• Low

    - The Invisible Way 

    Jedes Mal, wenn ein neues Low-Album angekündigt wird, glaubt man bereits im Voraus zu wissen, wie das klingt. Minimalistische Zeitlupensongs mit melancholischen Texten und Harmonien des Mormonenehepaares Mimi Parker und Alan Sparhawk. Stimmt auch immer, und doch ist jedes Mal alles anders. „The Great Destroyer“ von 2005 war für Low-Verhältnisse ziemlich bunter Indie-Pop, das nachfolgende […] mehr…

  • Frida Hyvönen - To The Soul

    Schon Wahnsinn, wie Frida Hyvönen da auf dem Cover ihrer vierten Platte steht – in einer Art schwarzem Pyjama, und eine Axt niederschwingt auf einen brennenden Hackklotz. Wenig zimperlich geht sie auch musikalisch zu Werke. Zum Beispiel in „Wild Bali Nights“, dem besten Stück von „To The Soul“, in dem sie die getragene Piano- und […] mehr…

  • Josh Rouse - The Happiness Waltz

    Tiefenentspannt, so ist Josh Rouses Gefühlshaushalt wohl am besten beschrieben. Seit ein paar Jahren lebt der Songwriter aus Nebraska mit Frau und Familie in Spanien, hat ein Studio in Valencia, wo er mal hübsche („Country Mouse, City House“), mal luschige („El Turista“) Platten aufnimmt. Seine Bestzeit liegt gut zehn Jahre zurück, als Rouse mit Kurt […] mehr…

  • Edwyn Collins – Understated

    Edwyn Collins - Understated

    Noch einmal gelingt dem Songschreiber ein großes Album zwischen Pop und Soul mehr…

  • Jimi Hendrix: Der beste Gitarrist aller Zeiten

    Jimi Hendrix - People, Hell and Angels

    Noch ein Album mit aus dem Archiv geborgenen Aufnahmen. mehr…

  • OMD - English Electric

    Gutes Spätwerk: Die Elektro-Pop-Pioniere bleiben sich treu mehr…

  • Depeche Mode - Delta Machine

    Grundsätzlich sind Depeche Mode immer noch eine gute Idee – eine Band, die aus so unterschiedlichen Typen besteht und seit 33 Jahren zusammenhält (mal großzügig vom Ausstieg Alan Wilders abgesehen). Man muss sie mögen: den schüchternen Martin Gore, der so viele faszinierende Liebes- und Leidenslieder geschrieben hat. Den extrovertierten Dave Gahan, der immer zwischen Rockstar […] mehr…

  • The Knife - Shaking The Habitual 

    Dunkel und kalt, verhüllt und verzerrt: Das schwedische Geschwisterduo The Knife ist zweifellos eine der prägendsten Bands des vergangenen Jahrzehnts. Auf ihrem Album „Silent Shout“ (2006) verbanden Karen Dreijer Anderson und Olof Dreijer kalte Elektrobeats mit einfallsreich verzerrtem, gefiltertem oder sonstwie manipuliertem Gesang; rätselhafte Geräusche von exotischen Instrumenten sorgten zudem für eine archaisch-rituelle Grundstimmung. Bei […] mehr…

  • Wire - Change Becomes Us

    1. Sie wissen, wie es geht. 2. Sie klingen cool, aufregend und weise. 3. Sie mixen Punkrock, Experimental und Psychedelic noch immer aus dem Hand­gelenk zum perfekten Drink (und servierten den Cocktail unter anderem bereits Sonic Youth). 4. Sie lassen sich nach wie vor von niemandem, weder Industrie noch Publikum, kompromittieren. 5. Sie haben ihre […] mehr…

  • Billy Bragg - Tooth & Nail

    Fünf Tage Heimspiel mit seinen vertrauten Musikern in South Pasadena reichen Joe Henry als Produzent für ein neues Album. Billy Bragg macht da keine Ausnahme. Die Zusammenarbeit lag schon seit 2008 in der Luft, als Henry als Kurator eines Songwriter-Stelldicheins auftrat, das auch Bragg zur Ruhr-Triennale nach Bochum gebracht hatte. Man freundete sich immer mehr […] mehr…

  • My Bloody Valentine - mbv

    Es britzelt und spritzelt und knispert und spritzt: Viele von diesen Klängen, die man seit damals so innig vermisste, viele von diesen unnachahmlich amelodischen Melodiefitzeln und lieblichen Disharmonien sind wieder zu hören auf der ersten My-Bloody-Valentine-Platte seit 22 Jahren, als wäre kein Tag seither vergangen. Was Wunder, dies war ja schon immer eine Musik, die […] mehr…

  • The Strokes - Comedown Machine 

    Die fünf Bandglieder von The Strokes sind jetzt Anfang bis Mitte 30 und Gitarrist Nick Valensi, der im Januar seinen 32. Geburtstag feierte, ist der Benjamin der Band. Sie sind also mitnichten Onkel- oder Opa­rocker. Und doch scheint es, als hätten die Prominenten- und Rich-Kids aus New York rund 14 Jahre nach der Strokes-Gründung bereits […] mehr…

  • Ups..

