• Slime

    Slime

    - Sich fügen heißt lügen

    Arabischer Frühling, Occupy Wall Street, Stuttgart-21-Proteste: Wenn Menschen überall auf die Straße drängen, um gegen Ungerechtigkeiten zu protestieren, dürfen die Hamburger Altpunks Slime natürlich nicht fehlen. Sie verstanden sich schon immer als Sprachrohr der Unterdrückten, als die Frontschweine der Antikapitalismus-Bewegung. Dass sie sich auf ihrem Comeback-Album „Sich fügen heißt lügen“ bei den Texten des von […] mehr…

  • Phantom Ghost

    Phantom Ghost - Pardon My English

    Gebildete gutangezogene Männer, die einander gern einmal ihre Gefühle gestehen, haben sich schon immer zu den Schallplatten des kammermusikalischen Duos Phantom Ghost hingezogen gefühlt. Dirk von Lowtzow (Gesang) und Thies Mynther (Klavier) sind sonst in sogenannten Diskurspopgruppen mit gegenwartsdiagnostischen Texten und existenziell komplizierten Kompositionen befasst. Hier hingegen überlassen sie sich ganz der naiven Leidenschaft für […] mehr…

  • Giant Sand

    Giant Sand - Tucson

    Zunächst fällt einem die Nähe auf, die Howe Gelb auf „Tucson“, dem überraschenderweise erst 27. Album seiner Band Giant Sand, zum Hörer sucht. Gelbs nie ganz sicher getuntes weiches Knödeln steht oft so weit vorne, dass er auch neben einem stehen könnte. „Wind Blown Waltz“ setzt als erstes Stück den Ton – ein, wie der […] mehr…

  • Dexys

    Dexys  - One Day I’m Going To…

    Der legendäre Tragöde Kevin Rowland ist zurück! Mit famosem Bekenntnis-Soul zwischen Al Green und Van Morrison, mit Pauken und Bläsern und Geigen satt angerichtet. Vor 30 Jahren war der notorische Sichselbstimwegesteher mal kurz Weltstar: Sein größter Hit „Come On Eileen“ wurde Nummer eins in England und Amerika, doch der Choleriker Rowland fühlte sich fremd in […] mehr…

  • Babycall

    Babycall - Regie: Pal Sletaune

    Anna (Noomi Rapace aus der „Millennium“-Trilogie) ist mit ihrem achtjährigen Sohn Anders (Vetle Ovenild­ Werring) in eine Hochhaussiedlung gezogen. In der dortigen Anonymität fühlt sie sich sicher vor ihrem gewalttätigen Ex-Mann. Vorsichtshalber legt sie dem Jungen jedoch noch ein Babyfon ans Bett. Eines nachts ertönen furchtbare Schreie aus dem Gerät – obwohl Anders seelenruhig schläft. […] mehr…

  • Die Trauzeugen

    Die Trauzeugen - Regie: Stephen Elliott

    Urlaub in der Südsee, Liebe auf den ersten Blick: Der junge Brite David (Xavier Samuel) hat sich spontan mit der blonden Australierin Mia (Laura­ Brent) verlobt. Zur Hochzeit fliegt er in ihre Heimat, begleitet von seinen drei besten Freunden. Tom (Kris Marshall) ist ein schmerzfrei plappernder Draufgänger, Graham (Kevin Bishop) ein pummeliger Neurotiker und Luke […] mehr…

  • Fresh

    The Fresh & Onlys - Yes Or No

    Das Label Souterrain Transmissions haben wir ja schon eine ganze Weile auf dem Schirm – spätestens seit Zola Jesus oder EMA, die ja beide von uns sehr geschätzt werden. Da wird man natürlich hellhörig, wenn ein neues Signing angekündigt wird. Die Fresh & Onlys werden am 31. August ihr neues, inzwischen viertes Album „Long Slow […] mehr…

  • Glen Hansard

    Glen Hansard - Rhythm And Repose

    Zwar erzählt diese Platte von schwermütigen Abschieden und widerwilligen Aufbrüchen. Zwar wird dieser Mann mit der wohlig angerauten Stimme in „The Storm, It’s Coming“ auf den Sturm warten, ohne zu wissen, ob er hoffen oder bangen soll, und in „Bird Of Sorrow“ langsam verzweifeln. Trotzdem hat der Ire Glen Hansard die Trennung von Marketa Irglová […] mehr…

  • Ups..

