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    Eine andere Liga

    - von Carl Weissner

    Carl Weissner hatte „seine Amerikaner“ dann doch im Stich gelassen, das Übersetzergeschäft nach vielen Jahrzehnten endlich drangegeben, um eigene Prosa zu publizieren. Zwei Bände erschienen in rascher Folge bei seinem späten Hausverlag Milena. Er arbeite jetzt an zwei Romanen gleichzeitig, schrieb er mir 2011, in einem unserer letzten Mailwechsel. Die Zeit laufe ihm davon. Wie […] mehr…

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    Manfred Maurenbrecher No Go

    Es ist durchaus bezeichnend für den negativen Idylliker Manfred Maurenbrecher, dass er dem Ende des Maya-Kalenders seine eigene Endzeitvision entgegensetzt, „Welt ist am Durchdrehn“. Die von Omas, Nörglern und Stammtischen bekannte Binse bekommt bei ihm einen Zug ins Romantische: „Und es ist Vollmond heute/ Herzzerreißendes Ende/ Wie ein Gottesdienst da draußen/ Nimm noch mal meine […] mehr…

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    Bruce - In der ersten autorisierten Biografie…

    Der wahre Boss von Peter Ames Carlin Es ist kaum zu glauben, aber dies ist tatsächlich die erste von Bruce Springsteen autorisierte Biografie. Insofern darf man davon ausgehen, dass alle kleinen und großen Geschichten, die Anekdoten und Details wirklich stimmen – oder zumindest so erzählt werden, wie der Boss es sich wünscht. Er kommt allerdings […] mehr…

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    Spring Breakers

    Teenies, Strand und Sex – der alternde Hipster Harmony Korine erfindet sich mit einem Märchen aus dem modernen Amerika neu James Franco, Vanessa Hudgens Regie: Harmony Korine Start: 21.3. Einige der Qualitäten dieses Films sind zu offensichtlich, um sie vorbehaltlos zu genießen: Sonne, Strand, Musik, Gangster, und vor allem vier hübsche Teenage-Girls, die überaus leichtbekleidet […] mehr…

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    Ein Hologramm für den König

    Dem US-Autor Dave Eggers gelingt es wie zurzeit keinem Zweiten, das Selbstverständnis seines Heimatlandes zu reflektieren. Seinen neuen Antihelden schickt er zur Verteidigung Amerikas in die saudische Wüste von Dave Eggers Wäre man vor zehn Jahren gefragt worden, wer von all den gefeierten US-Jungautoren gerade an der Great American Novel schreibe, hätte man wohl als […] mehr…

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    Short Cuts

    Steven Wilson The Raven That Refused To Sing (And Other Stories) **** Drittes Soloalbum von Porcupine-Tree-Mastermind und Progrock-Eminenz Steven Wilson. Es sind all die alten Tugenden des Genres auf dem Album – Zwölfminutenlieder, Querflöten, Jazzgitarren, vertrackte Breaks, Rockbreitseiten. Fabelhaft, weil Wilson mit großer Ehrfurcht vor den alten Meistern agiert, aber kein Epigone ist, sondern ein […] mehr…

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    Electric - Keine Altersmilde: Rumpel-Folk und anbetungswürdige…

    Angst erfüllt einen, wenn man das neue Richard-Thompson-Album abspielt. Das, was man stets befürchten musste und doch nie für möglich gehalten hätte, wird im rumpelnden Folk-Standard „Stony Ground“ Realität: ausuferndes Gegniedel, das dem knarzigen Schaukelstuhl-Rock von John Hiatt gefährlich nahe kommt. Was an sich nicht schlimm ist, nur liebt man Thompson ja weniger für seine […] mehr…

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    Chelsea Light Moving - Thurston Moore bewegt sich kaum…

    Alles, bloß nicht untätig bleiben! Seit Sonic Youth sich im Herbst 2011 aufgelöst haben, verblüffen uns die Ex-Mitglieder der Band mit einer fast schon hektisch hervorgebrachten Vielfalt von Solo- und neuen Bandprojekten. Von freilich recht unterschiedlicher Güte: Lee Ranaldo ist mit dem verfuzzt-melancholischen Psychedelicrock auf „Between The Times And The Tides“ eines der tollsten Alben […] mehr…

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    Life In Easy Steps - Anrührender Folk, Country und Rock’n’Roll…

    „I’ve done the whole thing trying to be what people want me to be“, sagt Robert Vincent, „and in the end I just thought I’ve had enough of this.“ Der Liverpooler Sänger und Gitarrist rechnet auf seinem Debüt mit dem Musikgeschäft ab – und macht nun nach eigenen Angaben, was er eigentlich schon immer wollte. […] mehr…

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    Fourth Corner - Das Debüt der Songschreiberin besticht…

    Es gibt vier Gefühle, sagt Trixie Whitley, die ihr Leben und damit auch ihre Musik ausmachen. Liebe und das Verlangen danach („Need Your Love“). Die Einsamkeit im „Hotel No Name“, ertränkt in Feedback, Verzerrung und einer Ahnung von Rock-Aufbruch. Die Wut über „Irene“, den Sturm, der ihr einfach so die Freiheit nahm. Schließlich die Freude, […] mehr…

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    The Messenger - Viele Verweise, wenig Halt: Der…

