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    Warp And Weft

    - Faszinierender Folk, Pop und Jazz der gezähmten Abenteurerin

    Der Titel des neunten Laura-Veirs-Albums klingt so hübsch mysteriös wie „Liege &Lief“ oder „Bryter Layter“:“Warp And Weft“. Wer über keinen Webstuhl verfügt, wird vermutlich auch mit der Übersetzung – Kett-und Schussfaden -nicht allzu viel anfangen können. Vielleicht ist der Titel eine Anspielung darauf, dass Laura Veirs, die singende, Mandarin sprechende Geologin und Abenteurerin, häuslich geworden […] mehr…

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    Lower Reaches - Ein Schotte in Texas: schöne…

    Wollten wir nicht immer schon einmal wissen, wie genau man einen Song schreibt?“The first line must be brief but strong, and the second line should rhyme with something in your baby’s heart“, doziert Justin Currie und greift damit das „Nothing Ever Happens“-Thema seiner ehemaligen Band Del Amitri wieder auf. Denn am Ende des Tages schält […] mehr…

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    Head In The Dirt - Dan Auerbach produziert dem Skater…

    „Will The Guns Come Out“, das Debütalbum von Hanni El Khatib, war vor zwei Jahren eine herrlich erfrischende Überraschung: Ein junger Skater spielte mehr oder weniger im Alleingang Songs wie „You Rascal You“, die so lebendig, so dringlich und so ausgelassen klangen, dass man auf der Stelle dazu Luftgitarre üben wollte -oder Headbangen oder sonst […] mehr…

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    Imitations - Der Düstermann covert Balladen von…

    Jetzt ist also auch Mark Lanegan im Alter für Coverversionen. Man mag einwenden, dass er schon vor 14 Jahren das schön tragische Album „I’ll Take Care Of You“ mit Coverversionen vollgepackt hat. Dort hat er sich jedoch im weitesten Sinne Verwandte seiner Daseinssphäre vorgenommen, also schmerzhaft Zerzaustes aus der Country-, Soul-und Folkgeschichte. Diesmal macht er […] mehr…

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    Alienation - Die Ingolstädter spielen mit Elektronik…

    Vier Produzenten, sechs Städte, acht Studios – die Umstände der Aufnahmen versprechen schon mal Spannung und Heterogenität. Oder gar eine Rekapitulation alter Stärken? Nicht ganz. Mit „Alienation“ schlagen Slut nach 19 Jahren im Geschäft mal wieder eine neue Richtung ein, zumindest im eigenen Werkkontext. Mit elektronischen Beats und Sounds orientieren sich die Ingolstädter jetzt an […] mehr…

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    Youthman (The Lost Album) - Neu aufgetauchte, faszinierend frische Songs…

    Seit über 30 Jahren singt sich Errol (Gideon Zinger) Bellot als freiberuflicher Roots-Sänger die Seele aus dem Leib, doch erst 2012 konnte er mit „Know Jah“ sein erstes Soloalbum vorlegen. Über Jahrzehnte hat er als Sänger für diverse Soundsystems und als Unterstützer für kleine Independent-Labels in England nur Singles und Maxisingles veröffentlicht. Hierzulande wurden viele […] mehr…

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    The Civil Wars - Eher Shania als Emmylou: Country-Folk…

    Als Joy Williams und John Paul White vor zwei Jahren ihr Debütalbum „Barton Hollow“ veröffentlichten, wurde das Duo von nicht wenigen als neue Country-und Folk-Hoffnung gefeiert. Sicherheitshalber brachte man in Besprechungen noch die Worte „Indie“ und „Alternative“ unter, um auch Musikkonsumenten anzulocken, die den Namen Will Oldham zumindest schon mal gehört haben. Der Zauber war […] mehr…

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    The Rising Of The Sun - Großer Sänger, aber meist allzu…

    Kein schlechtes Wort über Patrice! Der 34-Jährige ist ein begnadeter Sänger, der die Melodielinien von Soul und Reggae so gekonnt miteinander verknüpft, dass die Genres fast verschwimmen. Ein Auftritt im Vorprogramm von Barack Obama, im Berliner Tiergarten, hat Patrice 2008 einen gehörigen Popularitätsschub verpasst. Sein Talent als Produzent ist bislang weniger bekannt. Dabei ist sein […] mehr…

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    Stories Don’t End - Wehmütige Americana, die sich nicht…

    Dawes sind eine nostalgische Band im besten Sinn, obwohl sich manchmal nicht genau sagen lässt, ob ihr Stimmungspendel in melancholisch oder sentimental ausschlägt. So wie man oft nicht sicher ist, ob Sänger Taylor Goldsmith beseelt oder schlicht und ergreifend müde klingt. In seinen besten Momenten singt er flehentlich und wehmütig wie Jackson Browne. Auch auf […] mehr…

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    Moon Tides - Etwas zu geschmeidig: vom Yacht-Rock…

    Pure Bathing Culture sprechen zunächst die weiche Stelle im Herzen an, die für schillernd alberne Bandnamen reserviert ist. Angeblich haben sie ihn sich von einem Schweizer Spa geliehen, aber er gibt doch auch einen geschickten Hinweis auf ein paar Wesenszüge ihrer Musik. Im Hintergrund ahnt man noch, dass Daniel Hindman und Sarah Versprille zu Andy […] mehr…