    Hot Chip - In Our Heads

    Neue Musik von der erhitzten Platine! Elf Lieder meist mittleren Tempos, in denen sich melancholischer Männergesang mit Discobeats paart. Der melancholische Männergesang wird mal im Chor, mal im vocoderverzerrten Einzelfalsett dargeboten; darunter hüpfen und humpeln die Discobeats in historisch beziehungsreicher Weise. So beginnt „Motion Sickness“ wie „Analogue Bubblebath“ von Aphex Twin, dann klingeln heitere Kuhglocken […] mehr…

  • Amy Macdonald - 'Life Is A Beautiful Light'

    Amy Macdonald - Life Is A Beautyful Light

    Das Besondere an Amy Macdonald ist das Gewöhnliche. Sie ist hübsch, aber nicht schockierend schön. Ihre Stimme erkennt man sofort wieder, aber sie haut einen nicht um wie Adele. Sie schreibt unwiderstehliche Songs, die niemals so frech sind wie die von Lily Allen oder so suggestiv wie die von Lana Del Rey. Amy Macdonald ist […] mehr…

  • Maximo Park - 'The National Health'

    Maximo Park - The National Health

    Nach einer dreijährigen Pause und dem Solodebüt von Sänger Paul Smith hat sich das Quintett aus Tyne and Wear für das vierte Studioalbum einiges vorgenommen: „Das Land ist außer Kontrolle, und das Album soll dem Kontrollverlust entgegenwirken“, ließ Smith die Öffentlichkeit vorab wissen. Wer nun allerdings vermutet, Maximo Park würden mit „The Natio-nal Health“ einem […] mehr…

  • Joe Walsh - 'Analog Man'

    Joe Walsh - Analog Man

    Die Dankbarkeit des bekehrten kleinen Sünders und sein großes, spätes Glück liegen über diesem Album wie die Kuscheldecke überm Sofa bei Muttern. Was niemand Joe Walsh nicht gönnen wird. Zwanzig Jahre sind seit seinem letzten Solowerk „Songs For A Dying Planet“ ins Land gegangen. In dieser Zeit hat der 64-jährige Gitarrist seine MonsterRiffs und Lead-Attacke […] mehr…

  • The Hundred In The Hands - Red Night

    The Hundred In The Hands - Red Night

    Auf den Sommer-Festivals wird der effektive Wave-Techno-Rock des Duos aus Brooklyn bestimmt gut funktionieren. Wenn es mal nicht kräftig nach vorne losgeht, dräut es hinten dunkel und erwartungsvoll. mehr…

  • Barbara Morgenstern - 'Sweet Silence'

    Barbara Morgenstern - Sweet Silence

    „In the past few weeks I could have written tons of number one hits/ But I was sick – sick, hmmm“, singt Barbara Morgenstern, und eine solche Zeile lässt man natürlich nicht liegen, wenn man über eine Platte schreibt. Vielleicht weiß die Berliner Songwriterin das auch. Sehr wahrscheinlich sogar. Denn auf „Sweet Silence“ hat sie […] mehr…

  • Ups..

    Dexys - One Day I’m Going To…

    Drama, Inbrunst, keltischer Soul: Der genialische Egomane Kevin Rowland kehrt endlich zurück mehr…

  • Ups..

    Gene Clark - No Other

    Die wildbewegte Zeit des Western Swing war längst vorbei, als Hank Thompson diese seine achte LP an zwei Dezembertagen des Jahres 1958 aufnahm. Da Country-LPs ohnehin kaum Airplay und noch weniger Käufer fanden, ließ Capitol seinen Künstlern freiere Hand bei der Songauswahl. Thompson nutzte das für ein Konzeptalbum mit riskanten, listigen Liedern über Rumtreiber, Kartenhaie […] mehr…

  • Ups..

    Morrissey - Viva Hate

    Die Fassung letzter Hand: Morrissey nimmt an seinem Solo-Debütalbum kleine Änderungen vor mehr…

  • Ups..

    Manic Street Preachers Live - Berlin, Huxley’s

    Ganze 172 Sekunden dauert es, und James Dean Bradfield hat das benannt, was ein jeder im Publikum schon vorher gedacht und/oder bei Facebook gepostet hat: „All we want from you are the kicks you’ve given us.“ Die Zeile ist zwar 20 Jahre alt, klingt dennoch, als wäre sie direkt aus dem Jetzt gegriffen. Hier spricht […] mehr…

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    W.E.

    Die Queen of Pop verhebt sich an einem Beziehungsdrama mit royaler Note. Aber immerhin sieht alles fantastisch aus mehr…

  • Ups..

    Laurel Halo - Hour Logic

    Bei „Quarantine“ handelt es sich um Laurel Halos Albumdebüt. Zuvor hat sie schon einige EPs herausgebracht, zum Beispiel 2011 „Hour Logic“ auf dem Hypnagogic-Pop-Label Hippos in Tanks; unter dem Namen King Felix erschien im April dieses Jahres eine EP namens „Spring“ auf Liberation Technologies, dem neuen Label von Mute-Records-Gründer Daniel Miller. Hier wie dort erschuf […] mehr…