• The Weeknd

    The Weeknd

    - The Trilogy

    Gibt es noch feste Regeln und Gesetze, nach denen die Ökonomie des zeitgenössischen Pop funktioniert? Während sich die Musikbranche über Copyright-Verletzungen erregt und Sanktionen fordert, geht ein Künstler her und verschenkt seine Musik. Nein, nicht nur einen Song, um sich interessant zu machen, sondern gleich mehrere Alben. Zwischen März und Dezember 2011 hat der 22-jährige […] mehr…

  • Brian Eno

    Brian Eno - LUX

    Als 1978 „Music For Airports“ erschien, wurde sehr ernsthaft über die Frage gestritten, ob dies überhaupt noch Musik sei – oder vielleicht doch eher Möbel zum Hören. Das Stigma einer funktionalen Musik ist Ambient bis heute nicht losgeworden. Aber vielleicht ist das ja auch gar nicht nötig. Diese Musik möchte keine Geschichten erzählen, will nicht […] mehr…

  • Jason Collett

    Jason Collett - Reckon

    Was treibt eigentlich „Miss Canada“? Jason Collett vermutet, dass sie’s wohl schon zum nächsten mies bezahlten Job im Westen verweht hat, wo angeblich schwarzes Gold aus der Erde fließt (die es dabei ruiniert). „Miss Here She Was“, wie der Mann aus Toronto sie auf seinem sechsten Solowerk lieber nennt, wird so zur plakativen Symbolfigur einer […] mehr…

  •  'Pieta'

    Pieta - Regie: Kim Ki-duk

    So schonungslos, wie Ki-duk zuletzt in seinem Dokumentarfilm „Arirang“ seine Depression ausstellte, blickt der Südkoreaner auch in seinem 17. Spielfilm auf das Martyrium der Menschen. Der junge Kang-do (Lee Jeong-jin) verlässt jeden Morgen sein kleines Apartment, um für seinen Auftraggeber die Schulden bei armen Handwerkern einzutreiben. Kann jemand nicht zahlen, wird er von ihm verstümmelt, […] mehr…

  • Robbie Williams

    Robbie Williams - Take The Crown

    Genug Stoff für gute Geschichten müsste Robbie Williams eigentlich haben. Er gründete eine Familie, ging wieder mit Take That auf Welttournee und fand sich offensichtlich insgesamt mit seinem Schicksal ab. Er war der Teenie-Schwarm, dann das Sorgenkind, jetzt ist er – endlich, mit 38 – im Erwachsenendasein angekommen. Er könnte fortan ein sonniges Leben in […] mehr…

  • Aerosmith

    Aerosmith - Music From Another Dimension

    Bei Aerosmith ist in den vergangenen Jahren zu viel geschehen, als dass man alles nach­erzählen könnte. Unfälle, Krankenhaus, öffentliche Streitereien, Musik für Videospiele, „American Idol“, das Ende der Band, doch nicht das Ende der Band – Aerosmith sagen, nach all dem könne nur noch der Tod ein neues Album verhindern. Glücklicherweise sind noch alle am […] mehr…

  • Team Ghoast

    Team Ghost - Dead Film Star (Tepr Recopy)

    Hinter dem Namen Team Ghost verstecken sich nicht etwa die Ghostbusters der heutigen Generation, sondern fünf eindrucksvolle Pariser Newcomer um das ehemalige M83-Mitglied Nicholas Fromageau. Für das Projekt holte dieser sich den Komponisten Benoit de Villeneuve zur Seite. Das Duo wurde schnell zum Quintett, denen ihre Kompositionen durchaus gelingen. Das beweist das erste Werk der […] mehr…

  • 'Oh Boy'

    Oh Boy - Regie: Jan-Ole Gerster

    Eines der mutigsten, witzigsten, sinnlichsten deutschen Kinowerke seit Jahren ist Gersters Spielfilmdebüt, das ähnlich wie David Wnendts „Kriegerin“ dem Zuschauer die Emotionen eines zwiespältigen Charakters zumutet. Sein Porträt eines ziellosen Endzwangigers enthält mehr Fragen als Antworten, zeigt eher, als dass es bewertet, und stellt den klar strukturierten Erwartungen der Gesellschaft ein diffuses Lebensgefühl gegenüber. Niko […] mehr…

  • Trail Of Dead

    …And You Will Know Us By The Trail Of Dead - Cataconic

    Trail of Dead exerzieren in „Cataconic“ ihren frontalen Rock-Entwurf  wieder bis ins Kleinste durch, spielen das Klischee des heruntergekommenen Rockstarsgenüsslich aus und geben sich mit harschen Gitarrenvibes und -Soli minutenlang musikalisch die Kante.  Im Clip zum Track treiben sie es auf die Spitze, mimen den gesellschaftlichen Abstieg und lassen sich von Koks und Pöbelein in […] mehr…

  • Foxes

    Foxes - White Coats

    Louisa Rose Allen alias Foxes ist eine von diesen jungen, britischen, studierten, hochtalentierten Musikerinnen, denen man gerne schon vor dem ersten Album den „Hot Shit“-Stempel auf die Stirn drückt. So auch bei „Foxes“, deren aktuelle EP „Warrior“ oft zum Vorboten des nächsten Hype-Albums stilsiert wird, auf dass es Lykke Li und Florence And The Machine […] mehr…

