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    Michigan Left

    - Next stop Stadion: Die Kanadier wollen in eine höhere Liga rocken

    Ehrgeiz ist eine gute Sache, solange der geschäftliche nicht den musikalischen überwiegt. Dass es die Arkells zu was bringen wollen, hört man ihnen bei jedem Ton an. In ihrer kanadischen Heimat haben sie bereits mehrere Auszeichnungen eingeheimst, nun soll auch der Rest der Welt erobert werden. Mit stadiontauglichen Rocksongs und Gesten der Bescheidenheit (besser keine […] mehr…

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    Fade - Noch ein vielschichtiges Großwerk der…

    Die Elektrogitarre klimpert selbstvergessen vor sich hin, stimmt ein einsames Lied an. Rüde kommt ihr aber dieser rumpelnde Beat in die Quere, der nicht so recht passen will, sich aufdringlich Platz verschafft. Und gerade als man glaubt, dass das nicht gut gehen kann, finden die Gitarre, der Beat, Yo La Tengo und der Song „Stupid […] mehr…

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    Without A Net - Der große Saxofonist kehrt mit…

    Wenn der Saxofon-Gigant Wayne Shorter, der zuletzt 2003 und 2005 Alben auf Verve veröffentlicht hat, nach 43 Jahren zu Blue Note zurückkehrt, liegt Nostalgie nahe. Hier hat er in der ersten Hälfte der Sechziger seine Aufnahmen mit Art Blakeys Jazz Messengers gemacht, bis ihn Miles Davis in sein legendäres „zweites Quintett“ holte. Unter eigenem Namen […] mehr…

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    Gravel & Wine - Überinszeniert: die quietschige Rock-Göre aus…

    Sie ist 26, „bezaubernd“ (sagt die PR), „äußerst begehrt“, „Neuseelands heißester Export“ und kann bei ihrer Europa-Offensive damit hausieren gehen, es mit einem Song aus ihrem zweiten Album „Gravel & Wine“ bereits in einen Werbespot zum aktuellen Bond geschafft zu haben. Mit „Man Like That“ soll der Absatz von Bier angekurbelt werden. Passt schon. Virginia […] mehr…

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    Delta Spirit - Weniger Folk, mehr Rock –…

    Delta Spirit sind eine angenehme Band, weil sie sich nicht lange mit nostalgiebeschwipsten Americana-Sujets aufhalten, die sie sowieso im Schlaf beherrschen, wie sie auf jedem ihrer Alben in zwei, drei Songs eindrucksvoll beweisen. Nein, viel lieber drängt das kalifornische Quintett auf zeitgemäße Sounds und moderne Rock-Spielarten. Vielleicht klingt „Delta Spirit“ deshalb, als hätte jemand die […] mehr…

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    Gladys - (Noch) kein Soul-Wunder, aber ein…

    Das fängt ja gut an für Leslie Clio. Die 26-jährige Wahl-Berlinerin wurde gleich als „das deutsche Soul-Wunder“ bevorschusst. „Die deutsche Adele – nur hübscher!“ „Die neue Amy Winehouse – nur nach Bananen süchtig!“ Joss Stone soll sie als Support sogar an die Wand gesungen haben. Und nun dieser Albumtitel! Eine Hommage an Gladys Knight, die […] mehr…

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    Heartthrob - Die kanadischen Indie-Darlings erobern in…

    Diese Platte von Tegan & Sara wird keiner mit einer früheren Platte von Tegan & Sara verwechseln, sagen die Künstlerinnen. Das stimmt wohl. Gemeinsam mit Superproduzent Mike Elizondo (Dr. Dre, Eminem, Nelly Furtado) schufen die Zwillingsschwestern ein Werk, das ganz anders ist als alle anderen dieser Karriere. Vom Indie-Wohnzimmer in die Großraumdisko: Gleich beim Opener […] mehr…

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    Lysandre - Das Solodebüt des Girls-Sänger/Songwriters ist…

    Mit seinem Duo Girls hat Christopher Owens 2011 auf „Father, Son, Holy Ghost“ alles Schöne und Schaurige, Kunstvolle und Kitschige der Siebziger wieder aufleben lassen: Elvis Costello und Deep Purple, Big Star und Pink Floyd, Simon und Garfunkel. Auf seinem ersten Soloalbum steigt er nun weiter in die Tiefen und die Untiefen dieser Dekade. „Lysandre“ […] mehr…

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    Jamie Lidell - Perfekter Pastiche: Der Elektro-Fuchs reist…

    Ende der 90er-Jahre wurde Jamie Lidell in den puristischen Techno-Kellern, in denen er damals auftrat, noch bestaunt wie ein Kalb mit zwei Köpfen: ein Elektro-Musiker mit Soul in der Stimme! 2008 hat der in England geborene Sänger und Musiker dann eine Art elektronisches Motown- Album aufgenommen. „Jim“ war süffig wie ein Gläschen Southern Comfort, hinterließ […] mehr…

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    Wash The Sins Not Only The Face - Eher unspektakuläre Goth- Revival-Sounds aus…

    Zu den erstaunlichsten popmusikalischen Entwicklungen der vergangenen Jahre hat zweifellos das Revival des Gothic gehört. Was lange Zeit als Second-Hand-Ästhetik für geschmacklich minderbemittelte Vorortjugendliche abgetan wurde, stand plötzlich wieder im Zentrum des Hipstertums: romantische Todessehnsucht, ätherisches Hauchen und Hallen, Dunkeltutentum jeglicher Art. Von Witchhouse bis Darkstep, von Zola Jesus bis Salem war der Äther plötzlich […] mehr…

