• Neil Young - 'Americana'

    Neil Young

    - Americana

    Die ersten Töne, das sengende Muster aus zwei elektrischen Gitarren, dem Bass und dem Schlagzeug, verraten sofort die Handschrift: Hier spielen Neil Young und Crazy Horse. „I come from Alabama with my b-a-n-j-o on my knees“, knarzt Neil, und die treuen Knappen exekutieren den berühmtesten elektrischen Sound der Rockmusik. Seit „Everybody Knows This Is Nowhere“ […] mehr…

  • Liars - 'WIXIW'

    Liars  - WIXIW

    Für die Aufnahmen zu ihrem sechsten Album haben die Liars sich in ihrem Studio, in unwirtlicher Umgebung unter dem Freeway 101 bei Los Angeles, eingeschlossen. Kein Wunder daher wohl, dass „WIXIW“ intimer, ja, autistischer geworden ist als der Vorgänger „Sisterworld“. Samples und elektronische Sounds bestimmen die elf Tracks, von denen viele eher einen Loop beschreiben, […] mehr…

  • The Hives - 'Lex Hives'

    The Hives - Lex Hives

    Party! Und zwar sofort! Ein bisschen verkrampft kommt Howlin’ Pelle Almqvist schon rüber, wenn er in seiner Rolle als Punk’n’Roll-Animateur eine Minute lang „Come On!“ brüllt, sich von einem fiktiven Publikum bejubeln und so zu einem Glamrock-Shuffle „Lex Hives“ beginnen lässt. Auf Platte Nummer fünf wollten sich die Schweden wieder aufs Kerngeschäft konzentrieren. Statt wie […] mehr…

  • Friends - 'Manifest!'

    Friends - Manifest!

    Leicht machen sie es einem nicht. Oder ist es genau andersherum: Machen sie es einem vielleicht sogar zu leicht? Das Quintett Friends sieht so aus, wie sich Ina Müller vermutlich eine Band aus Brooklyn vorstellt. Hinzu kommt: Sich in Zeiten allgegenwärtiger Facebook-Kumpelei „Friends“ zu nennen, hat natürlich etwas brüllend Banales. Aber wenn man den hysterisch […] mehr…

  • Robert Francis - 'Strangers In The First Place'

    Robert Francis - Strangers In The First Place

    Wenn einer einmal ein Lied wie „Junebug“ schreibt, hat er seinen Erfolg verdient: Robert Francis aus Kalifornien schaffte mit seinem Superhit von 2010 eine außergewöhnliche Komposition, die im Formatradio und Musikfernsehen für schöne Momente sorgte. Und das, obwohl Francis sich mit dem dazugehörigen zweiten Album („Before Nightfall“) von den großen Arrangements des Debüts verabschiedet und […] mehr…

  • Crocodiles - 'Endless Flowers'

    Crocodiles - Endless Flowers

    Ja, das klingt doch sehr reizend, was die Crocodiles auf ihrem dritten Album so daher- schmurgeln. Und recht interessant ist es auch, weil es dem zum Quintett angewachsenen Gitarrenduo aus Kalifornien gelingt, zugleich sehr schwer und überaus leicht zu klingen. Den immer wieder gewinnbringenden Trick kennt man dabei natürlich von verschiedenen historischen Modellen. Am Grunde […] mehr…

  • Julia Stone - 'By The Horns'

    Julia Stone - By The Horns

    Die Australierin Julia Stone hat eine von diesen Stimmen, die mit Gesang im eigentlichen Sinn wenig verbindet. Vielmehr erinnert sie an ein leises Säuseln, aber kein natürliches in der Art von frühlingshaftem Windhauch, sondern an das künstliche Hintergrundsummen in mitteleuropäischen Wellness-Tempeln. 2010 veröffentlichte Stone mit ihrem Bruder Angus das Album „Down The Way“, das in […] mehr…

  • Regina Spektor - 'What We Saw From The Cheap Seats'

    Regina Spektor - What We Saw From The…

    Sie kann so viel! Klavier spielen, klar. Aber auch singen: Gleich im ersten Stück – dem besten Song des gesamten Albums – singt sie das Wort „moon“ so schön schnutig, wie das vor ihr noch niemand hinbekommen hat. Überhaupt, was für ein Song das ist! „Small Town Moon“ ist ein Lied über die innere Kleinstadt, […] mehr…

  • Public Image Ltd - 'This Is Pil'

    Public Image Ltd - This Is Pil

    Zwanzig Jahre weg vom Fenster, und jetzt gleich wieder Scheiben einschmeißen wollen! Das Titelstück des neuen Albums von Public Image Ltd., aufgenommen in Steve Winwoods Studio in den Cotswolds, klingt wie ein dahingerülpster Schlachtruf – als müsste die Band sich erst mal selbst beweisen, dass sie nach so langer Auszeit wieder da ist. Nachdem Sänger […] mehr…

  • Marina And The Diamonds - 'Electra Heart'

    Marina And The Diamonds - Electra Heart

    Unter den aktuellen Elektropopsängerinnen besticht Marina Diamandis, die sich beim Musizieren Marina And The Diamonds nennt, durch den betont wandlungsverliebten Gebrauch ihrer Stimme. Sie kann hitzig heulen und mit kalt gepresstem Kehlkopfgesang barmen; im Kindchenfrau-Fach des romantisch-stimmlosen Hauchens erzielt sie ebenso gute Ergebnisse wie im schrillen Zickengezeter. Schon ihr Albumdebüt „The Family Jewels“ lebte vor […] mehr…

