemerkenswerterweise aus Helsinki stammt, wo ihre Band Soul Investigators zu Hause ist – man pflegt einen Songfileaustausch. Daran mag es vielleicht liegen, dass dem durchaus angenehmen Sound ein wenig der innere Swing fehlt. Atmosphärisch dagegen wirkt das alles recht stimmig. Die Stimmen werden mit viel Hall belegt und die locker-trockenen Gitarren und Keyboards schimmern in freundlich jazzigem Vibrato, es gibt schmatzig hochproduziertes Fingerschnipsen, und dick bewegliche, fließende Bässe – ein kleiner Verweis auf aktuelle Standards. Bläser blasen meist verhalten knapp, Streicher hüpfen leicht, die Drums klopfen trocken und zischeln geschmeidig.

Das hört sich hübsch und gefällig an, aber wie den Produktionen fehlt auch den beiden Stimmen meist das Charisma und die Präsenz, um mehr Wind aufzunehmen als ein warmes Lüftchen an einem lauen Abend.   


„Avatar“ hat „Avengers“ überholt: Russo-Brüder gratulieren James Cameron

„Avatar“, James Camerons 3D-Fantasy-Epos aus dem Jahr 2009, kam jüngst erneut in die Kinos – allerdings nur in China. Das Werk hat, wenn es nach Einspielergebnissen geht, dadurch in kürzester Zeit die „Avengers“ geschlagen und sich seinen weltweiten Spitzen-Platz zurückerobert. „Endgame“ kam als Finale von Marvels „Infinity“-Saga 2019 in die Kinos und eroberte sich im Juli 2019 den Top Spot der „erfolgreichsten Filme“ aller Zeiten. James Camerons „Avatar“ fiel auf die Zwei, vor dessen eigenem „Titanic“ von 1997. Russo-Brüder gratulieren mit Bild Die Russo-Brüder, Regisseure von „Endgame“, zollten Cameron und seinem Werk in einem Tweet umgehend Respekt – und das…
Weiterlesen
Zur Startseite