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Neil Young Songs For Judy


Warner

Nachdem Neil Young im November 1976 eine Tournee mit Crazy Horse beendet hatte, sortierte der Musiker und Produzent Joel Bernstein die Mitschnitte von den Konzerten. Mit dem Autor Cameron Crowe stellte er in einem Hotelzimmer in San Francisco eine Liste mit den schönsten elektrischen und akustischen Versionen von Songs zusammen.

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Die akustischen Fassungen, bisher als „­­Joel Bernstein Tapes“ verbucht, sind nun die „Songs For Judy“ und Teil jenes schier unerschöpflichen Archivs, das Young als Kulturerbe katalogisieren lässt. „Songs For Judy“ ist eine für Cognoscenti wie für beiläufig Interessierte erquickliche Sammlung: Neil Young und Crazy Horse ohne Crazy Horse, also ungefähr die erste Seite von „Rust Never Sleeps“.

„The Needle And The Damage ­Done“, „Mellow My Mind“, „Heart Of Gold“, „Love Is A Rose“, „The Old Laughing Lady“ und „Sugar Mountain“ gehörten zum üblichen Repertoire – aber Young spielte auch weniger populäre (und nicht weniger gelungene) Stücke wie „Roll An­other Number“, „Journey Through The Past“, „Tell Me Why“, „Human High­way“, „The Losing End“ und „­Here We Are In The ­Years“ mit ausgesuchter Zartheit. Gitarre und Mundharmonika.

Neil Young bekifft

„Pocahontas“ erschien erst auf „Rust Never Sleeps“, 1979, und „Too Far ­Gone“ erst 1989, auf „Freedom“, als er das Jahrzehnt des Missvergnügens beendet hatte. Er hätte mit solchen Songs ewig weitermachen können – sein Repertoire an herzergreifenden Balladen war schon damals noch reicher. Manchmal sei Young bei dieser Tournee im Herbst 1976, jawohl: bekifft gewesen, erinnert sich ­Crowe (der die Linernotes für dieses Album schrieb), weshalb seine Ansagen ebenso länglich wie wunderlich gerieten. Er war in Plauderlaune.

Die Judy im Titel ist natürlich ­Judy Garland – Young hielt dem Publikum ­einen verfransten Vortrag über die Magie von „The Wizard Of Oz“. Zauberischer sind nur seine eigenen Experimental­filme. Und welche ­Figur aus dem Film ist Neil Young? Er ist alle Figuren.


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