  • H-Blockx - 'HBLX'

    H-Blockx - HBLX

    Vor den H-Blockx hat man seinerzeit den Hut gezogen: Die Münsteraner hatten mehr Energie als die meisten anderen Bands im Lande. Nun kennt man Henning Wehland u. a. als Sänger der Söhne Mannheims und BossHoss-Manager. Doch das neue Album hat den Sound von damals, plus ein bisschen Funk wie bei den frühen Chili Peppers. Weiterhin […] mehr…

  • Fun. - 'Some Nights'

    Fun. - Some Nights

    Das momentan supererfolgreiche New Yorker Trio türmt die Gesänge auf wie Queen und spielt den 70s-Softrock ein bisschen wie die Scissor Sisters. Schamloser Bubblegum-Pop, aber mit enormer Energie und Spaß gespielt. (Warner) mehr…

  • Moonrise

    Moonrise Kingdom - Regie: Wes Anderson

    Seit „Rushmore“ von 1998 hat Wes Anderson sich als eigenwilliger Stilist positioniert. Der surreale Charme und absurde Witz seines damaligen Überraschungserfolgs aber verlor sich immer stärker in einem pedantisch angeordneten, hermeneutisch verschlossenen Universum aus skurrilen Sets. Komik erschließt sich in seinen autistisch anmutenden Werken wie „The Royal Tenenbaums“ oder „Die Tiefseetaucher“ allein durch die Ästhetik […] mehr…

  • Marina And The Diamonds

    Marina And The Diamonds - Electra Heart

    Unter den aktuellen Elektropopsängerinnen besticht Marina Diamandis, die sich beim Musizieren Marina And The Diamonds nennt, durch den betont wandlungsverliebten Gebrauch ihrer Stimme. Sie kann hitzig heulen und mit kalt gepresstem Kehlkopfgesang barmen; im Kindchenfrau-Fach des romantisch-stimmlosen Hauchens erzielt sie ebenso gute Ergebnisse wie im schrillen Zickengezeter. Schon ihr Albumdebüt „The Family Jewels“ lebte vor […] mehr…

  • Sigur Ros - 'Valtari'

    Sigur Rós - Valtari

    Unter einer Dampfwalze stellt man sich gemeinhin etwas anderes vor. Mit der Bezeichnung eben einer solchen Baumaschine übersetzt sich der Titel des sechsten Sigur-Rós-Albums nämlich. Doch auf „Valtari“ befindet sich alles in einem Schwebezustand. Es gibt nichts, woran man sich festhalten kann, die sakralen Chöre nehmen keinen bemerkbaren Anfang und kein bemerkbares Ende. Es brodelt, […] mehr…

  • Kelly Hogan

    Kelly Hogan - Plant White Roses

    Kelly Hogan wirkt ein wenig wie ein Kind im Süßigkeitenladen, wenn sie über die Aufnahmen ihres neuen Albums spricht. Den US-Kollegen sagte sie über die 15 Tage im EastWest Studio in L.A. – in dem bekanntlich „Pet Sounds“ aufgenommen wurde: „It was a mind-blowing, crazy, baseball-fantasy-camp type of thing. I thought I was being punk’d!“ […] mehr…

  • Marley

    Marley - Regie: Kevin Macdonald

    Bereits zum Todestag in der vergangenen Woche gab es bei uns eine Themenseite mit historischen Texten über Bob Marley aus unserem Archiv. Die Zusammenstellung aus alten Meldungen, Interviews, Features und Konzertberichten finden Sie weiterhin mit einer großen Bildergalerie hier. Martin Scorsese und Jonathan Demme, immerhin in Musikdokumentationen sehr versierte Regisseure, haben das Projekt wieder aufgegeben. […] mehr…

  • The Tallest Man On Earth - 'There's No Leaving Now'

    The Tallest Man On Earth - 1904

    2010 war Kristian Matsson mit „The Wild Hunt“ noch auf der wilden Jagd, jetzt ist er anscheinend in ruhigeren Gefilden angekommen oder hält zumindest einmal inne. Anfang Juni veröffentlicht The Tallest Man On Earth sein drittes Album „There’s No Leaving Now“. „1904“ ist der erste Track aus dem neuen Werk und schließt musikalisch zunächst nahtlos […] mehr…

  • Joe Bonamassa - Driving Towards The Daylight

    Joe Bonamassa  - Driving Towards The Daylight

    Es dauert lange fünf Minuten bis zum ersten erlösenden Gitarreninferno. Und auch bei diesem Album werden die Jünger des Gniedelgottes und Bluesrock-Adepten wieder in Scharen die langen Mähnen schütteln und die blassen Arme zum Luftgitarrensolo recken. Garantiert. mehr…

  • All The Young - 'Welcome Home'

    All The Young - Welcome Home

    Als Rückkehr der Gitarrenmusik in die UK-Radiolandschaft wird dieses Debüt bereits gehypt. Der unbedingte Wille zum großen Hymnus ist da, doch zum Kaliber der Manic Street Preachers fehlen dem Quartett die überbordenden Melodien – und ein paar Themen jenseits der Rockklischees. mehr…