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    In Time - Die Country-Hipster der 90er-Jahre haben…

    Für die Jüngeren: Diese Band war in den 90er-Jahren hip und galt in Nashville gar als „postmodern“, als sie Honky-Tonk-Echos mit Latino- und 50s-Pop-Elementen versetzte. Dabei hatte der etwas abschätzig titulierte „Martini-Country“ der Mavericks immer ein paar tolle Songs und in Raul Malo diesen Tenor von Format, der selbst notorische Roy-Orbison-Vergleiche überlebt hat. „Mister Lonely, […] mehr…

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    All Is Fever - Karriereknick überstanden: abenteuerlustiger Indie-Pop

    Auf dem neuen Album von Naked Lunch hört man die ganzen Jahre: die des Kämpfens, die des Weitermachens, die des In-die-Musik-verliebt-Seins. Die Österreicher haben allerlei erlebt und sich vor einigen Jahren erfolgreich am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen – seither können sie überall hin. Am Anfang steht „Keep It Hardcore“, ein Fünfeinhalbminutenepos aus Britpop […] mehr…

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    So, wie nach Kriegen - Gute Reise! Rio Reiser trifft…

    Mit dieser zerknautschten Stimme kriegt er einen natürlich sofort rum. Wenn Patrick Richardt in der polternden Trotzhymne „Wir segeln“ den mürrischen Romantiker spielt und Verse knurrt wie „Hör auf zu klagen/ Wir segeln! Wir segeln!/ Demselben und alten Wahnsinn entgegen“, dann ist es nahezu unmöglich, sich nicht an Rio Reiser erinnert zu fühlen. Wie in […] mehr…

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    Di Captain - Der Studio-One-Veteran kann auch Pop…

    Fünf Jahrzehnte Reggae-Historie hat Freddie Mc- Gregor nicht nur miterlebt, sondern vor allen Dingen mitgeprägt, seit er mit sieben Jahren 1963 im Studio One auf Bierkisten stehend anfing, Backing-Vocals bei den Clarandonians zu singen. Unzählige Charts-Erfolge säumten seither seinen Weg, und nach gut acht Jahren Pause erscheint mit „Di Captain“ ein neues Studioalbum, das er […] mehr…

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    Magma - Keine Trends: Dufter Deutschrock, der…

    Wie ihren Kollegen von Muse sagt man den Hamburgern um Jan Plewka einen Hang zum Größenwahn nach. Während die englischen Über-Bombastrocker jedoch auf Olympia-Schlusszeremonien aufspielen dürfen, reichte es für Selig bisher nur zur Eröffnung einer Hamburger U-Bahn-Station. Auf dem dritten Werk seit ihrer Reunion (damit haben sie nach ihrem Bruch genauso viel Studioalben veröffentlicht wie […] mehr…

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    TBC - Die Kunst der leisen Töne:…

    Was zuerst auffällt, ist dieser Hauch von einer Stimme: Sehr leise, wie für sich selbst gesungen, schwebt sie durch sparsam instrumentierte Räume voller Hall und Echos. Wer hat diesen heiser flüsternden Kleinmädchen-Singsang-Stil eigentlich erfunden, der durch minimalistische musikalische Begleitung nur noch entrückter wirkt? Vermutlich die Schwedin Stina Nordenstam, die sich in den Neunzigern als weibliches […] mehr…

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    Waiting For Something To Happen - Sanfter Fuzz, große Melodien: Retro-Pop…

    Veronica Falls verhalten sich zu den Shop Assistants wie Michael Kiwanuka zu Otis Redding. Die Londoner Band um die Stimmen und Gitarren von Roxanne Clifford und James Hoare hat den Sound der einst von der britischen Musikpresse so identifizierten Class of 86, kurz C 86, mit beeindruckender Gründlichkeit auswendig gelernt. Dafür muss man jedoch einräumen, […] mehr…

  • Ben Harper With Charlie Musselwhite - Get Up!

    Ben Harper with Charlie Musselwhite - Get Up!

    Ben Harper hat den Blues - mit prominenter Hilfe an der Harp mehr…

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    Country Sleep - Feierliches, überschwängliches Debüt aus Johnny…

    Mythenumrankte Gebäude braucht es nicht, um ein gutes Album aufzunehmen. Aber ein Haus, das einst Johnny Cash gehörte, will nicht einmal der sehr bescheidene Songwriter Winston Yellen verbergen. Über das Internetportal Craigslist sei er auf die billige Hütte außerhalb von Nashville gestoßen. Kein WLAN, kein Fernsehen, möglichst wenig soziale Kontakte. Yellen hatte die Abgeschiedenheit gesucht […] mehr…

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    Nobody’s Hotter Than God - Der fluffigste Britpop kommt derzeit…

    Ähnliche Smashhits findet man sonst nur auf einem Best-of-Album der Kaiser Chiefs. Doch SOMA sind ein paar coole Franzosen, denen die Indie-ist-der-neue-Mainstream-Diskussion ziemlich wurscht ist und die sich auf „Nobody’s Hotter Than God“ als Engländer verkleidet haben, um das ein bisschen angestaubte Britpop-Genre mit griffigen Singalongs und zackigen Gitarren wieder aufzupolieren. Im Doppelpack aus „Silver […] mehr…