    The Strokes Comedown Machine - Die fünf Bandglieder von The…

    Auch seine Fans stellt das selbstbewusste Quintett seit dem allseits gefeierten Debüt „This Is It“ jedes Mal wieder auf harte Proben. Und nein, der Co-Produzent von „Comedown Machine“ heißt nicht Morten Harket von A-ha. Diese Vermutung geisterte anlässlich der Single-Auskopplung „One Way Trigger“ schon durch unsere Redaktionsflure. Ein hoppelnder Synthie-Rhythmus, ein hoch tönender Falsett-Refrain – […] mehr…

  • Ups..

    David Grubbs The Plain Where The Palace Stood ***1/2 Clinic Free Reign II - „Erst kam Franz Liszt dann…

    Auch der Songwriter und Gitarrist David Grubbs, der mittlerweile als Privatdozent am Konservatorium des Brooklyn College lehrt, näherte sich im Lauf seiner Karriere der Minimal Music an. Allerdings nicht, wie Melnyk, über die klassische Musik oder die Avantgarde, sondern über den Hardcore-Punk von Squirrel Bait, den Noise-Rock von Bastro und den experimentellen Post-Rock von Gastr […] mehr…

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    Lawless - Shia LaBeouf, Tom Hardy

    Der amerikanische Populärmythos des Outlaws ist zählebig und rezessionsresistent. Er hat sich durch die gesamte Kinogeschichte ungebrochener Beliebtheit erfreut. Es liegt eine genuin amerikanische Faszination in der Figur des Gangsters, in der sich der libertäre Geist der Gründerväter und das ökonomische Prinzip des Neoliberalismus vereinen. Weniger Staat geht eigentlich nicht – das organisierte Verbrechen ist […] mehr…

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    Sheena Easton

    Sheena Easton kam schneller zu einem James-Bond-Song als Adele: Schon nach ihrem ersten Album wurde ihr 1981 „For Your Eyes Only“ angeboten. Die Schottin war eine der erfolgreichsten Sängerinnen der ersten Hälfte der 80er-Jahre, sie machte alle Frisurenmoden mit und war zunächst saubere Landpomeranze, dann knackbraune Urlauberin und schließlich Riesenfrisur in kunstvoll drapierten Lumpen. Das […] mehr…

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    KICKS

    Peter Parker ’s Rock’n’Roll Club Straight To Vinyl **** Direkter, unverblümter, wahrer kann eine Platte nicht klingen. Kein doppelter Boden, keine Klangkosmetik, nirgendwo. „Straight To Vinyl“ stellt den Hörer auf eine harte Probe, so nackt kommt die Musik aus den Lautsprechern, so knochentrocken. Man vermisst Reverb, einen Raum, in dem sich die Töne ausbreiten können, […] mehr…

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    Die Jagd - Mads Mikkelsen, Thomas Bo Larson

    Der Film beginnt mit einer Jagd, und er endet mit einer Jagd. Die Sonne strahlt golden zwischen Baumwipfeln auf verfärbtes Laub, man sieht Wild im Gegenlicht und Männer in grünen Joppen mit Gewehren im Anschlag. Viele Schüsse fallen nicht. Ich erinnere mich an zwei. Einer streckt zu Beginn einen Hirsch nieder, der zweite kommt ganz […] mehr…

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    Prurient Through The Window - Krümm dich wie ein verfickter…

    In seinem neuen Projekt Cut Hands widmet Bennett sich nun den nicht vergehenden Schmerzen der Kolonialismusgeschichte. Bei Reisen durch Afrika hat er Perkussionsinstrumente aller Art gesampelt, deren Sounds und rhythmische Muster sich nun mit den schneidend-schmerzenden Tönen aus dem Whitehouse-Repertoire verbinden. Nicht alle Songs auf dem Debüt „Black Mamba“(Susan Lawly) sind so konsequent wie das […] mehr…

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    VINYL

    Ray Charles Ray Charles **** Was der Pianist, Saxofonist, Sänger, Songwriter, Arrangeur und Bandleader für sein erstes Album 1957 aufbot, war beachtlich, aber weitgehend bekannt. Die Hälfte der LP rekrutierte sich -den Usancen jener Zeit entsprechend -aus Hits der Vorjahre wie „Mess Around“, „Drown In My Own Tears“ oder „Hallelujah I Love Her So“. Dennoch […] mehr…