  • Martha Wainwright

    Martha Wainwright - Come Home To Mama

    Der König des Totenreichs hat ihre Tochter Proserpina entführt! Doch tapfer kämpft die Mutter Ceres um das Mädchen; klagend steht sie am Tor zur Unterwelt und fordert und fleht: „Come home to Mama!“ – „Proserpina“ heißt die erste Single und das Herzstück des neuen Albums von Martha Wainwright; es ist auch das letzte Stück, das […] mehr…

  • Two Door Cinema Club

    Two Door Cinema Club - Sun (Robert DeLong Remix)

    Vorteil an diversen Remixen ist ja einfach der, dass Indietronic-Songs es dann auch schaffen, in Elektroschuppen gespielt zu werden, die auf ihr Minimal-DJ-Set nicht unbedingt bestehen. So könnte hier jetzt auch „Sun“, zweiter Song der aktuellen LP „Beacon“ von Two Door Cinema Club den Soundtrack für durchfeierte Nächte in Großstadt-Diskotheken liefern. An den Track besinnt […] mehr…

  • Tracey Thorn

    Tracey Thorn - Tinsel And Tinsel

    Weihnachtsalben sind eine schwierige Übung. In Großbritannien und den USA haben sie eine lange Tradition, in Deutschland kennt man sie höchstens von Heino oder James Last. Aber egal, ob sich Elvis Presley, Bob Dylan oder Slade dem Genre annahmen – das Vergnügen ist meist fragwürdig. Tracey Thorn macht da keine Ausnahme: zwölf Songs, die sich […] mehr…

  • Hans Unstern

    Hans Unstern - The Great Hans Unstern Swindle

    Die moderne junge Frau, entnehme ich trendbestimmenden Lifestyle-Organen wie „Die Zeit“ und „Wild und Hund“, wünscht sich vom modernen jungen Mann wieder mehr männliches Selbst- und Körperbewusstsein und weniger weichlichen Selbstzweifel. Nicht das überzüchtete Einfühlungsvermögen des metrosexuellen Mädchenverstehers ist gegenwärtig gefragt, sondern die erotisch animierende Rücksichtslosigkeit des brünftigen Rüpels. Ist Hans Unstern mithin ein hoffnungslos […] mehr…

  • Madness

    Madness  - „Oui Oui, Si Si, Ja…

    Bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in London überraschte uns ein Wagen, der die ältlichen Komödianten von Madness mit „Our House“ als Ausweis britischer Gastfreundschaft und Gemütlichkeit präsentierte. The Jam, zum Beispiel, hatten es nur auf den Soundtrack zum Fest geschafft. Lee Thompson flog sogar wie in den albernsten Tagen mit seinem Saxofon über dem […] mehr…

  • 'Robot &Frank'

    Robot & Frank - Regie: Jake Schreier

    Der Zukunft verweigert er sich schon lange, und nun verblasst langsam auch die Vergangenheit: Der einstige Juwelendieb Frank (Frank Langella) ist an Demenz erkrankt, weshalb ihm sein Sohn Hunter (James Marsden) einen Pflegeroboter kauft. Der weicht dem störrischen Senior mit seiner unnachgiebigen Fürsorge nicht mehr von der Seite. Das bringt Frank auf die Idee, ihn […] mehr…

  • Cody ChesnuTT

    Cody ChesnuTT - That’s Still Mama

    Der Kickstarter „That’s Still Mama“ katapultiert Cody ChesnuTT zurück in die musikalische Szene und den Hörer ohne Umschweife in die 60er Jahre. Zu Beginn imponiert der Sänger direkt mit einem Bläser-Intro, dass mit dreschenden Drums in die Welt der Big Bands entführt und ebenso gut dem Soundtrack eines Spike Lee-Films zugerechnet werden kann. Im Speziellen […] mehr…

  • Mick Flannery

    Mick Flannery - Gone Forever (Live)

    Ein kühles Guinness serviert an einem dieser berühmt-berüchtigten Sauwetter-Tage in einem winzigen Pub in einer Ecke von Cork. Absolut egal, dass die Schuhe durch sind, die Stimmung könnte nicht gelöster sein. Auf der Bühne sitzt mit seiner Akusktik-Gitarre so ein attraktiver Kerl in Holzfällerhemd und singt von vergangener Liebe. Er spült einen Pint nach dem […] mehr…

  • Tift Merritt

    Tift Merritt - Traveling Alone

    Souveräne Country-Songs, von einer Top-Studioband gespielt. Zehn Jahre nach ihrem gefeierten Debüt „Bramble Rose“ ist sie weder die neue Lucinda Williams noch die nächste Emmylou Harris geworden, sondern glücklicherweise einfach Tift Merritt geblieben. Und die hat, selbst wenn sie – wie vor ihrem fünften Studio-Album – erneut ohne Vertrag und Management dasteht, längst einen Ruf, […] mehr…

  • Dead Fingers

    Dead Fingers - Dead Fingers

    Ein bisschen der frühe Rod Stewart: Indie-Duo mit Blues-Folk. Vielleicht hätten sie sich lieber The Taylors nennen sollen. Aber natür­lich wollten Taylor Hollingsworth (der schon bei Conor Oberst mitspielen durfte) und Kate Taylor (Marias Schwester) nicht das Naheliegendste wählen. Aber mal ehrlich: Was erwartet man bei einem Bandnamen wie Dead Fingers? Der hätte doch eher […] mehr…