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    Coming Apart

    - Kim Gordon forciert ihren destruktiven Gitarrenrock

    Wohin, wenn man musikalisch schon alle Tabus gebrochen, alle Konventionen gesprengt, mit allen Regeln der Songkunst gebrochen hat? Kim Gordon beweist mit Gitarrist Bill Nace (Vampire Belt, Ceylon Mange), dass es immer noch krasser geht. Als Body/Head spielen sie die heftigste, destruktivste Gitarrenmusik des Jahres. „Coming Apart“ ist ein Gemetzel voll verkümmerter Töne und amputierter […] mehr…

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    Tales Of Us - Hypnotische Mini-Movies, jetzt wieder tiefgründiger…

    Wer ist sie? Und wenn nein, wie viele noch? Die Glam-Pop-Queen von „Ooh La La“ oder die Truck-Domina aus „Rocket“ ist Alison Goldfrapp jedenfalls erneut nicht mehr. So als wäre das doppelköpfige Cover des epochalen Debüts „Felt Mountain“ frühes Karriere-Programm gewesen, sagen sie und ihr Musikpartner Will Gregory dem vordergründigen, discotauglichen Electronica-Bombast von „Head First“ […] mehr…

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    Defend Yourself - Das Comeback-Album der Lo-Fi-Rocker mit…

    Wer ihn nur als Bassisten und Sidekick von Dinosaur Jr. kennt, im Schatten der schlohweißen Mähne von J Mascis, hat etwas verpasst. Schließlich steht zu vermuten, dass einzig und allein für Typen wie Lou Barlow einst der Begriff des Independent Rock erfunden wurde. Ob solo unter eigenem bzw. dem Namen Sentridoh oder mit dem Projekt […] mehr…

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    AM - Zwischen Bluesrock und Pop: Alex…

    Wie die „Harry Potter“-Darsteller mussten die Arctic Monkeys öffentlich erwachsen werden. Sie haben sich von den schüchternen Milchbubis, die 2006 den Britpunk neu erfanden, in Männer verwandelt, die inzwischen nicht einmal mehr Bärte brauchen, um cool auszusehen. Männer, die aber immer noch nicht so recht wissen, was sie eigentlich wollen. „AM“ ist ein Album voller […] mehr…

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    All Our Forts Are With You - Childish und die Ex-KLFler: ein…

    „Stellen Sie sich vor, Sie wachen eines Morgens auf, und jede Musik ist verschwunden. Alle Instrumente, jede Form von Aufnahmen, einfach weg.“ Mit diesem Gedankenspiel konfrontierte Bill Drummond, einer der Musiker in Billy Childishs jüngster Garagenrock-Band, bis vor Kurzem regelmäßig sein Publikum. Und danach wurde gemeinsam im Chor gesungen -als wär’s das allererste Mal. Zusammen […] mehr…

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    Made Up Mind - Energischer Blues und Soul statt…

    Die Idee der familiär fundierten, schwarz-weißen Roots-Großband, sie lebt weiter, in Jacksonville, Florida. In den Swamp Raga Studios gleich hinter dem Wohnhaus von Susan Tedeschi und Derek Trucks, mit fließenden Übergängen. Proben wir noch oder nehmen wir schon auf? Und wenn der Vibe noch nicht ganz stimmt, gibt’s halt früher Dinner, bevor die Nacht noch […] mehr…

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    …Takes A Big Ship - Die Pianistin und Songschreiberin entdeckt…

    Eigentlich geht ja gar nicht, was die in New Orleans lebende Songwriterin da macht: Schlüpft in die Underdog-Rolle à la Tom Waits, dessen Vorliebe für den Dreivierteltakt sie noch überbietet; textet sarkastische Rollenprosa à la Randy Newman (den sie bei „Canadians Are From Canada“ auch als Komponistin beerbt), singt in mehr als nur einem Song […] mehr…

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    The Flood And The Mercy - Der Ex-Live-Sänger verpasst seinen Eso-Songs…

    Ed Kowalczyk hat einmal, auf „Throwing Copper“ seiner Alternative-Rock-Band Live, alles richtig gemacht. Da schrieb er unfassbar mitreißende Songs -„I Alone“! „Selling The Drama“!“Lightning Crashes“! -, sang sie mit überzeugendem Pathos und einer Band im Hintergrund, die aus dem wuchtigen Material keinen banalen Pomp machte, sondern einfach ein mächtiges Rockalbum. Produzent Jerry Harrison (Talking Heads) […] mehr…

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    Big TV - Überlebensgroßes, leider ideenarmes 80er-Jahre-Rock-Revival

    „Big TV“ von White Lies ist kein bisschen erträglicher als Musik von Nickelback, wobei man über eine klischeeüberfrachtete Rock-Pfeife wie Chad Kroeger wenigstens herzhaft lachen kann. Und nein, diese Aussage nehme ich auch unter Androhung äußerster seelischer Gräueltaten (ein Buch von Paulo Coelho lesen, alle Teile von „Eis am Stiel“ gucken etc.) nicht zurück. Angedeutet […] mehr…

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    Where Does This Door Go - Verführer alter Schule: elegante Motown-und…

    Eine ausgestopfte Eule auf der Schulter, kitschige Klamotten am Körper und dann diese geheimnisvoll erleuchtete Tür, aus der sich zu allem Überfluss auch noch ein Seil hervorschlängelt: Mayer Hawthorne liebt es, dick aufzutragen -nicht nur auf dem Cover seines vierten Albums. Wenn er eine Frau verführen möchte – und darum geht es in den meisten […] mehr…