    Ein paar Sekunden lang kommt einem Pete Townshend in den Sinn. Mit einem unerwartet rauen Riff beginnt das Album, das sich dann mehr und mehr zu einer schnaufenden Britrock-Walze entwickelt. Und am Ende tut einem Johnny Marr sogar ein bisschen leid: Das erste Werk unter eigenem Namen – es hat ihn plattgemacht. Schade. Aber wenn […] mehr…

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    Girl Who Got Away - Liebenswürdig: Die wohl unaufdringlichste Popmusik…

    „I climbed a mountain not knowing that I had/ Took no protection, not much of anything/ There I was, sitting on the roof of the world/ Not knowing how I got here or how to leave.“ So beginnt Dido Armstrong das Lied „Sitting On The Roof Of The World“, das schönste auf ihrem vierten Album, […] mehr…

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    Say It To My Face - Müdes Muckertum vom Sänger der…

    Man kennt Huey Thomas Ángel Diaz Morgan vor allem als Sänger der New Yorker Mafiosi-Combo Fun Lovin‘ Criminals, die gerade eine, nun ja, Kreativpause machen. Wohl auch deshalb fühlte sich Morgan dazu berufen, endlich sein erstes Soloalbum aufzunehmen. Die ersten beiden Stücke von „Say It To My Face“ erinnern noch am ehesten an die lustigen […] mehr…

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    Nó Na Orelha - Aufbruchsstimmung in Brasilien: Ein Rapper…

    Popmusik aus Brasilien hat seit der Bossa-Nova-Welle der 60er-Jahre immer wieder neue Zyklen der internationalen Aufmerksamkeit erfahren. DJs mit breitem Horizont wie der Londoner Eklektizismus-König Gilles Peterson integrieren seit der kurzen Ära des Acid-Jazz wie selbstverständlich brasilianische Produktionen in ihr Programm. Es ist dieser Austausch mit Europa und den USA, der die vielschichtige Szenerie des […] mehr…

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    Exile - Etwas zu ernste Elektro-Schlager und…

    Til Schweiger wählte nicht von ungefähr ihr „Stay“ als Titelsong für seinen Film „Kokowääh“: Hurts berühren von allen europäischen Seelen die deutsche ganz besonders. Das Duo durfte auch Rosenstolz remixen und im Berliner Hotel „The Weinmeister“ ein nach ihnen benanntes Zimmer einrichten, während im Trophäenschrank der Bambi blitzt. Ihre an den Sound der 80er-Jahre anknüpfenden […] mehr…

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    Cricklewood Broadway - Die vielseitige Norwegerin lässt sich…

    Wenige wollen und können eine so düstere Zeile wie „When My Anger Starts To Cry“ (auf Beady Belles Klassiker „Cewbeagappic“) so sanft singen wie die „perlenhafte Schöne“ aus Norwegen. Seit 2008 hat sie sich konsequent weg entwickelt von den musikalischen Schwebezuständen dieses Albums, klang erdiger, häufig mit Country-Einschlag. Und nun eine weitere Kehrtwendung. Das neue […] mehr…

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    Old Yellow Moon - Ein souveränes, unprätentiöses Werk der…

    Auf die Knie: Emmylou ist die unumstrittene Country-Grande-Dame. Zwölf Grammys hat sie in knapp 40 Jahren Karriere gesammelt, noch immer strahlt ihr Sopran mit beinahe jugendlicher Kraft. Und wenn die bald 66-Jährige unter der weißen Lohe lächelt, dann steht ihre Version von Matraca Bergs zurückschauenden „Back When We Were Beautiful“ sofort unter Koketterieverdacht. Alles an […] mehr…

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    Dirty Dynamite - Souverän und spaßbetont: die AC/DC…

    Es gab immer genügend Platz für eine Band neben AC/DC. Für Rückwärtsgewandte, die ebenfalls nicht loskamen vom Blues’n’Boogie, auf die hübschen Killernieten und Horns nun aber auch nicht verzichten wollten. Krokus waren die ersten in der Reihe. Die frühen Alben aus den Siebzigern muss man nicht kennen. „Metal Rendezvous“ und „Hardware“ goutierte man als erste […] mehr…

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    Blak And Blu - Der neue Hendrix? Nicht ganz,…

    Es hat der Superlativen kein Ende: Gary Clark Jr., so liest man, ist die Zukunft des Texas-Blues, der neue Hendrix gar, eine Superkanone unter den Superkanonen. Dave Matthews, Eric Clapton und die Rolling Stones bitten zum Solo, Alicia Keys und Sheryl Crow zum Duett, Barack Obama lädt ins Weiße Haus ein. Nicht ohne Grund. Der […] mehr…

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    Allen Stone - Der Predigersohn setzt auf klassischen…

    In einer Zeit, in der tschechische Präsidentschaftskandidaten nicht mehr wie ebensolche aussehen, präsentieren sich auch Soulsänger anders, als man sie sich gemeinhin vorstellt. Ganz Slacker-mäßig im Holzfällerhemd, mit zottelig-langem blonden Haar und wuchtiger Hornbrille, taucht beispielsweise Allen Stone auf, ein blasser Amerikaner vom Land. Erhebt er jedoch die Stimme, dann traut man seinen Ohren kaum: […] mehr…