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    Sequel To The Prequel - Pete Doherty ist wieder mal…

    Es braucht nur ein paar schwungvolle Takte, ein fieses Riff und die zerschossene Stimme von Pete Doherty, und man freut sich doch, dass er wieder da ist. Dabei will man diesen Typen eigentlich gar nicht mehr mögen, und so richtig vermisst haben wir ihn auch nicht seit dem letzten Babyshambles-Album, „Shotter’s Nation“ von 2007, und […] mehr…

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    Tookah - Etwas blässlicher Pop aus Island…

    Mit einer solchen Stimme sollte man Kindern Märchen erzählen, vorzugsweise altmodische Grimms, mit fiesen Hexen und goldenen Kugeln. Wenn man mit einer solchen Stimme singt, wird es rasch süßlich, es sei denn, und glücklicherweise hat sich Emilíana Torrini dafür entschieden, man instrumentiert ein bisschen neben der Spur, lässt den Sound ins Fantastische abrutschen, und das […] mehr…

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    Can’t Get Enough - All-Star-Blues mit Stephen Stills und…

    Ein schnelles Album mit Musikern, die vorher so noch nie gemeinsam im Studio waren, bluesfundiert, aber nicht fixiert, Originale und Covers im Mix: Oberflächlich betrachtet, mutet „Can’t Get Enough“ wie eine sehr späte Fortsetzung von Stephen Stills‘ legendärer „Supersession“ mit Al Kooper an, zumal mit Barry Goldberg ein weiterer Zeitzeuge mitmischt. Der Keyboarder aus Chicago […] mehr…

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    Right Thoughts, Right Words, Right Action - Schottischer Müßiggänger-Pop mit der richtigen…

    Zu Beginn stellt sich eine Kardinalfrage, die alle schönen Künste gleichermaßen angeht: Wird das Werk von Männern um die 40 automatisch mittelmäßig bis uninteressant, wenn es nicht von schweren Sinnkrisen oder Süchten gefährdet war? Muss man zwischenzeitlich absteigen, um dann die Narben des Lebens vorführen zu können? Ohne Täler keine Berge? Das schottische Weltbürger-Quartett Franz […] mehr…

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    Sting The Last Ship - Im Jahr 1625 gab der…

    Nach dieser erbaulichen Einleitung weisen wir nicht auf die Parallelen zu Stings neuem Album hin, das „The Last Ship“ heißt, ein Musical ist und vom Schiffbau in Nordengland handelt -oder, in Wahrheit, von einem Jungen, der in den 50er-Jahren neben einer Werft aufgewachsen ist und allerhand erlebt hat. Der Schiffbau ist also bloß eine Metapher […] mehr…

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    From Here To Now To You - Das neue Leichtigkeits-Opus des Surfers…

    Wirklich beneidenswert, mit welch buddhistischer Ruhe Jack Johnson da wieder auf dem Cover seines neuen Albums hockt, im Schneidersitz auf einer Felsenklippe an der kalifornischen Küste, die Gitarre im Schoß. Der Mann, der stets hin-und hergerissen scheint zwischen Instrument und Surfbrett, und der uns keinen kleinen Gefallen erwiesen hätte, wenn seine berufliche Entscheidung auf Letzteres […] mehr…

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    MGMT - Opulenter, pompöser und doch leichthändiger…

    Huch, hat jemand den Stream verquirlt? Es klingt jedenfalls kaputt, wie zum Einstieg eine Heliumstimme zu einer diffusen, hellen, sphärischen Harmonie vor sich hin quäkt, darunter hört man ein leises metallisches Bibbern. Es sind aber nur MGMT mit einem folgenlosen, aus purem Daffke gesetzten Effekt. Schnell wird daher der Gesang auf amtliches Tempo entschleunigt, er […] mehr…

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    Later… When TV Turns To Static - Groß, ungeglättet: Die Glasgower finden…

    Das zweite Album von Glasvegas war besser, als viele Beobachter behaupteten, doch für viele Fans war es eine Enttäuschung. Das Debüt der Band aus Glasgow hatte hohe Erwartungen geschürt und sie auch gleich erfüllt – mit einem Album voller Geschichten über halbstarke Gewalt, kaputte Familien und die gefährliche Willkür des Schicksals, die uns James Allan […] mehr…

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    Loud City Song - Konventionell sind bei diesem Digital-Pop…

    Man muss sich ihre Stimme vorstellen wie ein Glas stilles Wasser. Als höre man überhaupt zum ersten Mal eine Stimme singen, pur und unverstellt, timbrefrei, ruhig, wie Aus-und Einatmen. So geht das ein paar Minuten gleich am Anfang des neuen Albums von Julia Holter, bevor das leise Echo eines Chores einsetzt, ein Horn, ein Tastenanschlag […] mehr…

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    Rewind The Film - Alles war gesagt. Wie ein…

    Bei „This Sullen Welsh Heart“ steht Bradfield dagegen Lucy Rose zur Seite -und die beiden harmonisieren wie ein singendes, liebevoll miteinander umgehendes Folklore-Ehepaar; „4 Lonely Roads“ gehört allein der walisischen Kollegin Cate Le Bon. Um hier nur einige weitere Höhepunkte zu nennen: „Builder Of Routines“ schlägt die Brücke von den Beatles zu den Beach Boys, […] mehr…