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    Wise Up Ghost - Tolle Songs und clevere Grooves:…

    Natürlich gehört der musikalische Selbstversuch zum Selbstverständnis dieses Mannes. Elvis Costello ist als Komponist ein neugieriger Abenteurer, der wohl wegen seiner heißspornigen Art, mit Sicherheit aber aus Hochachtung vor der Musik den Sonderweg vorzieht. Deshalb ist dieses Œuvre so reich an überraschenden harmonischen Wendungen und stilistischen Exkursionen, die vom Wave und Pop über Country und […] mehr…

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    The Worse Things Get, The Harder I Fight, The Harder I Fight, The More I Love You - Popkunstwerke einer erstaunlichen Frau, die…

    Das Echolot sucht nach Untiefen, findet aber nur ein arhythmisches Piepen, ein Cellobrummen, dumpf verhallende Störgeräusch, ein versunkenes Klavier und schließlich die Stimme von Neko Case, die davon erzählt, wie sie davon träumte, ihren Körper zu verlassen: „I wanted so badly not to be me“, singt sie zu der betörenden Klangcollage „Where Did I Leave […] mehr…

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    For Sale - Wilder Rock-Folk-Punk-Mix vom Protest-Kollektiv aus…

    Am Anfang des zweiten Albums von East Cameron Folkcore spricht Mario Savio, Wortführer der US-Studentenproteste der 60er-Jahre. Dessen berühmte Rede von den Menschen, die sich auf Maschinen werfen und die Hebel blockieren sollen, ist hier der richtige Vorspann. Denn die elfköpfige Band aus Austin, Texas ist ein wildes Protest-Ensemble, das Machtmissbrauch und Unterdrückung genauso anprangert […] mehr…

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    The Poet’s Dead - Der Power-Pop der Kanadier hat…

    „The Poet’s Dead“ ist bereits das dritte Album von Rah Rah aus Kanada, die sich auf soliden Power-Pop verstehen. Mit großen Gesten haben Rah Rah ein großes Publikum im Blick. Dafür braucht es allerdings auch große Ideen -und Rah Rah fehlt es gelegentlich an den Elementen, die in der Menge an Popsongs, die uns tagtäglich […] mehr…

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    Warp And Weft - Faszinierender Folk, Pop und Jazz…

    Der Titel des neunten Laura-Veirs-Albums klingt so hübsch mysteriös wie „Liege &Lief“ oder „Bryter Layter“:“Warp And Weft“. Wer über keinen Webstuhl verfügt, wird vermutlich auch mit der Übersetzung – Kett-und Schussfaden -nicht allzu viel anfangen können. Vielleicht ist der Titel eine Anspielung darauf, dass Laura Veirs, die singende, Mandarin sprechende Geologin und Abenteurerin, häuslich geworden […] mehr…

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    Lower Reaches - Ein Schotte in Texas: schöne…

    Wollten wir nicht immer schon einmal wissen, wie genau man einen Song schreibt?“The first line must be brief but strong, and the second line should rhyme with something in your baby’s heart“, doziert Justin Currie und greift damit das „Nothing Ever Happens“-Thema seiner ehemaligen Band Del Amitri wieder auf. Denn am Ende des Tages schält […] mehr…

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    Head In The Dirt - Dan Auerbach produziert dem Skater…

    „Will The Guns Come Out“, das Debütalbum von Hanni El Khatib, war vor zwei Jahren eine herrlich erfrischende Überraschung: Ein junger Skater spielte mehr oder weniger im Alleingang Songs wie „You Rascal You“, die so lebendig, so dringlich und so ausgelassen klangen, dass man auf der Stelle dazu Luftgitarre üben wollte -oder Headbangen oder sonst […] mehr…

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    Imitations - Der Düstermann covert Balladen von…

    Jetzt ist also auch Mark Lanegan im Alter für Coverversionen. Man mag einwenden, dass er schon vor 14 Jahren das schön tragische Album „I’ll Take Care Of You“ mit Coverversionen vollgepackt hat. Dort hat er sich jedoch im weitesten Sinne Verwandte seiner Daseinssphäre vorgenommen, also schmerzhaft Zerzaustes aus der Country-, Soul-und Folkgeschichte. Diesmal macht er […] mehr…

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    Alienation - Die Ingolstädter spielen mit Elektronik…

    Vier Produzenten, sechs Städte, acht Studios – die Umstände der Aufnahmen versprechen schon mal Spannung und Heterogenität. Oder gar eine Rekapitulation alter Stärken? Nicht ganz. Mit „Alienation“ schlagen Slut nach 19 Jahren im Geschäft mal wieder eine neue Richtung ein, zumindest im eigenen Werkkontext. Mit elektronischen Beats und Sounds orientieren sich die Ingolstädter jetzt an […] mehr…

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    Youthman (The Lost Album) - Neu aufgetauchte, faszinierend frische Songs…

    Seit über 30 Jahren singt sich Errol (Gideon Zinger) Bellot als freiberuflicher Roots-Sänger die Seele aus dem Leib, doch erst 2012 konnte er mit „Know Jah“ sein erstes Soloalbum vorlegen. Über Jahrzehnte hat er als Sänger für diverse Soundsystems und als Unterstützer für kleine Independent-Labels in England nur Singles und Maxisingles veröffentlicht. Hierzulande wurden viele […] mehr…